Aktuelles aus dem Ortsverein

Wann findet die nächste Veranstaltung der Elmshorner SPD statt? Welche Neuigkeiten gibt es aus dem Ortsverein? Welche Themen bewegen die Genossen aus der Krückaustadt?

In diesem Bereich können Sie sich über die aktuellen Termine und die neuesten Nachrichten aus dem SPD Ortsverein Elmshorn informieren.

Ebenso finden Sie hier Informationen über die Arbeitsgemeinschaften (AG), die in und um Elmshorn aktiv sind.

Elmshorner SPD begrüßt Beschluss der Kieler Koalition zum Krippengeld

Schon seit langem wünscht sich die schleswig-holsteinische SPD eine beitragsfreie Kinderbetreuung im nördlichsten Bundesland. „Wir freuen uns, dass wir diesem Ziel ein großes Stück näher kommen“, kommentiert Hans-Joachim Seiffert, Pressesprecher der Elmshorner SPD, für den Ortsvorstand den Beschluss der Landesregierung, ab dem Jahr 2017 die Betreuung von Kleinkindern bis drei Jahren mit monatlich 100 Euro zu fördern.
 
Nach Ansicht der Elmshorner Sozialdemokraten führt diese Förderung, die einkommensunabhängig gewährt wird, gerade in dem Bereich, wo die Gebühren für Kinderbetreuung am höchsten sind, zu einer deutlich spürbaren Entlastung der Familien.

Neben den 23 Millionen Euro, die ab dem Haushalt 2017 für das Krippengeld eingeplant sind, sollen auch die Kommunen finanziell entlastet werden, in dem die Förderung pro Krippenplatz bis 2018 von 10.000 Euro auf 13.000 Euro aufgestockt wird und zusätzlich ab 2016 die Mittel für Sprachförderung in den Kitas jährlich um 2 Millionen Euro steigen.

Das Krippengeld stellt für uns nur den ersten Schritt dar“, zeigt sich Seiffert für den Ortsvorstand mit der Landes-SPD einig; „dass große Ziel für die Zukunft ist und bleibt, die Kinderbetreuung in Schleswig-Holstein komplett beitragsfrei zu gestalten.“

Radtour der Elmshorner SPD

Sonnenschein und angenehme Temperaturen: bei bestem Radlerwetter hat die Elmshorner SPD ihre diesjährige traditionelle Radtour im Sommer am 18. Juni 2015 gestartet. Zusammen mit dem Ortsvereinsvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Dr. Ernst Dieter Rossman haben die Teilnehmer unsere Nachbarstadt Uetersen besucht. 

Nach dem Start an der Elmhorner Nikolaikirche ging durch den Vormstegen in die Nachbargemeinde Klein Nordende. Dort haben die Teilnehmer eine Halt an der Liether Kalkgrube eingelegt. Durch den mittlerweile eingestellten Tagebau kann man bei diesem Naturdenkmal anhand der unterschiedlichen Gesteins- und Ablagerungsschichten einen wundervollen Einblick in die Erdgeschichte gewinnen.

 

 

 

 

 

Um innovative Konzepte zur Aufrechterhaltung der Nachversorgung im ländlichen Raum ging es beim nächsten Stop in Heidgraben. Anhand des dortigen Marktreffs, der als Leuchturmprojekt mithilfe von EU-Geldern durch das Landgefördert worden ist, hat der Bundestagsabgeordnete erläutert, wie derartige Initiativen funktionieren und welche Bedeutung diese Einrichtungen für das Gemeindeleben haben.

 

 

 

 

 

 Am Zielpunkt der Ausfahrt angekommen, lockten die herrliche Parkanlage "Langes Tannen" rund um um das Herrschaftshaus in der Rosenstadt zum Verweilen, bevor es zurück nach Elmshorn ging.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sommerfest der Elmshorner SPD

Mit einem sehr gut besuchten Sommerfest hat die Elmshorner SPD am 10. Juli 2015 die sitzungsfreie Zeit in der Elmshorner Kommunalpolitik ein geleitet. An die 50 Sozialdemokraten, Freunde und Gäste konnte der Ortsvereinsvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann bei herrlichen Wetter zum traditionellen Grillabend begrüßen.

Erstmalig nutzten die Sozialdemokraten für das Sommerfest den Garten hinter dem Gebäude auf Klostersande, in dem seit diesem Jahr der Parteiladen untergebracht ist. Unter den geschickten Händen der beiden Organisationsleiter Jürgen Heesch und Michael Schinkel wurden vier unterschiedliche Zonen mit Sitzplätzen und Stehtischen geschaffen, zwischen denen die Teilnehmer munter hin und her wechselten. Zentrale Anlaufstelle war natürlich der Grill in der Mitte des Gartens. 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Elmshorner SPD-Politiker mit AGS-Delegation in den USA

Die deutsch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen, das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA, Fragen der digitalen Wirtschaft und der Zukunft der Arbeit sowie zu transatlantischen Startup-Unternehmungen, aber auch der Austausch über Mindestlohn und duale Ausbildung, Innovationen in der Energiepolitik und frühkindliche Bildung - mit dieser sehr bunten, breitgefächerten und vielfältigen Agenda ist Anfang Juli eine Delegation der Arbeitsgemeinschaft der Selbstständigen in der SPD (AGS) nach den Vereinigten Staaten von Amerika aufgebrochen. 

Mitorganisiert durch die Friedrich-Ebert-Stiftung nutzt die Delegation die Möglichkeit zur Information und zum Meinungsaustausch mit hochrangigen Kongressabgeordneten, Vertretern von Handelskammern und Wirtschaftsverbänden sowie Gewerkschaftsvertretern, mit Kommunalpolitikern und Bürgermeistern mittelgroßer Städte sowie Vertretern von sozialen Einrichtungen.

In der mit Bundestagsabgeordneten und Wirtschaftsvertretern besetzten Delegation ist auch die SPD  Elmshorn mit dem Stadtverordneten Kai Olaf von Wolff vertreten. Der Elmshorner SPD-Politiker leitet die Arbeitsgemeinschaft der Selbstständigen des Ortsvereins und engagiert sich als Beisitzer sowohl im Landes- als auch im Bundesvorstand der AGS für die Belange der Selbständigen.

Konstituierende Sitzung des Ortsvorstands

Zwei Wochen nach der Jahreshauptversammlung hat der neu gewählte Ortsvereinsvorstand seine Arbeit aufgenommen und sich am 20. Juni im Parteiladen zu seiner ersten Sitzung getroffen. Bei der Runde am Samstagnachmittag wurden insbesondere die Aufgabenverteilung, die Planungen für für die nächsten beiden Jahre sowie die Termine in der nächsten Zeit besprochen und festgelegt.

SPD Elmshorn bestätigt Dr. Ernst Dieter Rossmann als Ortsvereinsvorsitzenden

Alle zwei Jahre sind die Elmshorner Sozialdemokraten aufgefordert, bei der Jahreshauptversammlung einen neuen Ortsvorstand zu bestimmen. Schon traditionell nutzen die Vorstandsmitglieder diese Gelegenheit, mit einem umfangreichen Bericht nicht nur Rechenschaft über ihre Arbeit abzulegen und einen Blick auf zukünftige Aufgaben zu werfen, sondern auch eine Bilanz der vergangen zwei Jahre für den Ortsverein zu ziehen. "Eine Bilanz, die für den Zeitraum 2013 bis 2015 sehr positiv ausfällt", wie der Ortsvereinsvorsitzende Dr. Ernst Dieter Rossmann zufrieden feststellen kann. 

Gerade das erste Jahr des Berichtzeitraums war durch Wahlkämpfe geprägt. "Bei den Kommunal- und Kreistagswahlen, den Bundestagswahlen und den Wahlen zum Europäischen Parlament ist es uns gelungen, stets überdurchschnittliche Ergebnisse zu erzielen," so Rossmann: "Die Elmshorner SPD erweist sich als stärkste politische Kraft vor Ort." Sehr zufrieden sind die Sozialdemokraten weiterhin mit dem Ausgang der Bürgermeisterwahl, bei der auch der von der SPD unterstützte parteilose Kandidat Volker Hatje mit deutlicher Zustimmung gewählt wurde.

Das Ergebnis der Bundestagswahl habe auch die Elmshorner Sozialdemokraten sehr beschäftigt, führt der Bundestagsabgeordnete aus und verweist auf mehrere Veranstaltungen des Ortsvereins, bei denen die Frage des Eintritts in eine große Koalition kontrovers diskutiert wurde: "Die Umsetzung vieler Punkte aus unserem Wahlprogramm in der Großen Koalition zeigt, dass die Sozialdemokraten beim durchgeführten Mitgliederentscheid den richtigen Weg gewählt haben.“ 

Auf der Habenseite verbuchen die SPD-Mitglieder die sehr gute Präsentation ihres Ortsvereins auf allen politischen Ebenen, vom Bundestag über den Landtag und den Kreistag bis hin zur größten Fraktion im Stadtverordnetenkollegium. Auch bei den Arbeitsgemeinschaften der SPD auf Kreis- und Landesebene ist der Ortsverein mit Vorstandsmitgliedern gut vertreten.

Einen besonderen Höhepunkt neben den vielfältigen üblichen geselligen Angeboten wie dem alljährlichen Grünkohlessen, dem Graue-Erbsen-Essen und dem Sommerfest bildete das 150-jährige Bestehen des Ortsvereins im Jahr 2013, welches mit einer eigenen Ausstellung zur Geschichte der Elmshorner Sozialdemokratie im Industriemuseum und der „Roten Nacht“, einer Geburtstagsfeier im Haus 13, gewürdigt wurde. Weiterhin freuen sich die Sozialdemokraten über die Einweihung des neuen Parteiladens an traditionsreicher Stätte auf Klostersande.

Immer wieder setze die Elmshorner SPD bei ihren Diskussionsveranstaltungen, Infoständen und Stadtteilbegehungen auch politische Schwerpunkte, „so bei stadtpolitischen Fragen der Schul- und Bildungspolitik, der Verbesserung der verkehrlichen Situation für Radfahrer, der Fortentwicklung des Stadtumbaus und aktuell der Entwicklung Elmshorns als Fair-Trade-Stadt.“ „Intensiv haben wir uns auch mit der Initiative der Landtagsfraktionen auseinandergesetzt, die in einer gemeinsamen offenen Aktion für mehr Wahlbeteiligung und einer höheren Anerkennung der politischen und parteilichen Arbeit werben wollen,“ so der Ortsvereinvorsitzende. Das Ergebnis der inhaltlichen Arbeit seien auch die Anträge des Ortsvereins an Kreis- und Landesparteitage, die in die Beschlussfassungen der SPD mit einfließen, führt Rossmann aus.

„Die Fortführung dieser Vertrauensarbeit und der intensiven Mitgliederwerbung, die durch die hohe Anzahl an Neueintritten in den vergangenen zwei Jahren erfreulicherweise zu einer konstanten Mitgliederntwicklung geführt hat, sowie die Vernetzung des Ortsvereins in allen gesellschaftlichen Ebenen werden auch in den kommenden Jahren die wichtigen Aufgaben der Elmshorner SPD sein,“ richtet der Ortsvereinsvorsitzende den Blick in die Zukunft.

Bei den Wahlen zum Ortsvorstand bestätigten die SPD-Mitglieder Dr. Ernst Dieter Rossmann erneut als Ortsvereinsvorsitzenden, seine Stellvertreter werden auch weiterhin Traute Röhrs und Detlef Witthinrich sein.

Ebenfalls in ihren Funktionen bestätigt wurden Hans-Joachim Seiffert als Pressesprecher, Ragnhild Ehlers als Kassiererin und die Organisationsleiter Jürgen Heesch und Michael Schinkel. 

Neu aufgerückt in den Ortsvorstand ist das bürgerliche Mitglied der SPD-Fraktion Vanessa Mangels, die sich als neue Schriftführerin zukünftig um die Protokolle des Ortsvereins kümmern wird. Der bisherige Schriftführer Christoph Schmidt übernimmt die Aufgaben als Beauftragter für neue Medien. 

Komplettiert wird der neue Ortsvorstand durch die Beisitzer Gisela Huntenburg, Beate Raudies und Kai Olaf von Wolff.

 "Festakt oder Picknick - deutsche Gedenktage"

Ein ganz besonderes Stück der über 150-jährigen Elmshorner SPD-Geschichte hat das Interesse der Historiker im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland geweckt, nämlich die Elmshorner Parteifahne aus dem Jahr 1892. 

Die Traditionsfahne der Elmshorner Sozialdemokratie ist die zweite Fahne des Ortsvereins. Nachdem die erste Fahne im Rahmen der Sozialistenverfolgung von der preußischen Obrigkeit eingezogen und vernichtet worden war, haben die Genossen nach der Aufhebung der Sozialistengesetze 1890 mit Sammlungen für eine neue Parteifahne begonnen und 1892 mit der Parteifahne ein neues, sichtbares und selbstbewusstes Zeichen der Sozialdemokratie in Elmshorn gesetzt. Ausdruck dieses Selbstbewusstseins ist auch das Datum der Fahnenwidmung am 1. Mai, des internationalen Tages der Arbeiterbewegung, welches auch auf der Fahne selbst vermerkt ist.

Diese Symbolik der Parteifahne führte zu einer Ausleiheanfrage der Historiker des Hauses der Geschichte; und so war die Traditionsfahne der Elmshorner SPD bis in April 2015 hinein in der Ausstellung „Festakt oder Picknick? Deutsche Gedenktage“ zu sehen. Seit dem 03. Juni 2015 kann die Ausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum in Leipzig besichtigt werden - Interesse haben hierzu noch bis zum 18. Oktober 2015 die Möglichkeit.

Weiterführende Links

Über die die Ausstellung "Festakt oder Picknick? Deutsche Gedenktage" können Sie sich auf den Internetseiten des Hauses der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland informieren.

Zu unserer Geschichte des Ortsvereins haben wir eine umfangreiche Sonderseite erstellt, in der die Ausstellung zum 150-jährigen Bestehen der SPD Elmshorn, die im Jahr 2013 im Elmshorner Industriemuseum zu sehen war,  dokumentiert ist.

Kranzniederlegung am Gedenkstein

Am 05. Mai 2015 hat die Elmshorner SPD im Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und des Krieges einen Kranz am Gedenkstein des Rathauses niederlegt. Die Rede der Landtagsabgeordneten Beate Raudies zu der Kranzniederlegung veröffentlichen wir hier im Wortlaut zum Nachlesen:

Sehr geehrte Damen und Herren, 
liebe Genossinnen und Genossen,

in wenigen Tagen jährt sich zum 70. Mal einer der wichtigsten Tage der deutschen Geschichte. 

Der 8. Mai 1945 war der Tag des Kriegsendes in Europa. Und für mich gibt es keinen Zweifel: Es war ein Tag der Befreiung.

In Trauer gedenken wir daher heute aller Kriegstoten und der Opfer der Gewaltherrschaft, wir gedenken der Völker, die im Krieg gelitten haben, der vielen Menschen, die ihr Leben verloren haben. 

Wir gedenken der Sinti und Roma, die verfolgt und ermordet wurden, der getöteten Menschen mit Behinderung, der ermordeten Homosexuellen und der Männer und Frauen, die aufgrund ihrer religiösen und politischen Überzeugung verfolgt wurden.

Wir gedenken der sechs Millionen Juden, die in deutschen Konzentrationslagern getötet wurden. Darunter auch jüdische Mitbürger aus Elmshorn, die im Zuge der so genannten Reichspogromnacht am 10. November 1938 in das KZ Sachsenhausen verschleppt wurden. Und jene Elmshorner Männer, Frauen und Kinder jüdischen Glaubens, die in den folgenden Jahren nach Riga und Theresienstadt deportiert wurden.

Und wir gedenken der Männer, Frauen und Kinder, die bei Fliegerangriffen und bei der Flucht aus ihrer Heimat ums Leben kamen.

Ich möchte heute daran erinnern, dass das Ende der NS-Gewaltherrschaft bei uns in Elmshorn früher begann. Einzelne, mutige Menschen, von denen ich berichten werde, taten sich zusammen und verhinderten mit Courage und Entschlossenheit weiteres Blutvergießen in unserer Stadt. Denn Angst, Terror und Tod waren damals nicht irgendwo anders – der Schrecken war hier vor Ort allgegenwärtig.

Wer aufmerksam durch die Stadt geht, wird durch die vielen Stolpersteine auf Elmshorner Mitbürger aufmerksam gemacht, die vom faschistischem Regime verfolgt, aus ihren Wohnungen gezerrt, ins KZ gebracht und getötet wurden. Jeder konnte miterleben, was jüdische Mitbürger und andere Verfolgte erleiden mussten – von Gleichgültigkeit über Intoleranz bis zum offenen Hass.

Anne Frank, das jüdische deutsche Mädchen, das 1934 mit seinen Eltern in die Niederlande auswanderte, um der Verfolgung durch die Nationalsozialisten zu entgehen und kurz vor Kriegsende dem nationalsozialistischen Holocaust zum Opfer fiel, beschrieb die Zeit in ihrem Tagebuch am 14. Juli 1944 auf sehr eindringliche Weise: „Ich sehe, wie die Welt allmählich in eine Wildnis verwandelt wird. Ich höre den nahenden Donner, der auch uns vernichten wird, ich kann das Leiden von Millionen spüren und dennoch glaube ich, wenn ich zum Himmel blicke, dass alles in Ordnung gehen und auch diese Grausamkeit ein Ende finden wird und dass Ruhe und Frieden wieder einkehren werden.“

Ruhe und Frieden, das Ende von Verfolgung und Terror – das wünschten sich auch Elmshorns Antifaschisten, darunter viele Sozialdemokraten, Gewerkschafter und Kommunisten, die trotz politischer Verfolgung und Verhaftungen durch die Nationalsozialisten noch nicht der Mut verlassen hatte, sich für die Befreiung vom menschenverachtenden System einzusetzen.

Schon kurz nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten 1933 wurden die ersten Sozialdemokraten eingesperrt, gefoltert und ermordet – auch in Elmshorn. Und auch hier hatten viele Genossinnen und Genossen die flammende Rede des SPD-Vorsitzenden Otto Wels noch im Ohr, der am 23. März 1933 im Reichstag erklärt hatte: „Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht!“

Worte, an die sich viele SPD-Mitglieder erinnerten, als am 2. Mai 1933 SA und SS die Gewerkschaftshäuser stürmten, den zuvor gewählten SPD-Bürgermeister Fritz Petersen absetzten, Dutzende von Funktionären verhafteten, misshandelten und töteten. Das offizielle Parteiverbot der SPD kam am 22. Juni 1933. Für den Kampf gegen Hitler gab es nur noch den Weg der Illegalität oder der Emigration. Deshalb sind für mich der Widerstand und das Engagement der Genossinnen und Genossen für die Befreiung Elmshorns eine Heldengeschichte, die es wert ist, immer wieder erzählt zu werden.

Es ist eine Geschichte von Menschen, die nicht arg- und wehrlos bleiben konnten und wollten nach dem Brand der Synagoge am Flamweg, nach der Deportation der jüdischen Nachbarn, der politischen Verfolgung und dem Rechtsentzug – der unaufhörlichen Schändung der menschlichen Würde. Ihr Widerstand war gefährlich. Denn wer Verfolgten half und dabei aufflog, wurde ins Zuchthaus geworfen. Das geschah unter anderem mit Angehörigen der KPD, aber auch mit denen, die Familien von Verhafteten unterstützten. So wurden bei dem so genannten Offenborn-Prozess im Jahr 1934 261 Personen aus dem Kreis Pinneberg – darunter viele Elmshorner – verurteilt, auch alte Menschen und Mütter kleiner Kinder.  In Elmshorn gelang es den Genossinnen und Genossen, zusammenzuhalten und Kontakte zu Kommunisten und Gewerkschaftern aufzubauen – allen Repressalien der Nazis zum Trotz. 

Ende April 1945 trafen sich die Sozialdemokraten Heinrich Hauschildt, Erich Arp, Arthur Geißler, Gustav Werner und Otto Wottrich mit dem KPD-Funktionär Peter Hasenberg in der Butterschmelze am Bauerweg. Mit dabei waren auch Friedrich Weinhold von der SADP und Helmut Poessel von der KPD.

Erich Arp, der später erster SPD-Fraktionsvorsitzender im Schleswig-Holsteinischen Landtag wurde, beschrieb die Beweggründe für die Befreiungsaktion so: „Da uns hier in Elmshorn jedoch der Zusammenbruch der Nazis zu langsam ging, und da wir auch die Neubildung einer Widerstandslinie hier verhindern mussten, haben wir am 2. Mai 1945 – also acht Tage, bevor der Engländer bei uns eintraf, losgeschlagen.“

„Wir“ – das war bei weitem keine Armee, sondern ein paar Mann, eine eingeschworene Gemeinschaft, die es nicht beim Lamentieren und Reden beließ, sondern handelte und es sogar schaffte, sich Gewehre zu besorgen. Es gelang sogar, in aller Heimlichkeit Flugblätter zu drucken. 

Arp und den anderen Widerständlern muss klar gewesen sein, dass sie diese Bemühungen ihr Leben kosten konnten. Eile und höchste Vorsicht waren also geboten. Nachdem Hamburg am 2. Mai 1945 von den Alliierten besetzt worden war, rief die Wehrmacht eine neue Verteidigungslinie im Bereich Elmshorn-Barmstedt-Alveslohe aus. Schützengräben wurden ausgehoben. Das war das Signal für die Antifaschisten. Am 3. Mai wurden Flugblätter verteilt, auf denen die Bevölkerung zum Hissen weißer Fahnen aufgerufen wurde: „Elmshorner! …damit nicht noch fünf Minuten nach zwölf unsere schon schwer mitgenommene Stadt, die mit Menschen überfüllt ist, weiteren Gefahren aus der Luft oder durch Kampfhandlungen ausgesetzt sei, ist in Ruhe, Ordnung und Disziplin die Stadt zu übergeben, jeder Widerstand zu unterlassen und notfalls energisch zu verhindern. Es sind sofort aus jeder Wohnung und auf jedem Betrieb deutlich sichtbar weiße Fahnen zu zeigen, um den Friedenswillen der Stadt zu bekunden.“

Es war der erste Schritt auf dem Weg in die Freiheit.

Viele Elmshorner wollten endlich Frieden, und es schien so, als ob sie nur auf diesen Aufruf gewartet hätten.  „Die Bevölkerung war aufs äußerste gereizt, und zum Schluss machen entschlossen und viele verteidigten aktiv ihre weißen Fahnen“, erzählte Erich Arp, der am 4. Mai mit Arthur Geißler sogar auf den Elmshorner Kirchturm stieg und vier große weiße Bettlaken dort befestigte.

Dann ging es Schlag auf Schlag.

Bereits am 4. Mai wehten am Elmshorner Gewerkschaftshaus wieder die Gewerkschafts- und die SPD-Fahnen. Am 6. Mai erhielt der noch von den Nazis eingesetzte Bürgermeister Küster Stadtverbot, und der Gewerkschaftsausschuss setzte Heinrich Hauschildt als Bürgermeister und Arthur Geißler als Ersten Beigeordneten und Polizeichef ein.

Als britische Truppen am 10. Mai 1945 Elmshorn besetzten, machten sie gleich Bekanntschaft mit den mutigen und selbstbewussten Genossinnen und Genossen. 

Erich Arp und die neue Verwaltung um Hauschildt und Geißler trafen sich in den folgenden Tagen mit dem britischen Major Ryder und erläuterten ihm die besonderen Verhältnisse in Elmshorn. Ryder verlangte eine Waffenabgabe. Hierüber kam es zum Streit, zu Verhaftungen und Bestrafungen, die Arp und Geißler bis Mitte Juli eine Rückkehr nach Elmshorn verwehrten.

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass die Militärregierung am Ende doch die führenden und von ihr bestraften Funktionäre der SPD und auch der KPD in das Elmshorner Stadtparlament berufen muss, Heinrich Hauschildt erneut als Bürgermeister eingesetzt und Erich Arp schließlich zum Landesminister ernannt wird. Deren demokratische Energie, tiefe Verankerung in Elmshorn und ihr ungebrochenes Vertrauensverhältnis zur Bevölkerung haben sich am Ende erfolgreich durchgesetzt.

Als die Funktionäre von SPD und KPD in Elmshorn die weißen Fahnen hissen, ist das jüdische Mädchen Anne Frank bereits tot. Anfang März 1945 starb sie im KZ Bergen-Belsen. 

Einer der letzten Einträge in ihrem Tagebuch lautet:"Einmal wird dieser schreckliche Krieg doch aufhören, einmal werden wir auch wieder Menschen und nicht allein Juden sein."

Die Selbstbefreiung Elmshorns bleibt ein für Deutschland fast einmaliges Beispiel von Freiheitswillen, Mut, Selbstbewusstsein und Bereitschaft zur Verantwortung, an das wir, die wir heute in gefahrlosen und gefestigten Zeiten leben dürfen, immer wieder erinnern müssen.

Nie wieder Faschismus!
Nie wieder Krieg!

11 Tage im Mai 1945

Eine einmalige Geschichte über die Selbstbefreiung Elmshorns und die Revolution an der Krückau

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Elmshornerinnen und Elmshorner,

zum 70. Jahrestag der Selbstbefreiung Elmshorns wollen wir die Erinnerung wachhalten an den Freiheitswillen der Elmshorner Bevölkerung und an diejenigen, die für ihre ihre Überzeugung und ihr Engagement gegen die Nazis ermordet wurden. Wir zeigen hier die Ereignisse vom Mai 1945 auf, wie sie uns von Zeitzeugen übermittelt wurden.

Wir laden Sie herzlich dazu ein, mit uns gemeinsam bei unserer Kranzniederlegung am Gedenkstein am Rathaus und bei unserer Radtour mit der Elmshorner AG Stolpersteine zu zeigen, dass sich Elmshorn seiner Verantwortung durch das Gedenken an die Opfer des Naziregimes stellt.

Ihr 
Dr. Ernst Dieter Rossmann
Vorsitzender der SPD Elmshorn

Die Konspiration in der Butterschmelze

Trotz der massiven Repression unter den Nazis gibt es besonders in Elmshorn funktionierende Netzwerke und Gesprächskontakte zwischen Sozialdemokraten, Kommunisten, Gewerkschaftern, die sich angesichts des Kriegsendes verdichten. Die führenden Parteifunktionäre Heinrich Hauschildt (SPD) und Peter Hasenberg (KPD) , gerade aus der Haft entlassen, treffen sich schließlich Ende April1945 mit Erich Arp und Arthur Geißler, Gustav Werner und Otto Wottrich von der SPD, Friedrich Weinhold von der SADP und Helmut Poessel von der KPD und diskutieren angesichts der Auflösungserscheinungen von staatlichen und militärischen Stellen Maßnahmen zur Herstellung von Sicherheit und Ordnung. Und sie treffen bei diesen konspirativen Beratungen in der Butterschmelze von Erich Arp bereits sehr klare Festlegungen zur Übernahme der Stadtverwaltung.

Weiße Fahnen auf der Nikolai-Kirche

Noch eine Woche vor Kriegsende, am 26. April, muss Elmshorn mit 89 Toten den opferreichsten Luftangriff britischer Bomberverbände hinnehmen. Die Bevölkerung wird immer kriegsmüder. Arp und Geißlerverfassen und bringen in Elmshorn ein Flugblatt in Umlauf mit der Forderung nach einer Beendigung aller militärischen Handlungen "Jagt sie fort, diese Kriegsverlängerer." Die Ereignisse überstürzen sich. Elmshorn gerät in die Wirrnisse von neuen   Hauptkampflinien, Rückzugsmanövern von Wehrmacht und SS, vorrückenden Engländer-Truppen im Kreis Pinneberg und immer noch mehr oder minder regierenden Dönitz-Nazis in Schleswig-Holstein und auch in Elmshorn. Am 3. Mai, schon 2 Tage vor der offiziellen Kapitulation und unter den Augen der Nazis, wird für Elmshorn die "Aktion weiße Flagge" ausgerufen. Die Stadt soll -nach dem Vorbild in Harnburg- kampflos den heranrückenden britischen Truppen übergeben werden. Es wird eine große weiße Fahne auf dem Turm der Nikolai-Kirche gesetzt, während gleichzeitig noch 55-Verbände drohend und auch schießend durch die Stadt ziehen.

Die SPD-Kartei aus dem Hühnerstall

In den folgenden Tagen bereitet der "Antifaschistische Ausschuss" planmäßig die Übernahme der Stadtverantwortung vor. Bereits am 4. Mai zeigt sich das Elmshorner Gewerkschaftshaus wieder im Schmuck von einem halben Dutzend Gewerkschaftsfahnen und der SPD-Fahne. Erich Arp, der führende Kopf der Elmshorner Selbstbefreiungsbewegung erinnert sich : "Und einer hatte aus einem Hühnerstall die SPD - Kartei wieder ausgegraben und kam damit an ... Das war eine Seligkeit."

Weg mit dem Nazi-Bürgermeister

Am Sonntag, dem 6. Mai wird der noch von den Nazis eingesetzte Bürgermeister Küster der Stadt verwiesen. Der Gewerkschaftsausschuss setzt neue Exekutivorgane mit Heinrich Hauschildtals Bürgermeister und Arthur Geißler als Ersten Beigeordneten und Polizeichef ein. Als Verwaltungsbeamter steht dem Bürgermeister Stadtoberinspektor Langbehn zur Seite. Damit hat die Antifa-Bewegung die Stadtgeschäfte in die Hand genommen.

Aus der Verhaftung in die Verantwortung

Erst am 10 Mai besetzten britische Truppen die Stadt. Erich Arp und die neue Verwaltung um Hauschildt und Geißler treffen sich in den folgenden Tagen mit dem britischen Major Ryder und erläutert ihm die besonderen Verhältnisse in Elmshorn. Ryders verlangt eine Waffenabgabe. Hierüber kommt es zum Streit, zu Verhaftungen und Bestrafungen, die Arp und Geißler bis Mitte Juli eine Rückkehr nach Elmshorn verwehren. in der Zwischenzeit hat die britische Militärregierung das Heft in die Hand genommen. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass die Militärregierung am Ende doch die führenden und von ihr bestraften Funktionäre der SPD und auch der KPD in das Elmshorner Stadtparlament berufen, Heinrich Hauschild erneut als Bürgermeister einsetzt und Erich Arp schließlich zum Landesminister ernannt wird. Deren demokratische Energie, tiefe Verankerung in Elmshorn und ihr ungebrochenes Vertrauensverhältnis zur Bevölkerung haben sich am Ende erfolgreich durchgesetzt. Die Selbstbefreiung Elmshorn bleibt ein für Deutschland fast einmaliges Beispiel von Freiheitswille, Mut, Selbstbewusstsein und Bereitschaft zur Verantwortung. An das müssen wir, die wir in gefahrlosen und gefestigten Zeiten leben dürfen, immer wieder erinnern.

Weiterführender Link

Wer sich über die Arbeit der AG Stolpersteine informieren möchte, dem sei ein Besuch der Homepage der Initiative empfohlen.

Peter Gronwaldt feierte seinen 80. Geburtstag

Der ehemalige Bürgervorsteher und Stadtrat für das Schulwesen interessiert sich nach wie vor für das Bildungswesen in Elmshorn

Mit einem großen bunten Blumenstrauß haben die Elmshorner Sozialdemokraten ihrem langjährigen Kommunalpolitiker und Stadtrat Peter Gronwaldt zu seinem 80. Geburtstag gratuliert. Peter Gronwaldt, der mit seiner Frau Helga, im schmucken Heim an der Holunderstraße lebt, war in seiner kommunalpolitischen Laufbahn nicht nur Stadtrat für das Schulwesen, sondern auch als Bürgervorsteher und Vorsitzender des Elmshorner Stadtverordnetenkollegiums  der "Erste Bürger von Elmshorn“.

Mit dem SPD-Ortsvorsitzenden Ernst Dieter Rossmann und dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft 60plus in der SPD Robert Sonnleitner, die beide zusammen mit Peter Gronwaldt auch viele Jahre zusammen im Stadtverordnetenkollegium gewirkt hatten, wurden am Geburtstag des Jubilars viele Erinnerungen ausgetauscht und auch ein Blick in die Zukunft gewagt. So war der Jubilar vor vielen Jahrzehnten durch seine ehrenamtliche Arbeit im der Elternvertretung einer Schule durch den damaligen SPD-Landtagsabgeordneten und Stadtpolitiker Joachim Harms für die SPD und die Kommunalpolitik gewonnen worden und ist díesem Aufgabengebiet auch in der weiteren Tätigkeit immer treu geblieben.

So freute den Jubilar denn auch besonders, dass die SPD Elmshorn sich in ihrer Stadtpolitik nach wie vor sehr engagiert für die Schulen einsetzt und hier bei aller finanzpolitischen Enge hier auf hohem Niveau viel getan wird. Peter Gronwaldt: „Gut gepflegte Schulen sind ein Markenzeichen, dass jede Stadt schmückt und für das sich alle weiter nachdrücklich einsetzen müssen.“

Elmshorner SPD begrüßt Demokratieinitiativen der Bundesparteien

Bürgerdiskussion vor Ort beginnen

Die Generalsekretäre der drei Koalitionsparteien CDU, CSU und SPD wollen bei Vorschläge, wie die Beteiligung bei Wahlen erhöht werden können, mit ihren Kollegen von Grünen, Linkspartei und FDP kooperieren.  Für die Elmshorner SPD ist dies ein gutes Zeichen, dass die parteiübergreifende Initiative aus dem Kieler Landtag zur Erhöhung der Wahlbeteiligung jetzt auch auf der Bundesebene angekommen ist. Hans-Joachim Seiffert, Pressesprecher des SPD-Ortsverbandes: „Für die Bundestagswahlen muss hierzu schließlich das Wahlgesetz geändert werden, weshalb rechtzeitige Beratungen auf der Bundesebene nur hilfreich sein können.“ 

So wird nach den verschiedenen Vorschlägen von SPD und CDU und CSU jetzt erwogen, die Öffnungszeiten der Wahllokale zu verlängern, z.B. auf 20.00 Uhr. Auch der Vorschlag eines Wahlwochenendes ist im Gespräch. Die SPD hat auf Bundesebene „mobile Wahlurnen“ in die Diskussion gebracht. Dafür sei allerdings ein bundesweites Wahlregister erforderlich. Der bisherige besondere Wahlschein müsse abgeschafft werden. Dafür seien Personalausweis oder Reisepass dann ausreichend. Seiffert stellt hierzu für die Elmshorner SPD fest: „Wenn es mit der Verwirklichung dieser Ideen mit dazu kommen könnte, die Wahlbeteiligung wieder um ein paar Prozente nach oben zu ziehen, hätte sich die Mühe jedenfalls schon gelohnt.“ 

Positiv angekommen ist bei der Elmshorner SPD auch die Verabredung der Bundesparteien, eine Aktion unter dem Motto „Demokratie stärken“ zu starten. Auf Veranstaltungen in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen soll für eine stärkere Beteiligung an demokratischen Prozessen geworben werden. Seiffert: „Das ist auch eine gute Möglichkeit für Elmshorn.“ Die SPD will jedenfalls in Gesprächen mit der Stadtverwaltung, den anderen Parteien und auch den Elmshorner Bildungseinrichtungen weiter am Ball bleiben und sich auch nicht von „vordergründiger Kritik“ an der Kieler Landtagsinitiative von diesem Projekt abbringen lassen. Seiffert: „Wenn die Kieler Landtagsinitiative jetzt schon die Bundespolitik erreicht hat, sollte sie doch genauso gut auch die kommunale Ebene zu eigenen Ideen anregen.“ 

Die Elmshorner SPD weist in diesem Zusammenhang auch noch einmal auf die Möglichkeit hin, sich im Netz am öffentlichen Diskussionsforum des Kieler Landtages zu beteiligen. In den Foren können sich Interessierte hier über die Vorstellungen der Landtagsparteien informieren und in einem 6. Forum auch ihre eigenen Ideen zur Diskussion stellen. Die Elmshorner SPD plant hierzu auch ein Bürgergespräch vor Ort, dessen Ergebnisse dann in die Landtagsdiskussion eingebracht werden sollen.

Einwanderungsland Deutschland

Lebhafte Diskussion über neue Konzepte beim SPD-Wasserturm-Frühstück in Elmshorn

Einwanderungspolitik ist dann erfolgreich, wenn sie von einer breiten gesellschaftlichen Unterstützung getragen wird. Einwanderung lässt sich nicht gegen, sondern nur mit breiter Zustimmung der Gesellschaft gestalten. Dies war das übereinstimmende Ergebnis in der offenen Diskussionsrunde, zu der der Elmshorner SPD-Bundestagsabgeordnete und SPD-Ortsvereins-vorsitzende Ernst Dieter Rossmann kürzlich im Rahmen seines „Wasserturm-Frühstücks“ eingeladen hatte. Schon traditionell wird dort bei einem zweiten Frühstück mit belegten Brötchen und gutem Kaffee jeweils eine aktuelle Frage aus der Bundespolitik mit einer Runde aus interessierten Bürgerinnen und Bürgern und SPD-Mitgliedern erörtert. 

Mit der Frage, wie ein Einwanderungsgesetz für Deutschland aussehen könnte, wagte die Runde einen Blick in die langfristige Zukunft. Ernst-Dieter Rossmann: „Auf Grund der demographischen Entwicklung verlieren wir in den kommenden zehn Jahren bis zu 6,7 Millionen Erwerbsfähige. Das ist aktuell die größte Herausforderung für unsere Volkswirtschaft, auf die wir Antworten geben müssen.“ An erster Stelle müssen dabei sicherlich alle erforderlichen Anstrengungen stehen, um die über 1,5 Millionen jungen Menschen in Deutschland zwischen 25 bis 34 Jahren, die bisher keine Berufsausbildung haben, in eine solche Ausbildung zu bringen. Auch müsste die Langzeitarbeitslosigkeit Schritt für Schritt vermindert werden und die Erwerbstätigkeit von Frauen, die vielfach gegen ihren eigen Wunsch nur mit 450€-Jobs oder Teilzeitstellen beschäftigt sind, müsse erhöht werden. Rossmann: „Dennoch ist Deutschland zusätzlich auf die Einwanderung qualifizierter Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen.“ 

Auch wenn derzeit viele weitere zusätzliche Einwanderer nach Deutschland kämen, so sei hiervon doch die größte Zahl qualifizierte Arbeitskräfte aus der EU. Wenn sich die Beschäftigungslage im Süden Europas hoffentlich wieder verbessern wird, werde der Zuzug aus diesen Ländern schnell wieder abnehmen. Für die SPD kommt es daher darauf an, dass sich Deutschland rechtzeitig auf erfolgreiche und qualifizierte Einwanderer aus Drittstaaten bemüht und vor allem bessere Anstrengungen macht, in Deutschland lebende Menschen mit einem Aufenthaltsstatus schneller und erfolgreicher an die Berufstätigkeit heranzuführen. 

Die Kürzung der Frist für den Zugang zum Arbeitsmarkt auf drei Monate bzw. der Entfall der Vorrangprüfung nach 15 Monaten und dessen gänzliche Abschaffung für Mangelberufe und bei inländischer Ausbildung wurde allgemein begrüßt. Rossmann: „Umso wichtiger ist jetzt, dass wir auch bei den Sprachkursen für Flüchtlinge und Menschen mit einer Duldung endlich zu konkreten Verbesserungen kommen.“ 

Übereinstimmung in der Diskussion bestand auch darin, jugendlichen Geduldeten und Asylsuchenden den Aufenthalt bis zum Abschluss einer Ausbildung zu gewähren und auch eine Frist für anschließende Arbeitssuche einzubeziehen. Dies würde auch den dringenden Wunsch von Handwerkskammern und Kirchen, dem Deutschen Gewerkschaftsbund und dem Bund der Arbeitgeber mit aufnehmen. 

Rossmann: „Auf solch breite Bündnisse müssen wir aufsetzen, wenn wir die Diskussion über ein Zuwanderungsgesetz nach kanadischem Muster führen wollen.“ Ein Vorteil des Erfolgsbeispiels aus Kanada sei hier insbesondere die flexible und nachfrageorientierte Steuerung nach einem transparenten Punktesystem, auf das sich alle Beteiligten einstellen könnten. Ein Verständnis von Deutschland als Einwanderungsland nur noch für beruflich sehr gut Qualifizierte wurde in der Diskussion allerding für zu verengt angesehen. Deutschland müsse auch immer bereit sein, Flüchtlinge aufzunehmen und auch Asylsuchenden Unterstützung zu geben. Rossmann: „Dies ist eine humanitäre Aufgabe, bei der wir froh sein dürfen, wie viele Menschen sich hier freiwillig engagieren, weil sie den betroffenen Menschen unmit-telbar helfen und einen Einstieg ermöglichen wollen.“

Neues SPD-Partei- und Wahlkreisbüro: Brot und Salz zum Einzug

Das ließen sich mehr als 50 Elmshorner Sozialdemokraten nicht entgehen: Der Ortsverein und die SPD-Landtagsabgeordnete Beate Raudies eröffneten kürzlich auf Klostersande ihre neuen gemeinsamen Büroräume. „Nach 152 Jahren sind wir in den Stadtteil Klostersande zurück gekehrt“, sagte der Ortsvereinsvorsitzende Ernst Dieter Rossmann in seiner Begrüßungsrede. Denn bereits 1863 wurde hier eine der ersten Lasalle-Gemeinden Deutschlands gegründet – die Vorläufer der heutigen SPD.

Unter den Gästen befanden sich unter anderem der Elmshorner Bürgervorsteher Karl Holbach, der SPD-Kreisvorsitzende Thomas Hölck und Hannes Birke, Chef der SPD-Kreistagsfraktion. Thomas Hölck überreichte nach altem Brauch zum Einzug Brot und Salz als Glücksbringer.

Auch das neue Wahlkreisbüro von Beate Raudies wurde von den Besuchern begutachtet. Sie wird in den Räumlichkeiten künftig regelmäßig Bürgersprechstunden anbieten und zu Diskussionsrunden einladen.

Dr. Brigitte Fronzek zur Delegierten gewählt

Elmshorns langjährige Bürgermeisterin Dr. Brigitte Fronzek ist weiterhin in der SPD aktiv. Auf dem jüngst durchgeführten Landespartei der SPD in Neumünster hat sie als Delegierte für die nächsten Bundesparteitage kandidiert und wurde von den Delegierten mit einem der besten  Ergebnisse zur Delegierten für die nächsten zwei Jahre gewählt. Weitere Delegierte aus dem Kreis Pinneberg sind der Barmstedter Stefan Bolln und die Quickbornerin Elke Schreiber.

Brigitte Fronzek ist auch in anderer Funktion noch auf Ebene der Bundespartei aktiv. Sie ist Mitglied in der neunköpfigen Kontrollkommission, die die Arbeit des Parteivorstandes überprüft und Beschwerden über dessen Arbeit behandelt. Das Gremium tagt mehrfach im Jahr in Berlin und ist unabhängig besetzt. Seine Mitglieder dürfen weder dem Parteivorstand angehören noch hauptamtlich bei der SPD beschäftigt sein. Gewählt wurde Brigitte Fronzek in dieses Ehrenamt auf dem letzten Bundesparteitag der SPD.

Elmshorner Delegierte beim Landesparteitag der SPD

Der SPD–Landesvorsitzende Ralf Stegner und die beiden  Bewerber aus dem Kreis Pinneberg, die auf dem Landesparteitag der SPD am Wochenende in Neumünster für den Landesvorstand kandidieren, können mit nachhaltiger Unterstützung auch aus dem Elmshorner SPD–Ortsverband rechnen.

Immerhin sind mit der Hauptausschussvorsitzenden Dörte Köhne–Seiffert, dem Fraktionsvorsitzenden Ulli Lenk, der Landtagsabgeordneten Beate Raudies, dem Ortsvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Ernst Dieter Rossmann und dem Stadtverordneten Kai Olaf von Wolff fünf Delegierte aus Elmshorn dabei, die alle politischen Ebenen von Kommune, Land und Bund repräsentieren. Der SPD–Ortsvorsitzende: „Wir finden, dass Ralf Stegner eine sehr gute Arbeit als Landesvorsitzender und Fraktionsvorsitzender gemacht hat. Mit klarem Profil, viel Aktivität bis in kleine Regionen des Landes hinein und neuen Ideen für unseren Landesverband. Er hat unsere Unterstützung und wir freuen uns, dass mit Christiane Küchenhoff als stellvertretender Landesvorsitzender und Stefan Bolln als Schatzmeister bedeutende Funktionen in der Landespartei aus dem Kreis Pinneberg zur Wahl stehen. Der Kreis Pinneberg ist hier ein Kraftpaket innerhalb der SPD und der Elmshorner SPD–Ortsverein hat hier als einer der größten Ortsvereine auch ein besonderes Gewicht.“

Inhaltlich steht bei dem Landespartei die Auseinandersetzung um die Förderung von mehr sozialer Gerechtigkeit im Mittelpunkt. Dieser Schwerpunkt deckt sich mit den Initiativen der Elmshorner SPD, die sich vor allen Dingen für junge Familien und in der Bildung mehr Chancengleichheit auf die Fahnen geschrieben hat. 

Wahl in Hamburg und Politik vor Ort

Als „ein sehr positives und hoffnungsvolles Signal für die gesamte SPD“ werten Dr. Ernst Dieter Rossmann und seine Mitstreiter im Ortsvorstand der Elmshorner Sozialdemokraten den Ausgang der Wahl zur Hamburgischen Bürgerschaft: „Die Gratulation geht an Bürgermeister Olaf Scholz und die Hamburger SPD für ein fantastisches Wahlergebnis.“

„Mit dem eindrucksvollen Votum für die SPD haben die Wähler den in der vorherigen Wahl gegebenen Vortrauensvorschuss in einen Politikwechsel für die Hansestadt erneut deutlich ausgesprochen,“ zeigt sich der Pressesprecher der Elmshorner SPD, Hans-Joachim Seiffert, überzeugt: „Hier wird das verlässliche und verantwortungsvolle Handeln der Sozialdemokraten in verantwortlicher Position und die konsequente Umsetzung der Wahlversprechungen von vor vier Jahren honoriert; aber auch die Zustimmung zu den Vorstellungen und Plänen der SPD für die Zukunft Hamburgs ausgedrückt.“

Die Gesellschaft an entscheidender Stelle mit zu gestalten, das in die SPD gesetzte Vertrauen zu erfüllen und die sozialdemokratischen Vorstellungen für die Zukunft einzubringen und durchzusetzen, ist jedoch nicht nur für die SPD in Hamburg und im Bund das Thema, sondern auch für die Sozialdemokratie vor Ort. Hier sieht sich der Elmshorner Ortsverein auf einem guten Weg. „Unser umfangreiches Kommunalwahlprogramm ‚Gemeinsam für unsere Stadt’, für das wir bei der Kommunalwahl 2013 mit 42 Prozent die größte Zustimmung unter den Elmshorner Parteien erlangt haben, ist dabei der Leitfaden“, so Seiffert.

An der vorgegebenen Richtschnur sozial, gerecht und vor Ort richten sich für den Ortsvereinsvorsitzenden Rossmann auch die Ideen, Initiativen und Schwerpunkte der Elmshorner SPD für das Jahr 2015 aus. In den besonderen Fokus rücken dabei die jungen Familien in Elmshorn mit den Fragen zur Quantität und Qualität bei der Versorgung mit Krippen- und KiTa-Plätzen, zum Ausbau der Ganztagsbetreuung und zu den Fragen, die sich aus den Anforderungen der Wohnsituation für  junge Familien und der Mobilität für die Stadt ergeben.

Ein weiterer Schwerpunkt der Stadtpolitik für das Jahr 2015 ist für Pressesprecher Seiffert die Fortschreibung des Stadtumbaus: „Die weitere Umgestaltung des Quartiers Krückau/Vormstegen samt des Neubaus des Rathauses, die Fragen zur Neugestaltung des Bahnhofsumfelds und die damit zusammenhängende Verknüpfung des öffentlichen Personennahverkehrs, aber auch die Fragen, wie wir weiteren Wohnraum schaffen, zusätzliche Arbeitsplätze und Unternehmen nach Elmshorn holen und unsere Gewerbegebiete erweitern können, werden uns auch in diesem Jahr intensiv beschäftigen.“

„Gemeinsam Verantwortung für das Zusammenleben zu tragen“ drückt sich für den Ortsvereinsvorsitzenden Rossmann auch in dem im letzten Jahr mit den Stimmen der SPD gefassten Beschluss aus, Elmshorn zu einer Fairtrade-Stadt zu entwickeln: „Unser Ziel ist es, mit vielen Initiativen und Veranstaltungen, mit Einladungen an Initiativen anderer Städte und Gemeinden und mit einer Verknüpfung zu der Diskussion um TTIP und CETA dieses Thema voranzubringen.“

Nachdrücklich drängt die Elmshorner SPD auch auf die Umsetzung der Ideen und Vorschläge der parteiübergreifenden Initiative „Demokratie lebt von Beteiligung“ des schleswig-holsteinischen Landtags vor Ort. „Dabei ist nicht nur die Stadtverwaltung aufgefordert, neue Wege zu eröffnen, sondern wir alle“, erläutert Rossmann und stellt dabei nicht nur neue Formen von Bürgerbeteiligung in den Vordergrund, sondern auch die ganz klassische Arbeit der Parteien vor Ort, „wie sie bei uns im Ortsverein auch gelebt wird mit vielfältigen Veranstaltungen der Partei und unserer Fraktion, mit Projektdiskussionen, Infoständen sowohl in der Königstraße als auch in den einzelnen Stadtteilen und der Beteiligung an Aktionen.“

Klostersande  - ein Stattteil zwischen Schifffahrt und Industrie 

Ein volles Haus konnten die Elmshorner Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten bei ihrem traditionellen „Graue-Erbsen-Essen mit kultureller Beilage“ verzeichnen. Denn mit dem angekündigten Vortrag von Jürgen Wohlenberg, langjähriger SPD-Stadtverordneter und sehr aktiver Mitarbeiter im Elmshorner Stadtarchiv, hatte die SPD offensichtlich ins Schwarze getroffen. Sein Vortrag zur Geschichte des Elmshorner Stadtteils Klostersande stieß auf allergrößtes Interesse. An Hand von interessanten Urkunden und Bildern, die teilweise auch die eigene Familiengeschichte rund um Klostersande mit einbezogen, zeichnete der Referent ein interessantes Entwicklungsbild des besonders alten Elmshorner Stadtteils aus dem 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart. 

Besonders die starke Verbindung Klostersandes zu Fischerei, Schifffahrt und Schiffsbau beindruckte. Aber auch die Entwicklung von Handwerk und Industrie war für viele Zuhörerinnen und Zuhörer von großem Interesse. Schließlich zeichnet sich dieser Stadtteil in Innenstadtnähe immer noch durch eine Durchmischung von traditionsreichen Industriebetrieben und einem innenstadtnahen Wohnen aus, wie es an anderen Stellen der Stadt schon lange nicht mehr zu finden ist. Dass auch das kulturelle Leben auf Klostersande nicht zu kurz kam, wurde an den Darstellungen zur Entwicklung von Gastronomie bis hin zum alten Lichtspielhaus „Astoria“, dem jetzigen Stadttheater deutlich.

Für die SPD-Mitglieder unter den Gästen war natürlich von besonderem Interesse, dass Klostersande schon immer ein Stadtteil mit einer besonderen Bedeutung für die SPD-Geschichte gewesen ist. Hier soll nach der Geschichte der Elmshorner SPD durch den Lederarbeiter Popp und weiteren Arbeitern vor über 150 Jahren die erste Lassalle´sche Gemeinde gegründet worden sein. SPD-Ortvereinsvorsitzender Ernst-Dieter Rossmann dankte dem Vortragenden mit einem beziehungsreichen Geschenk, einer Flasche Aquavit der Marke Klostersande von der Firma Asmussen, die immer noch auf Klostersande ihre Produktionsstätte hat.

Mehr Zeit für Familie

SPD-Fachgespräch fordert mehr Spielräume für junge Eltern

Vielen Eltern fällt es schwer, ihren Beruf mit der Familie zu vereinbaren. Sie wünschen sich ein besseres Gleichgewicht zwischen Arbeit und Privatleben und mehr Zeit für Familie und Partnerschaftlichkeit. Dass diese Wünsche eine politische Gestaltung von entsprechenden Rahmenbedingungen erfordern, war ein interessantes Diskussionsthema der SPD-Gesprächsrunde unter der Fragestellung: „Was kann die Politik für junge Familien tun?“ Hierzu hatten Hanna Braatz, Leiterin der Familienbildungsstätte Elmshorn, Helga Kell-Rossmann, Kreistagsabgeordnete aus Elmshorn und Beate Raudies, Elmshorner SPD-Landtagsabgeordnete, eine Fülle an Ideen in die offene Gesprächsrunde im Café Auszeit mitgebracht. 

Einigkeit bestand darin, dass gute Kindertagesstätten nicht nur eine wichtige Stütze für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind, sondern auch im Interesse von Eltern wie Kindern und derer guten Entwicklung liegen. Hier werden neue Initiativen zu mehr Qualität in der Betreuung und Förderung der Kinder gebraucht. Beate Raudies: „Das wird nur in einer konzentrierten Aktion von Bund, Ländern und Kommunen gehen, denn hierfür sind noch viele zusätzliche Mittel erforderlich.“ Die Landtagsabgeordnete erinnerte auch daran, dass Schleswig-Holstein aus historischen Gründen noch immer sehr hohe Kindergartenbeiträge im Bundesvergleich hat, deren Reduzierung, so Beate Raudies, sicherlich die größte materielle Hilfe für junge Familien wären. Der Aufbau einer besseren Begleitung und Förderung von Kindern dürfe dabei aber nicht bei den Kindertagestätten stehen bleiben, sondern müsse auch über feste Grundschulzeiten bis hin zur qualitätsvollen Ganztagsschule schrittweise fortgesetzt werden.

Dass dies nur schrittweise geschehen könne, aber dafür planvoll geschehen müsse, war auch das Plädoyer der Kreistagsabgeordneten Helga Kell-Rossmann. Sie erweiterte den Diskussionsrahmen um Ideen zu einem familienpolitischen Präventionskonzept, die auch von Hanna Braatz als Expertin aus der Familienbildungsstätte nachdrücklich unterstützt wurden. Hanna Braatz legte dabei insbesondere darauf Wert, dass Familienbildung für alle Eltern zugänglich sein müsse, was auch bei den Kursgebühren unbedingt gesichert bleiben müsste. Auf großes Interesse in der Diskussion stieß hierbei die SPD-Initiative der Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig, über eine Famlienarbeitszeit, die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie gerade für junge Eltern deutlich zu verbessern. Mit dieser Famlienarbeitszeit sei ein wichtiges Anliegen der mittleren Generation erkannt, das jetzt aufgegriffen werden müsse. Die Zeit für Familie und Freunde ist gerade für diese Generation ein Schlüsselthema der Lebensplanung, wie auch Beate Raudies als Landtagsabgeordnete herausstellte. Mehr Zeit für die Familie sei Beschäftigten genauso wichtig wie ein hohes Gehalt. „Denn Familienzeit ist etwas wertvolles“, so Hanna Braatz in ihrem Resümee zur Diskussion. 

Die Elmshorner Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten wollen die Anregung aus der ersten Diskussionsrunde, die sie zu ihren Schwerpunktthema Familie in diesem Jahr gebildet haben, jetzt aufnehmen und auch in die konkrete Kommunalpolitik einfließen lassen. Ernst-Dieter Rossmann, SPD-Bundestagsabgeordneter und Ortsvereinsvorsitzender: „Die entscheidenden Weichen werden hier natürlich auf Bundes- und Landesebene gestellt, aber auch in der Stadtpolitik leistet Elmshorn schon sehr viel und sollte diesem guten Ruf mit schrittweisen weiteren Verbesserungen gerecht werden. Der weitere Ausbau der Kindertagesstätten steht hier sicherlich mit an erster Stelle, genauso wie die die weiteren Investitionen in die Elmshorner Schulen.“

Im Dialog mit der Polizei
 - SPD-Politiker für ständige Bundespolizei-Präsenz in Elmshorn

Von den Heizungsanlagen in den neuen Räumlichkeiten des Elmshorner Polizeireviers an der Moltkestraße, das ja bekanntlich die benachbarten Räume des ehemaligen Arbeitsgerichts dazu bekommen hat, über die Ausstattung mit Fahrzeugen bis zur Videoanlage am Elmshorner Bahnhof und den Perspektiven der Stadtwache ging der Themenkatalog, zu dem sich die Führung des Elmshorner Polizeireviers und SPD-Politiker aus Bund, Land und Stadt kürzlich zu ihrem Jahresgespräch getroffen haben. Für das Polizeirevier Elmshorn nahm hieran der neue Revierleiter, Polizeihauptkommissar Thorsten Buchwitz und sein stellvertretender Revierleiter, Hartwig Ridder, sowie der Dienststellenleiter der Kriminalpolizei in Elmshorn, Dietmar Engelhorn und von Seiten der SPD der Bundestagsabgeordnete und Ortsvorsitzende Dr. Ernst Dieter Rossmann, seine Landtagskollegin Beate Raudies und der Elmshorner SPD-Fraktionsvorsitzende Ulrich Lenk teil. 

Im intensiven Gedankenaustausch waren sich alle Beteiligten einig, dass sich das Konzept einer besonderen Stadtwache in der Elmshorner Innenstadt nach wie vor bewährt hat. Selbst wenn auf Dauer nicht garantiert ist, dass diese Stadtwache ihren Platz in der alten Pizzeria in Rathausnähe behalten kann, sollte in jedem Fall rechtzeitig ein vergleichbar guter Innenstadtstandort gefunden werden. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Ulrich Lenk hierzu: „Die Stadtwache und die Präsenz von Polizeibeamten im bürgernahen Streifendienst, gerade auch in der Innenstadt, sorgen für Vertrauen und Aufmerksamkeit und unterstreichen die bürgernahe Arbeit der Elmshorner Polizei.“ Die SPD-Stadtpolitiker sagten zu, das Anliegen einer Stadtwache auch bei den Neuplanungen zum Rathausstandort mit im Auge zu behalten. Weitere Diskussionspunkte waren die technischen Erneuerungen, was IT-Ausstattung und Fahrzeuge angeht, für die sich besonders die Landtagsabgeordnete Beate Raudies interessierte und die von den Leitungskräften des Elmshorner Polizeireviers als sehr positiv beurteilt wurden. Für den Bundestagsabgeordneten Dr. Ernst Dieter Rossmann war die Entwicklung des Einsatzes der Bundespolizei besonders wichtig. Die Vertreter des Elmshorner Polizeireviers lobten hierbei insbesondere die gute Zusammenarbeit zwischen Bundes- und Landespolizei, denn trotz der prinzipiellen Trennung zwischen den jeweiligen Kontrollgebieten gibt es hier ein gutes Zusammenspiel. Für Rossmann kommt es jetzt darauf an, dass auch in Zukunft personelle Präsens der Bundespolizei in Elmshorn gesichert bleibt. Rossmann: „Zusätzliche Stellen für die Bundespolizei sind mit dem Haushalt 2015 ja vor allen Dingen durch das Parlament bereitgestellt worden, um die Sicherung des zurück geholten Goldes der Bundesbank zu garantieren. Hier muss jetzt gemeinsam daran gearbeitet werden, dass auch in Zukunft eine ausreichende Präsenz der Bundespolizei in Elmshorn erhalten bleibt, auch wenn die Kollegen gegenwärtig zum Teil sehr weite Wege aus dem norddeutschen Raum bis zu ihrem Standort in Elmshorn machen müssen.“

Großes Interesse bei den SPD-Politikern fand auch das neue Einsatzkonzept der Landespolizei zur Prävention und Aufklärung von Diebstählen, auch wenn der Zeitraum für eine abschließende Beurteilung über die Wirksamkeit dieses Konzeptes sicherlich noch zu kurz ist. So zeigen jüngste Statistiken, dass Schleswig-Holstein hier auch im Bundesvergleich auf einem guten Weg sein könnte. Die Fachleute von der Polizei wiesen die Politiker allerdings darauf hin, dass für stabile Aussagen ein längerer Beobachtungszeitraum notwendig ist, weil schon wenige Veränderungen in der durchreisenden Bandenkriminalität die Einbruchssituation stark verändern können. Rossmann: „Es ist gut, wenn es hier neue und hoffentlich tragfähige Konzepte zur verstärkten Prävention und nachhaltigen Aufklärung gibt, vor allen Dingen aber auch der Schutz der Bevölkerung durch Aufklärung noch verstärkt wird.“

Neujahrsempfang 2015

Die Elmshorner SPD hat am 11. Januar das neue Jahr begrüßt - der 19. Neujahrsempfang des Ortsvereins war eine sehr schöne Veranstaltung! 

Die Begrüßung hat in diesem Jahr unser Fraktionsvorsitzender Ulrich Lenk übernommen; Bürgermeister Volker Hatje gab einen Ausblick, was das Jahr 2015 für Elmshorn bringen wird, und die schleswig-holsteinische Bildungsministerin Britta Ernst schilderte die Herausforderungen in der Bildungspolitik. Ganz im Zeichen des Beschlusses des Stadtverordnetenkollegiums vom letzten Jahr, Elmshorn zu einer Fair-Trade-Stadt zu entwickeln, war auch der Weltladen Top 21 e.V. mit einem Stand auf unserem Empfang vertreten.

Angesichts der Terroranschläge von Paris haben sowohl Volker Hatje als auch Britta Ernst ihre Reden für ein starkes Zeichen genutzt. Während der Bürgermeister betonte, dass es in Elmshorn kein Platz für die Parolen von Pegida und ähnlicher Veranstaltungen gibt, erinnerte die Bildungsministerin an die Reaktion des damaligen norwegischen Ministerpräsidenten Jens Stoltenberg auf die Anschläge von Oslo und auf Utøya: "Unsere Antwort lautet: mehr Demokratie, mehr Offenheit, mehr Menschlichkeit!"

Das Begrüßungsspalier mit Ulrich Lenk, Beate Raudies und Ernst Dieter Rossmann
Gespräche während des Neujahrsempfangs
Bürgermeister Volker Hatje im Gespräch mit der stv. Kreisvorsitzenden des Sozialverbands Pinneberg Siegrid Tenor-Alschausky
Fraktionsvorsitzender Ulrich bei der Begrüßungsansprache
Bürgermeister Volker Hatje gibt einen Ausblick auf das Jahr 2015
Neujahrsansprache der Bildungsministerin Britta Ernst
Äpfel für das Bildungsministerium - überreicht durch den Seestermüher Altbürgermeister Otto Schinkel
Diskussionsrunde mit der Bildungsministerin
Pflege von Pressekontakten - der Bürgermeister im Gespräch mit dem Redaktionsleiter der Holsteiner Allgemeinen Rainer Strandmann
Bildungspolitik im Fokus - Landtagsabgeordnete Beate Raudies mit Britta Ernst
Der Stand des Weltladens Top 21 e.V.
Kompetente Ansprechpartner in Sachen Fair Trade - das Ehepaar Röhl
Auch zu Gast - der ehemalige Bürgervorsteher Peter Gronwaldt

 

Das Jahr 2014:  SPD-Ortsverband zieht eine erfolgreiche Bilanz

„Im Jahr 2014 hat die SPD auf jeder politischen Ebene in Verantwortung zeigen können, wie das Land vorangebracht werden kann, und das in Stadt, Kreis und Land sogar in führender Rolle.“ Der Elmshorner SPD-Ortsvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann hob hierzu auf dem Jahresabschlusstreffen der Elmshorner SPD besonders die Priorität für den Ausbau der Bildung und die Stärkung der Familien, aber auch für die Sicherung von guter Arbeit und  einer nachhaltigen Energie- und Umweltpolitik hervor. Rossmann: „Dies gilt für den Bund, wo im Jahr 2014 mit Zukunftsbeschlüssen bis 2020 über insgesamt 25 Milliarden Euro für Bildung und Wissenschaft nachdrücklich Akzente gesetzt worden sind, aber es gilt genauso für das Land, den Kreis und die Stadt.“ Überall habe Bildung von der Kindertagesstätte bis zur Weiterbildung die höchste Priorität. 

Auch in der Stadtpolitik von Elmshorn, wo die Ausgaben für die Verbesserung an den Schulen und Kindertagesstätten eine hohe Priorität im Etat ausmache, sei diese „Handschrift der SPD und ihres Haushaltspartners“ deutlich zu erkennen. Der SPD-Ortsvorsitzende  hebt hierbei insbesondere hervor, dass diese Zukunftsinvestitionen  in Kreis und Stadt trotz einer schwierigen kommunalen Finanzlage möglich gemacht worden sind. Investitionen in Bildung, sei es mehr Schulsozialarbeit oder verbesserte Räumlichkeiten, würden sich aber als Investitionen in die Zukunft unserer Gesellschaft rechnen. „Die Pflege der Schulen muss in der Stadtpolitik mindestens die gleiche Aufmerksamkeit und Priorität haben wie die Pflege der Kanäle. Das ist in Elmshorn der Fall und dafür verdienen die ehrenamtlichen Kommunalpolitiker hohe Anerkennung“, so der SPD-Ortsvorsitzende vor den  SPD-Mitgliedern. Die SPD-Stadtfraktion habe hier klare Prioritäten gehabt und mit Bündnis 90 / Die Grünen als Haushaltspartner erfolgreich umsetzen können. Rossmann: „Da gab es Augenmaß und offensichtlich auch ein gutes Zusammenspiel mit der Führung im Rathaus.“

Besonders würdigte Rossmann auch den erfolgreichen Einsatz des Kreistagsfraktionsvorsitzenden Hannes Birke aus Elmshorn für eine klare Linie bei der Ampelkoalition von SPD, Grünen und FDP. Rossmann: „Das muss man erst einmal hinbekommen, einen voraussichtlichen Haushaltsüberschuss mit einer klaren Priorität für die Stärkung der beruflichen Schulen und der Förderschulen und der Schulsozialarbeit zu verbinden.“ Die Kritik von CDU und Piraten an diesem Kreishaushalt könne man aber genauso gut aushalten wie die „Irrwege bei dem Steuerdogmatismus der Elmshorner CDU“.  Rossmann: „Gute Politik schafft den richtigen Gleichklang von zukunftsorientierten und gerechten Ausgaben, von hoher Effizienz und Sparsamkeit und eben auch von vertretbaren Einnahmen. Mit einer dogmatischen Ablehnung jeglicher Steuererhöhung kann man da schnell ins Abseits geraten.“

Demokratie lebt von Beteiligung - SPD-Ortsvorstand unterstützt parteiübergreifende Landtagsinitiative

„Die parteiübergreifende Landtagsinitiative zum Kampf gegen die Wahlmüdigkeit ist goldrichtig. Sie muss auch in Elmshorn Beachtung finden und möglichst praktisch umgesetzt werden.“ Zu dieser Einschätzung ist der Vorstand der Elmshorner SPD gekommen, der sich auf seiner letzten Zusammenkunft im Jahr 2014 intensiv mit dem Antrag der „Küstenkoalition“ von SPD, Grünen und SSW  und der CDU-Opposition in Kiel auseinandergesetzt hat. Der SPD-Ortsvorsitzende Ernst Dieter Rossmann musste hierzu feststellen, dass die Beteiligung an der Kommunalwahl 2013 und auch an der Europawahl 2014  in Elmshorn jeweils unter 50 Prozent gelegen hat, in einigen Wahlbezirken sogar unter 30 Prozent. Rossmann: „Die erste Antwort auf eine sinkende Wahlbeteiligung muss natürlich eine Politik mit mehr klaren Alternativen sein, über die dann abgestimmt werden kann. Aber es muss auch alles dafür getan werden, dass Interesse an Teilhabe und demokratischen Wahlen wieder neu zu beleben und die Wahlmöglichkeiten zu erleichtern.“ 

Beate Raudies, SPD-Landtagsabgeordnete aus Elmshorn, stellte hierzu zentrale Anregungen der Landtagsfraktionen vor, die jetzt nach Auffassung des Elmshorner SPD-Vorstandes auch in der Stadt Elmshorn diskutiert werden müssen. Die Anregungen aus Kiel gehen dahin, zum Beispiel die Wahlbenachrichtigungen verständlicher zu machen und eine Information zur Briefwahl bzw. die Briefwahlunterlagen selbst beizulegen. Auch sollen klare und einfache Sprache und die wichtigsten Migrantensprachen bei den Informationen zur Wahl eingesetzt werden.  Andere Ideen zielen auf den Einsatz mobiler Wahllokale und die mögliche Öffnung der Wahllokale zusätzlich an einem Montag. Für den SPD-Ortsvorstand lohnt sich jedenfalls die Diskussion und möglichst gemeinsam beschlossene Erprobung vieler dieser Ideen. Ernst Dieter Rossmann: „Eine Demokratie ohne Wahlbeteiligung verliert massiv an Wert. Wir müssen uns hier deutlich mehr Gedanken machen und auch neue Wege gehen.“ 

Wichtig ist in den Augen der SPD auch die Anerkennung für die ehrenamtlich tätigen Stadtverordneten und bürgerschaftlichen Mitglieder. Die SPD will auch einen Akzent in der Öffnung der Schulen für Kommunalpolitik und die direkte Information und Diskussion mit demokratisch aktiven Politikern setzen. „ Dabei können sich alle sehr wohl auf parteipolitische Ausgewogenheit verlassen, wie ich aus zahlreichen Schülerbesuchen im Bundestag weiß. Das Werben für die Demokratie geht schließlich über das Werben für eine einzelne Partei“, so der Abgeordnete. 

Im Jahr 2015 möchte die Elmshorner SPD diese Landtagsinitiative breit auch in der Stadt Elmshorn diskutieren. Rossmann: „Diese parteiübergreifende Initiative aus dem Kieler Landtag ist schließlich wirklich etwas besonderes. Sie darf jetzt nicht einfach übergangen werden.“ Dass Anstrengungen für eine höhere Wahlbeteiligung erfolgreich wirken können, zeige sich auch an den Beteiligungsquoten in Elmshorn. Immerhin sei hier die Wahlbeteiligung bei den letzten Kommunal- und Europawahlen wenn auch nur um wenige Prozente, aber erkennbar wieder gestiegen. Rossmann: „Da kann es jetzt nur heißen: Weiter so!“

Grüner Knopf soll Mode machen

„Wenn sich die Menschen einen Pullover kaufen, sollen sie sich schnell und eindeutig erkennen können, ob es sich um öko-faire Kleidung handelt! Dazu brauchen wir einen ‚Grünen Knopf‘ als klar erkennbares Qualitätszeichen.“ Das forderte der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann jetzt bei einem gemeinsamen Informationsbesuch mit dem Elmshorner SPD-Fraktionsvorsitzenden Ulrich Lenk und dessen Fraktionskollegin Monika Czemper beim Weltladen TOP 21.

Im Mittelpunkt des Gesprächs der Politiker mit den Betreibern des Weltladens, Ursula und Albert Röhl, standen Information über die aktuelle Initiative der Bundesregierung zum fairen Handel auf globaler Ebene und das Engagement der Stadt Elmshorn als Fairtrade-Town. Die TOP 21-Aktivisten lobten dabei ausdrücklich die Entscheidung des Elmshorner Stadtverordnetenkollegiums für die Bewerbung der Stadt um das Fairtrade-Siegel. Ursula und Albert Röhl hatten die Initiative hierfür im vergangenen Jahr mit angeschoben. Lenk und Czemper wiesen darauf hin, dass der Absichtserklärung jetzt weitere Schritte folgen müssten. „2015 muss es zu ersten sehr konkreten Umsetzungsmaßnahmen kommen, die jetzt durch die Steuerungsgruppe der Stadt zügig eingeleitet werden müssen“, so Ortsfraktionschef Lenk, der entsprechende Initiativen seiner Fraktion ankündigte.

Für die bundespolitische Ebene berichtete SPD-MdB Rossmann über das vor wenigen Wochen von Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) gegründete „Textilbündnis“, dem Unternehmen, Verbände, Gewerkschaften und andere gesellschaftliche Gruppen angehören. Zu den Zielen dieser Initiative zählt,  existenzsichernde Löhne und die Verbannung schädlicher Chemikalien bei der weltweiten Textilproduktion zu erreichen. „Hintergrund ist, dass ein Großteil unserer Kleidung, ob von Markenherstellern oder Discountern, in Billiglohnländern in Südostasien hergestellt wird“, so Rossmann. Das Ehepaar Röhl berichtete, auch zivilgesellschaftliche Organisationen wie die auch in Kiel ansässige „Kampagne für Saubere Kleidung“ und das „Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein“ hätten sich bereits positiv zur Initiative geäußert.

Die TOP 21-Aktiven wiesen darauf hin, dass sozial- und umweltverträglich produzierte Kleidung vermehrt in Geschäften erhältlich ist, auch im Kreis Pinneberg. „Es gibt seit Jahren zweistellige Zuwachsraten. Immer Verbraucher legen Wert darauf, dass ihre Mode sozial und ökologisch tragbar ist“, so Albert Röhl.

Zur Verbraucheraufklärung  sei vom Entwicklungsministerium für 2015 der Aufbau eines Internetportals geplant, das über die bereits bestehenden verlässlichen Siegel  von „Fairtrade“, „GOTS“ (Global Organic Textile Standard) und „Fair Wear Foundation“ informiert.

Für die Elmshorner SPD soll das Thema „fairer Handel“ jedenfalls auch im Jahr 2015 präsent bleiben. „Elmshorn hat hier über die Kreisgrenzen hinweg eine regionale Vorreiterrolle. Die wollen wir auch aktiv ausfüllen“, betont Monika Czemper, die für diesen Bereich in der Ortsfraktion verantwortlich ist. Die SPD lädt desdhalb auch für den 07. Januar zu einer Diskussionsrunde zum „Fairen Handel“ in den Elmshorner Wasserturm ein.

Grünkohl, Tucholsky und Kabarett zum Jahresausklang

Eine lang gepflegte gute Tradition ist für die Elmshorner Sozialdemokraten das Grünkohlessen zum Jahresausklang geworden.

„Wir haben zum 33. Mal eingeladen“, so verwies der SPD-Ortsvorsitzende Dr. Ernst Dieter Rossmann auf das kleine Jubiläum der weiterhin sehr beliebten Veranstaltung bei seiner Begrüßung der Gäste, darunter auch der Elmshorner Verwaltungschef Volker Hatje.

Zu seiner Unterstützung hatte der Elmshorner Bundestagsabgeordnete als besonderen Gast seinen Kollegen Franz Thönnes eingeladen. Der ehemalige SPD-Landesvorsitzende ließ es sich nicht nehmen, eine kleine Rückschau in die Geschichte der Sozialdemokratie zu halten und einen Ausblick auf kommende Herausforderungen zu werfen.

Thönnes sorgte auch mit seinem Talent, dem gekonnten Vortrag aus ausgewählten Werken des Journalisten und Schriftstellers Kurt Tucholsky, für den kulturellen Höhepunkt des Abends.

Eine besondere Freude war für Rossmann und Thönnes die Möglichkeit, verdiente Genossinnen und Genossen für langjährige Mitgliedschaft zu ehren. Von den sieben Jubilaren, die auf 25, 40 oder gar 60 Jahre zurückblicken können, nahmen Heinke Blohm für 25 Jahre  und Ursula Wohlenberg für 40 Jahre  persönlich ihre Urkunden und Ehrennadeln entgegen.

Der guten Tradition entsprechend durfte nach dem deftigen Mahl und dem kleinen Schluck danach auch das Vorstandskabarett nicht fehlen, in dem der Ortsvereinsvorsitzende mit seinen Mitstreitern einmal mehr die besonderen Elmshorner Höhepunkte und Skurilitäten des ablaufenden Jahres Revue passieren ließen. Das Lüften der mehr oder minder großen Geheimnisse der Elmshorner Stadtpolitik, angefangen von den Erwägungen zur „netten Toilette“ bis hin zum neuen Verwendungsvorschlag für den Getreidefrachter Klostersande als Ersatz für das abgetragene Brückenbauwerk am Gerlingweg, sorgte für viel Heiterkeit und Schmunzeln der Gäste. 

Nachdem sie 18 Jahre selbst Gegenstand der satirischen Betrachtungen war, genoss insbesondere die Elmshorner Altbürgermeisterin Dr. Brigitte Fronzek die mit großem Beifall bedachte Darbietung. Ihr Amtsnachfolger Volker Hatje erwies sich als würdiger Nachfolger für den liebevollen Spott der Genossen, die sich bei ihm anschließend mit einem kleinen Geschenk und mit der Einladung zum nächsten Grünkohlessen im Jahr 2015 bedankten.

Priorität Schule und Bildung in Elmshorn

Mit der Anne-Frank-Gemeinschaftsschule hatten die Elmshorner Sozialdemokraten für ihre Versammlung einen außergewöhnlichen Ort ausgesucht. „Wir wollen für den Haushalt der Stadt Elmshorn einen besonderen Schwerpunkt im Bereich Schule und Bildung setzen, und deshalb sind wir mit unserer Veranstaltung ganz bewusst in eine der drei Gemeinschaftsschulen unserer Stadt gegangen“, so der Vorsitzende der Elmshorner SPD Dr. Ernst Dieter Rossmann bei der Begrüßung der Gäste.

„Wir sind eine Schule im Aufbruch“, betonte Schulleiterin Maren Schramm bei der Vorstellung der Anne-Frank-Gemeinschaftsschule die positive Entwicklung der Bildungseinrichtung am Binsenweg nach dem durchaus schwierigen Start bei der Schulreform im Jahr 2008.

Die besonderen Herausforderungen waren insbesondere durch das Zusammenwachsen zweier sehr unterschiedlichen Schulen gekennzeichnet, der Realschule am Propstenfeld und der Hauptschule Langelohe. „Die lange Zeit bestehende Unsicherheit, ob wir eine Regionalschule oder eine Gemeinschaftsschule werden, die unterschiedlichen Lehrerkollegien, aber auch der Unterricht an zwei weit auseinander liegenden Standorten und die Findung eines Schulprofils“ waren nach der Schilderung Schramms, die der Schule seit 2012 vorsteht, die großen Aufgaben.

„Uns ist es nicht nur gelungen, diese Herausforderungen zu meistern, sondern darüber hinaus auch einen sehr guten Ruf und ein eigenständiges und besonderes Profil zu erwerben“, zieht die Schulleiterin die Bilanz über die zurückliegenden Jahre.

Besonders verweist Schramm hierbei auf auf die wiederholte Auszeichnung der Anne-Frank-Gemeinschaftsschule als Zukunftsschule, eine Anerkennung für Bildung für nachhaltige Entwicklung: „Seit 2008 haben wir uns im Wettbewerb von der Stufe 1: Wir sind dabei zur Stufe 3: Wir setzen Impulse für andere Schulen gesteigert und sind somit die einzige Schule in Elmshorn, die dieses hohe Niveau erreicht hat.“ 

Neben der Teilnahme an Wettbewerben sind für die Schulleiterin auch die Kooperationen, die die Anne-Frank-Gemeinschaftsschule eingegangen ist, wichtig: „Die Zusammenarbeit mit Firmen und beruflichen Schulen gewährleisten ein hohes Maß an beruflicher Orientierung.“

Geprägt wird ihre Schule nach Meinung von Schramm durch das Schulprofil, das unter dem Motto „Gemeinschaft macht Schule“ auch das Füreinander und Miteinander verwirklicht. „Hierdurch profitieren an unserer Schule, die zu einem Drittel von Schülern mit Migrationshintergrund besucht wird, alle Schülerinnen und Schüler“, so die Schulleiterin, die darauf hinweist, dass für 10 Prozent der Schüler besonderer Förderbedarf und fünf Schüler besonderer sozialpädagogischer Betreuungsbedarf bestünde. „Ein großes Thema ist auch die Inklusion“, verdeutlicht Schramm am Beispiel des 8. Jahrgangs, wo von vier Klassen drei Klassen Inklusionsklassen sind.

Den Erfolg ihrer Schule beschreibt die Schulleiterin mit der Tatsache, dass 50 Prozent der Schüler, die mit einer Sonderschulempfehlung an die Anne-Frank-Gemeinschaftsschule gekommen sind, zum Hauptschulabschluss geführt werden und 40 Prozent der Schüler, die die Schule mit einem Realschulabschluss verlassen, anschließend den gymnasialen Zweig anderer Schulen besuchen.

Ein großes Problem ist für die Anne-Frank-Gemeinschaftsschule die bauliche Situation und hierbei besonders der Zustand der naturwissenschaftlichen Räume. Den Appell Schramms, dass die geplanten baulichen Maßnahmen „dringend erforderlich sind und händeringend erwartet werden“, konnte der jugendpolitische Sprecher der Elmshorner SPD-Fraktion Arne Klaus aufnehmen: „Es geht los - nach der KGSE ist jetzt die Schule am Binsenweg an der Reihe, sowohl mit Sanierungsmaßnahmen als auch mit der Erweiterung des Schulgebäudes.“ Unterstützt wird die Aussage Klaus auch von der der finanzpolitischen Sprecherin Dörte Köhne-Seiffert mit den finanziellen Dimensionen; „1,5 Millionen Euro im kommenden Jahr und 5 Millionen Euro im Jahr 2016!“

Bauliche Maßnahmen werden neben der Anne-Frank-Gemeinschaftsschule auch weiterhin ein großes Thema bleiben, da an der KGSE 2015 noch 2,5 Millionen Euro und 2016 1 Million Euro investiert werden und sich nach Ansicht von Klaus auch räumliche Herausforderungen an den Grundschulen abzeichnen „durch den Fokus, eine durchgängige Betreuung von 07 Uhr bis 17 Uhr zu gewährleisten.“ 

Ein sehr hoch gestecktes Ziel für die Stadt ist nach Ansicht von Klaus die Erweiterung der Betreuungsplätze an den Krippen und Kindertagesstätten: „2015 wollen wir 30 neue Krippenplätze schaffen. In den nächsten Jahren zeichnet sich aber schon jetzt ein erheblich höherer Bedarf ab, der zu einem neuen Kindertagesstätten-Standort mit vier Elementargruppen und zwei Krippengruppen führen wird.“  Zugleich ist für die SPD-Fraktion die städtische Sozialstaffel für die Betreuung in Kindertagesstätten und bei Tagesmüttern unantastbar.

„Ebenso werden wir trotz der knappen Haushaltslage auch die finanzielle Ausstattung bei den Schulbudgets halten“, führt Klaus aus, „wie schon seit 2012 wird es auch weiterhin 120 Euro pro Schüler für Schulmaterialien geben!“

Die SPD ist immer dabei!

Der Ortsverein aktiv auf der Ehrenamtsmesse im Haus der Begegnung in Hainholz

Der „Markt der Möglichkeiten“ war ein großer Erfolg. Über 30 Vereine und Verbände präsentierten sich auf der ersten Elmshorner Ehrenamtsmesse am 9. November im Haus der Begegnung am Hainholzer Damm. Schirmherrin der Veranstaltung war die Elmshorner SPD-Landtagsabgeordnete Beate Raudies, die zusammen mit Stadtrat Dirk Moritz die ganzttägige Veranstaltung eröffnete. Am Stand des SPD-Ortsvereins gab es nicht nur Informationen über die Arbeit der Elmshorner SPD, sondern auch über die Beteiligungsmöglichkeiten für interessierte Bürgerinnen und Bürger. Von der über 150-jährigen Geschichte der SPD in Elmshorn über ein umfangreiches Preisrätsel bis zur aktiven Gruppenarbeit der SPD-Senioren in der AG 60 plus reichte die Information. Am Stand selbst waren verteten der Ortsvereinsvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann, die Landtagsabgeordnete und Schirmherrin Beate Raudies, der Vorsitzende der AG 60plus Robert Sonnleitner und weitere Mitstreiter wie auch etliche Stadtverordnete, die gleich nach ihrer Haushaltsklausur zur Ehrenamtsmesse gekomen waren. Dass die SPD im Bereich der Freiwilligenarbeit in Elmshorn sehr gut vertreten ist, zeigte sich auch an den zahlreichen anderen Präsentationen, wo überall Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten sich aktiv einbringen. Ernst Dieter Rossmann im Scherz: „Eigentlich hätten wir an diesem Nachnmittag auch eine gut besuchte Mitgliederversammlung der SPD Elmshorn abhalten können. Diese Verankerung in der Stadt macht unsere Stärke aus und gibt uns viele Impulse. Ein besonderer Dank geht deshalb an die vielen SPD-Mitglieder, die im Ehrenamt für ihre Mitbürger und das Allgemeinwohl aktiv sind.“

Denkmalschutz ist Zukunftsschutz

Einen besonderen Ort hatten sich die Elmshorner Sozialdemokraten mit dem Kranhaus an der Schloßstraße inmitten des Sanierungsgebiets Krückau/Vormstegen für ihre Veranstaltung zur Neuordnung des Denkmalschutzes des Landes Schleswig-Holstein ausgesucht; „passend zum Thema“, wie es viele der sehr interessierten Teilnehmer empfanden. Umso verwunderter zeigten sich manche der Anwesenden, als der Beisitzer des Vorstands des Freundeskreises Knechtsche Hallen - Keimzelle Kranhaus  e.V. Matthias Pitzer bei der kurzen Vorstellung des Veranstaltungsorts feststellte, dass das 1923 errichtete Gebäude selbst gar nicht unter Denkmalschutz stünde, sondern „nur“ die angrenzenden Knechtschen Hallen.

Mit dem Denkmalschutz beschäftigt sich der Landtag aktuell seit dem Frühjahr nach der Vorlage eines Gesetzesentwurfs; über den Stand der Beratungen konnte jetzt nach den öffentlichen Anhörungen die Landtagsabgeordnete Beate Raudies berichten.

„Kern des Gesetzentwurfs ist die Aufhebung der bundesweit einmaligen Unterscheidung zwischen einfachen und besonderen Kulturdenkmälern“, so die SPD-Politikerin; „das betrifft landesweit ca.16.000 Gebäude, die bisher unter einfachen Denkmalschutz stehen, und somit ca. zwei Prozent des Gesamtgebäudebestands.“ Durch diese Neuordnung des Verfahrens erhofft sich die Landesregierung, zukünftig mehr Kapazitäten für die Beratung der Eigentümer von Denkmälern anbieten zu können, da gleichzeitig das Verfahren zur Unterschutzstellung vollkommen neu geregelt wird. „Statt des langwierigen Einzelfallverfahrens soll zukünftig per Gesetz geregelt sein, was ein Denkmal ist; und dann steht es auch ohne Eintrag in die Denkmalliste unter besonderen Schutz“, führt Raudies aus. Zudem sollen im neuen Gesetz auch Regelungen getroffen werden, die eine wirtschaftliche Nutzung von Denkmälern in einem höheren Umfang ermöglichen. „Das betrifft unter anderem die energetische Sanierung von Gebäuden durch Wärmedämmung, aber auch die behindertengerechte Gestaltung durch den Einbau eines Fahrstuhls“, so die Landtagsabgeordnete, die mit diesen Beispielen auch auf zwei prominente unter Denkmalschutz stehende Gebäude der Stadt Elmshorn verweist, „nämlich das jetzige Rathaus und das Weiße Haus, wo sich genau diese Fragen gestellt haben und noch stellen.“

Wie viele der bisherigen ca. 16.000 einfachen Denkmäler zukünftig dem neuen Denkmalschutz unterliegen werden, ist nach Aussage von Raudies noch nicht absehbar: „Das hängt damit zusammen, dass mit dem bisherigen einfachen Denkmalschutz keine Verpflichtungen zum Erhalt ausgesprochen worden sind, sondern nur eine steuerliche Absetzbarkeit von erhaltenden Maßnahmen gewährt wurde. Dementsprechend ist eine Reihe von einfachen Denkmälern gar nicht mehr existent oder sie sind baulich so verändert worden, dass sie nicht mehr schützenswert sind.“

Dass die Neuordnung des Denkmalschutzes durchaus auch kritisch gesehen wird, machte Alexander Blažek, Vorsitzender der Grundstückseigentümervereinigung Haus und Grund in Schleswig-Holstein in der Diskussion deutlich. Blažek, der sich als Interessenvertreter der 65.000 Mitglieder von Haus und Grund versteht, bemängelt insbesondere die Abschaffung des bisherigen Verfahrens der Unterschutzstellung: „Das bisherige Verfahren hat über 50 Jahre gut funktioniert, was hauptsächlich daran liegt, dass die Behörde von sich aus Kontakt aufnimmt und auch eine ausführliche Beratung durch den Denkmalrat vorgenommen wird.“ Er befürchte, dass sich die Eigentümer zukünftig nicht mehr mitgenommen fühlten und dadurch die Akzeptanz und Bereitschaft zu Investitionen in Denkmäler abnähme.

Dem Argument Blažeks, dass gerade die Unterscheidung in einfache und besondere Denkmäler zur breiten Akzeptanz führe, mochte Thomas Wehrmann, der als Eigentümer eines denkmalgeschützten Hauses auf Klostersande an der Diskussionsrunde teilnahm, nicht folgen: „Die Frage, unter welchen Grad ein Gebäude unter Denkmalschutz gestellt wird, ist nicht so wichtig; sondern man muss den Geist und die Bereitschaft dazu aufbringen und das kulturelle Verständnis entwickeln, dass die Geschichte, die das jeweilige Gebäude repräsentiert, wertvoll und erhaltenswert ist.“ Dabei verhehlt der Architekt nicht, dass es sowohl Fluch als auch Segen ist, Eigentümer eines Kulturdenkmals zu sein und es auch größere und höhere Belastungen für die Bewohner mit sich bringt. „Gerade hier hat sich der einfache Denkmalschutz oft auch nur als ein stumpfes Schwert erwiesen, denn die steuerlichen Vorteile bei der Auflagenerfüllung zu nutzen, kann sich nur derjenige leisten, der auch genug Masse in seiner Steuererklärung hat; also nicht der Normalverdiener“, so Wehrmann.

Akzeptanz entsteht für den Elmshorner Architekten dann, wenn denkmalgeschützte Gebäude auch einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden können: „Hierzu müssen auch bauliche Veränderungen möglich sein; mein Haus sieht schließlich auch nicht so aus wie vor 250 Jahren; jede Generation hat auch Änderungen vorgenommen!“ Während Alexander Blažek von Haus und Grund dieser Ansicht durchaus zustimmen konnte, übte Matthias Pitzer Widerspruch, „da man nach dem Charakter der einzelnen Gebäude unterscheiden muss: während das Haus von Herrn Wehrmann für eine ganze Serie von ähnlichen Gebäuden steht, ist zum Beispiel das jetzige Elmshorner Rathaus ein absolut einmaliges Gebäude und deshalb hier ein größerer Schutz vor baulichen Veränderungen zu fordern.“ Die Landtagsabgeordnete Beate Raudies verwies darauf, dass diese Frage vielschichtiger zu betrachten sei: „Wenn man sich zum Beispiel Gutshöfe anguckt, ist nicht nur das schöne Herrenhaus besonders schützenswert, sondern auch die Gesinde- und Pächterhäuser, denn sie gehören, auch wenn sie ‚nur‘ einen Serientyp angehören, doch zwingend zum Gesamtensemble und sind damit genauso zeittypisch wie in moderner Hinsicht auch eine Schule nach dem Kasseler Modell oder die Gebäude eines Atomkraftwerks.“

Die Vielschichtigkeit der Fragen wird sich auch beim weiteren Gesetzgebungsverfahren widerspiegeln, denn im Ergebnis sind sich die unterschiedlichen Akteure auf dem Podium entgegen einer Stimme aus dem Publikum einig gewesen: „Denkmalschutz ist nicht die Enteignung des Eigentümers eines Kulturdenkmals, sondern soll nur der Ausdruck der besonderen  Verpflichtung sein, die sich aus dem Grundgesetz beim Gebrauch des Eigentums zum Wohle der Allgemeinheit ergibt.“

Besondere Ehrung für die stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende Traute Röhrs

Eine besondere Überraschung hat die Elmshorner SPD ihrer stellvertretenden Ortsvereinsvorsitzenden Traute Röhrs anlässlich der Feier zu ihrem 70. Geburtstag am 12. Oktober 2014 bereitet. Aus der Hand des Ortsvereinsvereinsvorsitzenden Dr. Ernst Dieter Rossmann wurde ihr die Willy-Brandt-Medaille verliehen.

„Die Willy-Brandt-Medaille nimmt innerhalb der SPD einen sehr hohen Stellenwert ein, da sie die höchste Auszeichnung ist, die die Partei an ihre Mitglieder vergibt,“ erklärte Rossmann den Wert dieser Verleihung; „wir ehren damit das politische Lebenswerk von Traute Röhrs.“

Die Sozialdemokratin gehört der SPD seit 1971 an und kann auf eine jahrzehntelange Mitgliedschaft im Ortsvorstand zurückblicken. Mit ihrem besonderen Talent, die Mitglieder in die Arbeit einzubinden und die sozialen Netzwerke innerhalb des Ortsvereins zu spannen, habe Röhrs sich besonders um die Mitgliederbetreuung und die Organisationsarbeit der Elmshorner SPD verdient gemacht, so Rossmann: „Durch ihre Hand sind im Laufe der Jahrzehnte wohl über 1000 Parteibücher und unzählige Organisations- und Teilnahmelisten gewandert!“

Das große politische Anliegen von Röhrs innerhalb der Partei, aber auch in der kommunalpolitischen Tätigkeit als langjährige Stadtverordnete und aktuell als bürgerliches Mitglied der SPD-Fraktion, liegt nach Ansicht des Ortsvereinsvorsitzenden bei der Gleichstellungspolitik. 

„Die Gleichberechtigung von Frauen ist von ihr von Anfang an immer wieder vehement eingefordert worden“, so Rossmann. In einem hohen Maße seien die Gründung der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen innerhalb der Elmshorner SPD, aber auch die Einrichtung der Stelle der Gleichstellungsbeauftragten bei der Stadt Elmshorn auf das Engagement von Röhrs zurückzuführen.  „Durch diese Strukturen sind erstmals Netzwerke entstanden, die es Frauen mit ermöglichten, ihre beruflichen Wünsche zu verwirklichen; bis hin zur ersten hauptamtlichen Bürgermeisterin in Schleswig-Holstein!“

Ausstellungseröffnung "Festakt oder Picknick - deutsche Gedenktage"

Zwar weit weg von Elmshorn, aber trotzdem ein Höhepunkt im Rahmen der Woche der Elmshorner SPD war eine Ausstellungseröffnung am 03. Oktober 2014 im Haus der Geschichte in Bonn.

Ein ganz besonderes Stück der über 150-jährigen Elmshorner SPD-Geschichte hat das Interesse der Historiker im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland geweckt, nämlich die Elmshorner Parteifahne aus dem Jahr 1892. 

Die Traditionsfahne der Elmshorner Sozialdemokratie ist die zweite Fahne des Ortsvereins. Nachdem die erste Fahne im Rahmen der Sozialistenverfolgung von der preußischen Obrigkeit eingezogen und vernichtet worden war, haben die Genossen nach der Aufhebung der Sozialistengesetze 1890 mit Sammlungen für eine neue Parteifahne begonnen und 1892 mit der Parteifahne ein neues, sichtbares und selbstbewusstes Zeichen der Sozialdemokratie in Elmshorn gesetzt. Ausdruck dieses Selbstbewusstseins ist auch das Datum der Fahnenwidmung am 1. Mai, des internationalen Tages der Arbeiterbewegung, welches auch auf der Fahne selbst vermerkt ist.

Diese Symbolik der Parteifahne führte zu einer Ausleiheanfrage der Historiker des Hauses der Geschichte; und so wird die Traditionsfahne der Elmshorner SPD bis in April 2015 hinein in der Ausstellung „Festakt oder Picknick? Deutsche Gedenktage“ zu sehen sein.

Weiterführende Links

Über die die Ausstellung "Festakt oder Picknick? Deutsche Gedenktage" können Sie sich auf den Internetseiten des Hauses der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland informieren.

Zu unserer Geschichte des Ortsvereins haben wir eine umfangreiche Sonderseite erstellt, in der die Ausstellung zum 150-jährigen Bestehen der SPD Elmshorn, die im Jahr 2013 im Elmshorner Industriemuseum zu sehen war,  dokumentiert ist.

Zukunftsgespräch mit Bürgermeister Volker Hatje

Einen tiefen Einblick in „die Zukunft von Elmshorn“, so das Thema der Versammlung, vermittelte Bürgermeister Volker Hatje als besonderer Gast der Auftaktveranstaltung der Woche der Elmshorner SPD im Schützenhof am vergangenen Mittwoch.

Welch große Bedeutung dabei der Umgestaltung des Gebiets Krückau/Vormstegen durch die Verwaltung beigemessen wird, machte Hatje gleich zu Anfang des Abends deutlich, als er die großformatigen Ausdrucke des Rahmenplans an den Wänden befestigte. „Ich habe Papier mitgebracht; Power-Point-Präsentationen sind nicht so meine Sache“, kommentierte der Bürgermeister launig die Pläne und zückte sogleich stilecht seinen „analogen Laserpointer“ in Form eines Zeigestocks, um den interessierten Teilnehmern die Ausgangssituation zu Beginn der Planungen und das bisher Erreichte zu erläutern.

Ein Grundpfeiler des Plans ist für den Bürgermeister die Käpten-Jürs-Brücke. „Mit der Hafenspange wurde erst die Möglichkeit geschaffen, die Verkehrsströme durch die Innenstadt neu zu ordnen“, so Hatje, „ohne die Brücke wäre die Umsetzung der Planungen gar nicht möglich.“

Doch auch ansonsten habe sich schon einiges getan, führte der Rathaus-Chef aus, und verwies auf die Umgestaltung des Wohngebiets Schleusenpark, bei dem der alte Wohnungsbestand durch Neubauten ersetzt wurde und der Platz vor dem Wasserturm und bei der Gedenkstätte für die Synagoge neugestaltet wurde.

Überhaupt ist für die stark wachsende Krückaustadt die Schaffung neuen Wohnraums ein wichtiges Element. Hier richtet Hatje seinen Blick sowohl auf die neuen Wohneinheiten, die aktuell auf dem Gelände des ehemaligen Hauses Elbmarsch entstehen, auf die Planungen für weitere Smart-Ideen-Häuser, die die abgängige Reihenhausbebauung in der Straße Uhlenhorst ersetzen sollen, als auch auf die geplante Wohnbebauung am Nordufer des Hafens und innerhalb des Gebietes Vormstegen und insbesondere auf die im nächsten Jahr beginnende Umgestaltung des ehemaligen Kibek-Hochhauses zu Wohnraum. 

„Es werden insgesamt über 600 weitgehend barrierefreie oder barrierearme Wohnungen geschaffen, die zu einem guten Teil auch im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus gefördert werden“, betont der Bürgermeister, der aber auch auf die Grenzen des Wachstums hinweist: „Das reicht dann erstmal; wir müssen auch sehen, dass wir wir mit der Infrastruktur hinterherkommen!“

Das Thema Infrastruktur erschöpft sich für Hatje aber nicht nur in den Kanalbaumaßnahmen, die im nächsten Jahr zur Erschließung des Gebiets Krückau/Vormstegen starten werden oder in der zentralen Energieversorgung des Gebiets durch ein Blockheizkraftwerk, sondern auch in den sozialen Einrichtungen. Er könne sich sehr gut vorstellen, in dem Neubau des Rathauses auch einen Kindergarten unterzubringen, führt der Bürgermeister auf Nachfrage aus dem gut gefüllten Saal aus, „und auch weitere Einrichtungen, denn, ganz ehrlich, ich möchte, dass das Rathaus am neuen Standort nicht nur der Verwaltung dient, sondern auch intensiv von den Bürgern genutzt und angenommen wird!“

Mit diesem Wunsch verbindet sich für den Verwaltungs-Chef auch die Hoffnung, dass die Standortfrage des Rathauses „rund um den Buttermarkt“ sehr bald geklärt wird: „Auch hier sind wir mit dem Erwerb der Schlüsselgrundstücke wie zum Beispiel des Postgebäudes einen Riesenschritt vorangekommen, um die zur Gestaltung des Platzes und der Randbebauung notwendige Verlegung der Schauenburger Straße angehen zu können.“

Das Herzstück des Gebietes Krückau/Vormstegen ist für Hatje weiterhin der Gebäudekomplex der Knechtschen Hallen. „Es gibt eine Menge kreativer Ideen, wie man die Hallen zukünftig nutzen kann“, berichtet der Bürgermeister und verweist insbesondere auch auf das beeindruckende Engagement des Freundeskreises Knechtsche Halle in der Keimzelle Kranhaus.

Ein auf Dauer großes Thema bleibt für Elmshorn die Umgestaltung des Bahnhofs. „Leider ist und bleibt die Bahn ein schwieriger Verhandlungspartner“, umschreibt Hatje auf Nachfrage des Bundestagsabgeordneten und SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Dr. Ernst Dieter Rossmann das mangelnde Interesse des Unternehmens am Bahnhofsumbau. Dennoch müsse aus der Sicht der Stadt zumindest die verkehrliche Situation am Bahnhof deutlich verbessert werden: „Die bisherigen Bushaltestationen am Bahnhof sind völlig überlastet; die Einrichtung einer zentralen Umsteigestation zwischen dem Stadtbusverkehr und den Zügen bleibt für die Verwaltung und die Politik das Ziel.“

Positive Bilanz des Ortsvereins zum Kreisparteitag

Eine positive Bilanz zieht der Elmshorner SPD-Vorsitzende Dr. Ernst Dieter Rossmann zum Kreisparteitag in Elmshorn am Samstag. 

Die Elmshorner SPD hatte bei ihrer letzten Mitgliederversammlung ein umfangreiches Antragspaket zu den Bereichen Bildung und internationale Sicherheit für den Kreisparteitag vorgelegt. „Ich freue mich, dass diese Anträge bei den Beratungen auf Kreisebene mit nur marginalen Änderungen beschlossen worden sind“, so Rossmann; „die Elmshorner Vorstellungen werden somit auf dem am Samstag stattfindenden Landesparteitag der schleswig-holsteinischen SPD weiterberaten werden.“

In der Delegation des Kreisverbands Pinneberg für den Landesparteitag werden aus der Krückaustadt neben dem Ortsvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten auch die Landtagsabgeordnete Beate Raudies, die stellvertretende Elmshorner Fraktionsvorsitzende Dörte Köhne-Seiffert und der Vorsitzende der Kreistagsfraktion Hans-Helmut Birke nach Lübeck fahren.

Wiederum als Beisitzerin in den Kreisvorstand eingezogen ist Dörte Köhne-Seiffert, die dem Vorstand seit mittlerweile 16 Jahren angehört und ist somit das dienstälteste Mitglied des Gremiums ist. „Durch unsere stellvertretende Fraktionsvorsitzende wird unser Ortsverein auch zukünftig mit einer gewichtigen Stimme im Kreisvorstand vertreten sein,“ so Rossmann.