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Aktuelles aus dem Ortsverein

Wann findet die nächste Veranstaltung der Elmshorner SPD statt? Welche Neuigkeiten gibt es aus dem Ortsverein? Welche Themen bewegen die Genossen aus der Krückaustadt?

In diesem Bereich können Sie sich über die aktuellen Termine und die neuesten Nachrichten aus dem SPD Ortsverein Elmshorn informieren.

Ebenso finden Sie hier Informationen über die Arbeitsgemeinschaften (AG), die in und um Elmshorn aktiv sind.

Klönschnack und Grillwurst beim Start in den Sommer

Vom regnerischen Wetter haben haben sich Elmshorner Sozialdemokraten am ersten Wochenende des Sommers nicht aufhalten lassen und am 25. Juni 2016 ihr traditionelles Sommerfest gefeiert. 

Den geschickten Händen des Teams rund um den Organisationsleiter des Ortsvereins Jürgen Heesch war es zu verdanken, dass sich der Parteiladen der SPD auf Klostersande in eine Wohlfühl-Lounge verwandelte und so die vielen Gäste ihre Grillwurst im Trockenen genießen konnten.

Klönschnack und Geselligkeit bei Speis und Trank standen beim geselligen Abend im Vordergrund; aber dennoch ließ es sich der Ortsvorsitzende der Elmshorner SPD Dr. Ernst Dieter Rossmann nicht nehmen, eine besondere Würdigung für Ute und Norbert Borgwaldt vorzunehmen, die in diesem Sommer aus familiären Gründen aus Elmshorn wegziehen werden.


„Das Ehepaar Borgwaldt hat sich in Elmshorn durch ihr großes ehrenamtliches Engagement zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger der Krückaustadt ausgezeichnet“, so Rossmann. 

„Im Ortsverein und in der SPD-Fraktion haben wir Ute Borgwaldt viele Protokolle über unsere Arbeit zu verdanken“, führte Rossmann aus; „in der Kommunalpolitik war sie als bürgerliches Mitglied für die SPD und als Stadtverordnete im Ausschuss für Gleichstellung, Soziales und Sicherheit ein verlässlicher Anwalt für die Interessen der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt.“

Genau so beeindruckend war für Rossmann auch das Engagement des Ehepaars im Stadtteilverein Hainholz, dem Norbert Borgwaldt als Vorsitzender vorgestanden hat. „Als Mitgründer des Stadtteilvereins und Motor des Vereinslebens hat Norbert Borgwaldt an einer wichtigen Stelle mit dazu beigetragen, das Projekt der Sozialen Stadt im Stadtteil Hainholz zu einem großen und wegweisenden Erfolg werden zu lassen“, dankte Rossmann dem Ehepaar und wünschte Norbert und Ute Borgwaldt im Namen aller Anwesenden für die Zukunft alles Gute.

Sie ließen es sich schmecken - Klönschnack bei Grillwurst und Salaten

Im Gespräch - der Ortsvorsitzende Dr. Ernst Dieter Rossmann mit dem Juso-Sprecher Marcello Hagedorn ...

... und die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dörte Köhne-Seiffert mit dem SPD-Nachwuchs

Erklärung des Ortsvorstands zur Bewerbung Beate Raudies für den Landtag

Zur Ankündigung der Landtagsabgeordneten Beate Raudies im Ortsvorstand, sich erneut als Direktkandidatin der SPD im Wahlkreis Elmshorn zur Landtagswahl 2017 bewerben zu wollen, erklärt der Ortsvorsitzende Dr. Ernst Dieter Rossmann:

Die SPD-Landtagsabgeordnete Beate Raudies kann sich bei ihrer erneuten Kandidatur auf die volle Unterstützung des SPD-Ortsvorstandes Elmshorn verlassen. Mit großer Zustimmung hat der SPD-Ortsvorstand auf seiner letzten Zusammenkunft die Ankündigung der Abgeordneten aufgenommen, dass sie sich erneut um eine Kandidatur bewerben wird und für eine Fortsetzung ihrer Arbeit im Wahlkreis und im Landtag zur Verfügung steht. 

Beate Raudies hat sich nach ihrer ersten erfolgreichen Direktkandidatur sehr schnell in die Arbeit im Kieler Landtag hineingefunden und nimmt dort im Bildungsausschuss wie jetzt auch im Untersuchungsausschuss zur Heimerziehung wichtige Aufgaben war. Sie ist eine ausgewiesene Finanzexpertin, nicht nur von ihrer Berufstätigkeit als Steuerprüferin her, sondern auch aus der langjährigen kommunalpolitischen Erfahrung in der Elmshorner Stadtpolitik heraus. Gerade auch zu den kulturpolitischen  Initiativen und Institutionen im Wahlkreis hat die Abgeordnete, die kulturpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion ist, einen hervorragenden Kontakt. 

Der SPD-Ortsvorstand hebt auch die stete Präsenz der Abgeordneten im Wahlkreis Elmshorn, Tornesch und Amt Elmshorn Land bei den Ortsvereinen, den kommunalen Repräsentanten und in der Bürgerarbeit heraus. Mit Beate Raudies bewirbt sich eine starke Abgeordnete, die wir bei ihrer Kandidatur gerne unterstützen werden.

Das Ziel für die SPD ist es, mit Beate Raudies erneut das Direktmandat zur Unterstützung für die SPD und eine Weiterarbeit der Regierung Albig und der Küstenkoalition zu gewinnen. Da sind wir sehr zuversichtlich und wissen gleichzeitig, dass wir in  der konstanten bürgernahen politischen Arbeit nicht nachlassen dürfen.

Maibowle im SPD-Parteiladen

Diese Veranstaltung  mausert sich zu einem kleinen Highlight im Aktivitätenkalender der Elmshorner SPD. Nachdem die Sozialdemokraten schon im letzten Jahr bei der Maibowle im neuen Parteiladen gut besucht waren, war in diesem Jahr beim Klönschnack in den Mai kaum noch ein Platz im Domizil der SPD auf Klostersande zu finden. 

Bei der Maibowle und Knabberkram wechselten sich in der geselligen Runde in der Nacht vor dem Maifeiertag Anekdoten und ernsthafte Themen, Geschichten aus der Vergangenheit und der Blick in die Zukunft bei den lockeren Gesprächen ab. „Unser Parteiladen ist genau der richtige Ort, um gemeinsam mit den Sozialdemokraten und Freunden, und auch mit Interessierten und Nachbarn in den Mai zu feien,“ stellt der Chef der Elmshorner SPD Ernst Dieter Rossmann fest und kündigt auch schon einmal für das nächste Jahr wieder eine Maibowle im Parteiladen an.

Starke Elmshorner SPD-Delegation beim Landesparteitag

Mit einer starken Delegation aus dem Ortsverein ist die Elmshorner SPD beim  Landesparteitag am 23. April 2016 vertreten gewesen. Unter den Delegierten, die sich an der Kieler Förde versammelten, befanden sich aus der Elmshorner Stadtpolitik der SPD-Fraktionsvorsitzende Ulrich Lenk und der Stadtverordnete Kai Olaf von Wolff. Zudem brachte auch der aus Elmshorn stammende Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Hans Helmut Birke den kommunale Blickwinkel ein. Durch den SPD-Kreisverband Pinneberg wurden auch die beiden Elmshorner Parlamentsabgeordneten Beate Raudies aus dem Landtag und Dr. Ernst Dieter Rossmann aus dem Bundestag zur Veranstaltung der Landes-SPD entsandt.

Der Parteitag der schleswig-holsteinischen SPD hat die Grundlagen für das Wahlprogramm für die kommende Landtagswahl gelegt und Impulse für das Bundestagswahlprogramm beigesteuert. "Mehr Gerechtigkeit wagen" ist dabei das Motto, an dem die Landespartei die Kompassnadel ausrichtet.

Elmshorner SPD beteiligt sich an der Regionalkonferenz der Landespartei

Schleswig-Holstein zusammenhalten – unter diese Überschrift stellt die SPD in Schleswig-Holstein eine Reihe von Regionalkonferenzen, die den Parteitag der Landes-SPD am 23. April 2016 mit vorbereiten.

Für den Kreis Pinneberg findet die Regionalkonferenz am Mittwoch, 20. April 2016, um 19:30 Uhr im Hotel Cap Polonio in Pinneberg statt, an der sich auch die Mitglieder der Elmshorner SPD beteiligen. „Wir wollen aus unserem Ortsverein heraus über die Regionalkonferenz Impulse  für den SPD-Markenkern Gerechtigkeit setzen“, führt der Elmshorner Ortsvereinsvorsitzen-de und Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst  Dieter Rossmann aus. 

Rossmann nimmt dabei auch das Motto des bevorstehenden Landesparteitag „Mehr Gerech-tigkeit wagen“ auf.  „Die Ergebnisse der Regionalkonferenzen werden nicht nur die Beratungen des Landesparteitags beeinflussen, sondern darüber hinaus auch im Regierungsprogramm zur nächsten Landtagswahl berücksichtigt werden,“ so der Ortsvereinsvorsitzende zur Bedeutung der Regionalkonferenzen.

Brexit, Grexit, Eurokrise und Flüchtlingspolitik

Rossmann-Diskussion zur Zukunftssicherung für Europa

„Müssen wir nicht eigentlich ein grundsätzliches Ziel für den Euro definieren und über ein europäisches Leitbild diskutieren?“ Diese Frage stellte der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann jetzt seinen Gästen beim aktuellen „Wasserturmfrühstück“. Angesichts der immer neuen Diskussionen über einzelne Probleme der Europapolitik wie den EU-Austritt Großbritanniens, die Eurokrise oder die Bewältigung des Flüchtlingsstroms, war dem Politiker daran gelegen einmal grundsätzlich über Idee und Identität Europas zu sprechen. Rund 30 Besucher waren zur frühen Stunde erschienen, um im Rahmen des politischen Frühstücks-Klönschnacks hierüber mit ihrem Abgeordneten zu diskutieren.

Rossmann erläuterte vor den Anwesenden seine Vorstellung eines europäischen Leitbildes mit der Vision von den „Vereinigten Staaten von Europa“. „Der deutsche Föderalismus könnte als Vorbild für Europa dienen. Auch in Europa könnte man ein Zwei-Kammer-System einführen, so wie es in Deutschland mit dem Bundestag als Parlament und dem Bundesrat als Länderkammer seit Jahrzehnten praktiziert wird. So könnten auch die Interessen der Nationalstaaten ausreichend berücksichtigt werden“, skizzierte Rossmann seine Vision für Europa. Dabei wäre auch erneut darüber zu entscheiden, ob einzelnen Mitgliedsstaaten ein Vetorecht zustehen könnte, oder ob Mehrheitsentscheidungen möglich sein werden. Rossmann betonte die Notwendigkeit eines „sozialen Europas“: „ Wenn wir dazu kommen, einheitliche Sozialstandards für Europa zu definieren und umzusetzen, dann kann auch eine Vertiefung Europas im ordnungsrechtlichen Sinne erfolgen!“

Auf Basis der Freizügigkeit in der Europäischen Union forderte der Bundestagsabgeordnete eine gemeinsame europäische Einwanderungs- und Integrationspolitik. Ebenso müsse Solidarität ein Grundprinzip Europas sein. 

In der Diskussion wurde deutlich, dass gerade das Prinzip der Solidarität bei vielen Staaten der Europäischen Union derzeit keine Rolle spiele. Dies zeige sich deutlich in der aktuellen Diskussion um eine Verteilung der Flüchtlinge in Europa. Bemängelt wurde die Transparenz der Entscheidungen, die auf EU-Ebene getroffen würden. „Von der Arbeit des EU-Parlaments erfährt man in den Medien praktisch nichts!“, kritisierte ein Diskussionsteilnehmer. Einig waren sich die Teilnehmer aber darüber, dass man mehr über die Entwicklung der Europäischen Union sprechen müsse und eine Diskussion über eine Zielvorstellung für Europa wichtig sei.

Dazu gehöre auch, dass man den europäischen Gedanken leben müsse. Rossmann nannte als Beispiel die Vorstellung von „Europa-Lehrern“. „Wenn an den Schulen Lehrer aus anderen europäischen Ländern unterrichten würden, könnten junge Menschen stärker vom kulturellen Austausch profitieren und den Gedanken eines vereinten Europas und einer europäischen Identität aufnehmen!“, erklärte Rossmann.

Werbung für das kommunalpolitische Ehrenamt beim Markt der Möglichkeiten

Schon die erste Elmshorner Ehrenamtsmesse im Oktober 2014 war ein großer Erfolg, der sich jetzt im März 2016 mit der Neuauflage des Markts der Möglichkeiten eindrucksvoll bestätigte. Fast drei Stunden brauchte dieLandtagsabgeordnete Beate Raudies, die gemeinsam mit dem Stadtrat Dirk Moritz die Schirmherrschaft über die Veranstaltung übernommen hatte, um bei einem Rundgang alle Stände zu besuchen.

Unter den 60 Vereinen und Verbänden, die sich präsentierten, war natürlich auch die Elmshorner SPD wieder dabei. Dabei gab es am Stand der SPD nicht nur Informationen über die Arbeit des Elmshorner Ortsvereins, sondern auch über die Beteiligungsmöglichkeiten für interessierte Bürgerinnen und Bürger. 

Die ganz konkrete Bürgerbeteiligung spiegelte sich insbesondere in der großen Umfrageaktion zu den Wünschen zum Hallenbad der Zukunft. Doch nicht nur der stadtwerkepolitische Sprecher der SPD-Fraktion Thorsten Mann-Raudies konnte viele Meinungen von der Veranstaltung mitnehmen; in vielen Gesprächen haben die Bürgerinnen und Bürger ganz konkrete Wünsche und klare Prioritäten an die anwesenden Mitstreiter und Stadtverordneten, die Landtagsabgeordnete und den Ortsvereinsvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Ernst Dieter Rossmann herangetragen.

Sehr beeindruckt zeigte sich Ernst Dieter Rossmann auch von den zahlreichen anderen Präsentationen, die denen sich Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten einbringen: „An die die vielen anderen SPD-Mitglieder, die im Ehrenamt für ihre Mitbürger und das Allgemeinwohl aktiv sind, geht ein besonderer Dank, da diese Verankerung in der Stadt unsere Stärke ausmacht und uns beständig viele Impulse gibt.“

Rechtzeitig vor der Eröffnung steht der Stand der SPD - aufgebaut durch die beiden Orgaleiter Jürgen Heesch und Michael Schinkel und am Tag zurvor vorbereitet im Parteiladen

Intensiv genutzt - die große Meinungsumfrage zum Hallenbad der Zukunft

Ein deftiges Mahl und Elmshorner Geschichte(n)

So wie in jedem Jahr haben die Elmshorner Sozialdemokraten auch in diesem Jahr ihr Graue-Erbsen-Essen am Faschingsdienstag unter ein besonderes Motto gestellt. Neben dem deftigen Elmshorner Traditionsmahl erwartete die Gäste passend zum diesjährigen Jubiläum 875 Jahre Elmshorn ein Vortrag über die geschichtliche Entwicklung der Krückaustadt.

Dabei war auch der Ort, den die Elmshorner SPD für das Essen ausgesucht haben, sehr symbolträchtig, ging es doch in in den Schützenhof, die Heimat der Elmshorner Schützengilde von 1653. So freute sich Ortsvereinsvorsitzender Dr. Ernst Dieter Rossmann sehr darüber, mit Fred Silvester den Vorsitzenden dieser ältesten Elmshorner Institution beim Graue-Erbsen-Essen begrüßen zu dürfen. 

Silvester ließ es sich nicht nehmen, auf das geschichtliche Motto des Abends einzugehen. Er schilderte die Ursprünge der Schützengilde als Schutztruppe für die Bevölkerung und insbesondere als Vorläufer der heutigen Freiwilligen Feuerwehr; eine Aufgabe, die die Schützengilde bis tief in das 19. Jahrhundert wahrgenommen hatte. Diese beiden ursprünglichen Bedeutungen spiegelten sich im Brauchturm der Schützengilde bis in die jüngste Zeit mit dem alljährlichen Schützenumzug und dem symbolischen Zapfenstreich in den Elmshorner Gaststätten.

Nach dem deftigen und sehr leckeren Mahl, zubereitet vom Team der Gaststätte Grande Saukredo im Schützenhof, folgten die Teilnehmer gespannt dem Vortrag über die Entwicklung Elmshorns durch den Mitarbeiter des ehrenamtlich betriebenen Stadtarchive Arno Freudenhammer.

Freudenhammer fügte dem Berichtszeitraum von 875 Jahren glatt noch einmal 13.141 Jahre hinzu, in dem er auf frühste Spuren menschlicher Aktivität auf Elmshorner Gebiet 12.000 vor Christus abstellte. 

Besonders ging der Mitarbeiter des Stadtarchivs auf die erste schriftliche Erwähnung des Ortes Elmshorn ein. „Die Bezeichnung Elmeshorne findet sich in einer Urkunde aus dem Jahr 1141, die aus heutiger Sicht am ehesten einen Steuerbescheid darstellt, den wir jetzt als Anlass für eine Feier zum 875-jährigen Bestehen nehmen“, wie Freudenhammer launig bemerkte.

Der Stadtarchivar hob auch hervor, dass Elmshorn über lange Zeit im Vergleich zu anderen Städten ein relativ unbedeutender Ort war; „zum zunftberechtigten Flecken wurde Elmshorn erst 1737 erhoben, Stadtrechte gar erst 1870 verliehen.“ „In der Nachbarschaft Elmshorns war Barmstedt über lange Zeit der sehr viel bedeutendere Ort, der früher eine Kirche aufweisen konnte und auch früher die Gerichtsbarkeit ausüben durfte,“ so Freudenhammer.

Für die Entwicklung Elmshorns seien denn auch eher ein paar geografischer Vorteile ausschlaggebend gewesen, betonte Freudenhammer; „die Lage am Ossenpadd, des uralten und bis in das 19, Jahrhundert hinein sehr bedeutenden Weges des Viehtriebs aus Jütland in den Süden, und die Lage am Endpunkt der schiffbaren Krückau.“

Als großer Glücksfall habe sich die 1844 erfolgte Anbindung Elmshorns durch die Eisenbahnstrecke von Altona nach Kiel herausgestellt. „Ursprünglich über Barmstedt geplant, ist es dem Elmshorner Kaufmann Claus Panje durch beharrliches Insistieren gelungen, eine Streckenverlegung über Elmshorn zu erreichen,“ so Freudenhammer. Die Eisenbahn habe zu einem großen wirtschaftlichen Aufschwung geführt, der das heutige Elmshorn erst möglich gemacht habe.

Nicht zu kurz kam im Vortrag des Stadtarchivars auch die Zeit des 30-jährigen Krieges mit der Einquartierung der Truppen Wallensteins, die 1627 von Elmshorn als Basis aus die Festungen Glückstadt, Krempe und Breitenburg belagerten, der Pestepidemie und der Brandschatzung im Jahr 1627, und der Verwüstung durch schwedische Truppen im Jahre 1643. Mit diesen Betrachtungen schloß sich dann auch der Kreis im Vortrag Freudenhammers, vermuten doch die Historiker den Ursprung des in Elmshorn so beliebten Grauen-Erbsen-Essens in den Hungersnöten des 30-jährigen Krieges, als die Kapuzinererbsen die einzige Möglichkeit zur Verpflegung der Bevölkerung darstellten.

Lebhafter Plausch in gemütlicher Runde

Ortvereinsvorsitzender Dr. Ernst Dieter Rossmann mit dem Vorsitzenden der Elmshorner Schützengilde Fred Silvester

Vortrag aus der Geschichte der Schützengilde

In freudiger Erwartung auf die Grauen Erbsen

Arno Freudenhammer beim geschichtlichen Vortrag. Auch ein Thema: die Walfangtradition Elmshorns, dokumentiert durch das Walfangschiff Flora im Elmshorner Stadtwappen.

Der Dank für die Gestaltung des kulturellen Teils des Abends: Pralinen aus Elmshorn und ein Buch.

Weiterführende Links

Die Arbeit des ehrenamtlich geführten Elmshorner Stadtarchivs ist auch auf der Internetseite des Vereins zur Förderung des Stadtarchivs dokumentiert. Interessante Einblicke in die Elmshorner Stadtgeschichte findet man zudem auf der Facebookseite des Stadtarchivs.

Gespräch mit dem Seniorenrat

Mehr als 12.000 Menschen in Elmshorn sind älter als 60 Jahre; und sie gehören einer stetig wachsenden Bevölkerungsgruppe an. Schon seit langem gibt es in der Krückaustadt mit dem Seniorenrat eine besondere Institution, die die Interessen der Älteren gegenüber der Verwaltung und der Politik vertritt; und so sind die Vertreter des Seniorenrates auch stets gern gesehene und regelmäßige Gäste bei den Gesprächen, zu denen der Ortsvorstand der Elmshorner SPD unter der Leitung des Bundestagsabgeordneten Dr. Ernst Dieter Rossmann Vereine und Institutionen aus der Stadt einlädt.

Auf besonderes Interesse stößt bei dem Vorsitzenden des Seniorenrates Günter Allertseder und und seinem Stellvertreter Holger Weiß die Ausarbeitung eines Seniorenkonzepts für Elmshorn, das  schon seit langem von der Kommunalpolitik eingefordert wird und wozu die Verwaltung jetzt einen ersten Entwurf ausgearbeitet hat und demnächst der Politik vorstellen wird. Für Allertseder ist dieser Entwurf „jedoch mehr Zustandsbeschreibung, was schon läuft, als ein Ausblick, welche Projekte in der Zukunft angegangen werden können.“ Auch die SPD-Kommunalpolitikerin Ute Borgwaldt, die sich in der SPD-Fraktion um seniorenpolitische Fragen kümmert, sieht in dem Verwaltungsentwurf „einen ersten Aufschlag, zu dem die Sozialdemokraten eine weitere und konkretere Ausarbeitung einfordern werden.“  Einig zeigen sich sowohl der SPD-Ortsvorstand als auch der Seniorenrat, „dass der soziale Bereich bei allen Herausforderungen, die auch in diesem Jahr auf die Stadt Elmshorn zukommen, weiterhin eine große Rolle spielen wird.“

Ein konkretes Anliegen ist für den Seniorenrat die mangelnde Barrierefreiheit des Weißen Hauses, „die es in ihrer Beweglichkeit eingeschränkten Personen unmöglich macht, die in ihr untergebrachten Ämter und vor allem die in den Räumlichkeiten durchgeführten Ausschusssitzungen zu besuchen“, so Allertseder. Die zukünftige Nutzung des Weißen Hauses sei auch für die Elmshorner Kommunalpolitiker ein wichtiges Thema, „da wir sowieso im Stiftungsrat die dringend durchzuführende Sanierung des Gebäudes besprechen werden“, führt der SPD-Stadtverordnete Jürgen Heesch aus und auch der Sprecher der SPD-Fraktion für den Bereich Kommunale Dienstleister Hans-Joachim Seiffert hofft „auf zusammen mit dem Denkmalschutzamt erarbeitete Lösungen, um das Weiße Haus zumindest barrierearmer umbauen zu können.“ Beide Kommunalpolitiker werden auch den Bürgervorsteher Karl Holbach bitten, eine Verlegung der Ausschusssitzungen aus dem Weißen Haus im Ältestenrat des Stadtverordnetenkollegiums anzusprechen.

Auf gutem Wege sehen sowohl der SPD-Ortsvorstand als auch der Seniorenrat den öffentlichen Nahverkehr in Elmshorn. „Seit längerem erfolgt schon ein ausschließlicher Einsatz von Niederflurbussen im Stadtverkehr; und auch die Eisenbahnunternehmen ziehen zunehmend mit dem Einsatz von absolut barrierefreien Zügen nach“, weiß Ortsvereinsvorsitzender Dr. Ernst Dieter Rossmann zu berichten. Rossmann freut sich insbesondere über die Zeichen aus dem Rathaus, dass die Verhandlungen mit der Deutschen Bahn beim Grundstückserwerb am Bahnhofsgelände in Bewegung gekommen sind, „da hiermit die grundsätzliche Voraussetzung geschaffen werden kann, die bisher unbefriedigende Umsteigesituation am Bahnhof wesentlich zu verbessern.“ Der Seniorenrat stellt sich in diesem Zusammenhang die Aufgabe, zukünftig individuelle Fahrdienste für Senioren besser zu organisieren. „Solche Fahrdienste zu Veranstaltungen werden für Senioren, die nicht mehr in der Lage sind, den ÖPNV zu nutzen, durchaus angeboten,“ führt Allertseder aus; „wir werden versuchen, diese Angebote bekannter zu machen.“

Kein besonderes Thema ist für den Seniorenrat im Augenblick die Wohnraumsituationen für Senioren in Elmshorn. „An uns werden in diesem Bereich kaum besondere Sorgen oder Probleme herangetragen“, so der Vorsitzende des Seniorenrates, der sich mit Rossmann einig zeigt, „dass auch bei zukünftigen Bauprojekten in Elmshorn die Anforderungen nach Barrierefreiheit und angemessenen Wohnraumgrößen berücksichtigt werden müssen.“

Speziell an die Bundes- und Landesebene richtet sich der Wunsch des Seniorenrats nach einer Verbesserung der Situation der Pflege. Hierbei ist für den stellvertretenden Seniorenratsvorsitzenden Holger Weiss neben den Themen der besseren Orientierung an dem tatsächlichen Bedarf sowie der Ausbildung und Arbeitssituation des Pflegepersonals die  auskömmliche Gestaltung der Pflegesätze zentral: „In die Gesamtgestaltung der seniorengerechten Stadt gehören diese Fragen mit hinein, denn gute Versorgung von Pflegebedürftigen ist mehr als nur eine Aufgabe von Pflegeversicherungen, sondern muss als gesamtgesellschaftliche Aufgabe wieder in die Stadtpolitik integriert werden.“

Arbeitskreis Flüchtlinge in Elmshorn gegründet

Am 12. Januar 2016 hatte die Elmshorner SPD alle an der Flüchtlingsarbeit Interessierten und Engagierten zu einem Treffen eingeladen. Über 20 interessierte Elmshorner Bürger kamen dabei zusammen  und haben einen neuen Arbeitskreis "Flüchtlinge in Elmshorn" gegründet.

Dieser Arbeitskreis ist offen und nicht an eine Parteimitgliedschaft gebunden, er arbeitet selbständig und mit eigenen Schwerpunkten. Ziel ist unter anderem, die kommunale Willkommens- und Integrationsarbeit für Flüchtlinge kritisch zu begleiten und zu unterstützen. Auch soll auf nötige Verbesserungen vor allem im Bereich der Stadt Elmshorn und im Kreis Pinneberg aufmerksam gemacht werden. Außerdem möchte der Arbeitskreis zur Weiterentwicklung der Willkommenskultur in Elmshorn beitragen und einer möglichen Ausgrenzung und Diskriminierung vor Ort entgegen wirken. Weitergehende praxisbezogene Aktivitäten oder auch einwanderungs- und integrationspolitische Veranstaltungen sind denkbar.

Wer an einer Mitwirkung bei dem Arbeitskreis interessiert ist, ist herzlich willkommen!

Kontakt

Detlef Witthinrich-Kohlschmitt

Ansgarstraße 137 A
25336 Elmshorn

Tel 04121/63512
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Neujahrsempfang 2016

In einer mittlerweile guten Tradition haben die Elmshorner Sozialdemokraten mit ihrem Neujahrsempfang im Industriemuseum am 10. Januar das neue Jahr eingeläutet.

Nach den einleitenden Worten des Ortsvereinsvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Dr. Ernst Dieter Rossmann nutzte der Elmshorner Bürgermeister Volker Hatje die Möglichkeit zum Ausblick, was das Jahr 2016 für die Krückaustadt bringen wird. Er konnte hierbei auch die frohe Botschaft verkünden, dass es durch ein neu aufgelegtes Programm der Bundes möglich sein wird, in den nächsten fünf Jahren alle innerörtlichen Bundesstraßen in Elmshorn zu sanieren.

Verkehrspolitische Fragen nahmen erwartungsgemäß auch einen hohen Stellenwert in der Neujahrsansprache ein, die dieses Jahr vom schleswig-holsteinischen Verkehrs- und Wirtschaftsminister Reinhard Meyer als Ehrengast des Empfangs gehalten wurde. Wie schwierig es sein kann, Aspekte des Naturschutzes mit anderen berechtigten Interessen der Gesellschaft zu vereinbaren, verdeutlichte Meyer mit dem humorvollen Angebot an den Elmshorner Bürgermeister, Seeadler gegen Krähen einzutauschen.

Sowohl Meyer als Hatje gingen in ihren Ansprachen auf die Herausforderungen an unsere Gesellschaft ein, die sich aus der verstärkten Anzahl der in Deutschland Schutzsuchenden ergeben. Beide zeigten sich optimistisch, dass diese Herausforderungen bewältigt werden; betonten jedoch auch, dass neben der akuten Frage der Unterbringung der Aspekt der Integration der neuankommenden Mitbürger in unserer Gesellschaft eine zunehmend wichtigere Rolle spielen wird.

Begrüßung des Ehrengastes durch den Ortsvereinsvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten, die Landtagsabgeordnete und den Vorsitzenden der Stadtfraktion
"Klönschnack" vor den Ansprachen
Dr. Ernst Dieter Rossmann eröffnet den Neujahrsempfang
Die Neujahrsgrüße aus dem Rathaus überbringt Bürgermeister Volker Hatje
Als Dank für die 3. Ansprache von Volker Hatje bei einem Neujahrsempfang der Elmshorner SPD überreicht die Landtagsabgeordnete Beate Raudies dem Bürgermeister drei Rosen
Der Ehrengast der Veranstaltung, der schleswig-holsteinische Verkehrs- und Wirtschaftsminister Reinhard Meyer, bei seiner Neujahrsansprache
Mit einem Korb voll typischer Elmshorner Produkte bedankt sich die Elmshorner SPD bei ihrem Ehrengast
Nach den Ansprachen - Bürgermeister Volker Hatje im Gespräch mit dem Werkleiter der Stadtwerke Elmshorn Sören Schuhknecht und dem Leiter des Elmshorner Polizeireviers Thorsten Buchwitz
Der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Hans Helmut Birke im Gespräch mit dem Wirtschaftsminister
Im Fachgespräch vertieft - der schulpolitische Sprecher der Elmshorner SPD-Fraktion Arne Klaus mit der Schulleiterin der Anne-Frank-Gemeinschaftsschule Maren Schramm
Kontaktpflege - die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dörte Köhne-Seiffert mit dem Leiter der Agentur für Arbeit Elmshorn Thomas Kentemich
Vorsitzende unter sich - Dr. Ernst Dieter Rossmann im Gespräch mit dem 1. Vorsitzenden der Elmshorner Schützengilde von 1653 e.V. Fred Silvester
Unter den Gästen auch der Stadtrat der Stadt Elmshorn Dirk Moritz, der Elmshorner FDP-Kommunalpolitiker Pascal Mangels, der seine bei der SPD kommunalpolitisch aktive Ehefrau zum Neujahrsempfang begleitete, und das bürgerliche Mitglied der SPD-Fraktion Bernhard Hilprecht
Sie zeigten sich mit der Veranstaltung hochzufrieden - das Orgateam Jürgen Heesch, Christoph Schmidt und Michael Schinkel im Gespräch mit dem früheren Orgaleiter Steffen Nielebock

 

 

Nach geschichtlichem Einsatz zurück - die Traditionsfahne der Elmshorner SPD

Auf diesen Augenblick haben die Elmshorner Sozialdemokraten sehnsüchtig gewartet - nach eineinhalb Jahren in der Obhut der Stiftung des Hauses der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland ist die Parteifahne des Elmshorner Ortsvereins der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands und somit eines der wertvollsten Stücke aus der Geschichte der Elmshorner Sozialdemokratie in die Heimat zurückgekehrt.

Die Traditionsfahne der Elmshorner Sozialdemokratie ist die zweite Fahne des Ortsvereins. Nachdem die erste Fahne im Rahmen der Sozialistenverfolgung von der preußischen Obrigkeit eingezogen und vernichtet worden war, haben die Genossen nach der Aufhebung der Sozialistengesetze 1890 mit Sammlungen für eine neue Parteifahne begonnen und 1892 mit der Parteifahne ein neues, sichtbares und selbstbewusstes Zeichen der Sozialdemokratie in Elmshorn gesetzt. 

Besonders glücklich schätzen sich die Sozialdemokraten, dass es zwischen 1933 und 1945 den damaligen Genossen gelungen ist, die Parteifahne durch die Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zu retten. Nur zu gern wären die Nazischergen der Parteifahne habhaft geworden, führt  die Chronik des Ortsvereins aus und weiß auch von dem immensen Druck zu berichten, dem die Genossen ausgesetzt waren, die Parteifahne auszuliefern. Dem bewundernswerten Mut, diesem Druck zu widerstehen, ist es zu verdanken, dass die Parteifahne in ihrem Versteck, einem Ofenrohr, überdauern konnte.

Mit einer besonderen Symbolik ist auch die Traditionsahne selbst versehen, da auf ihr das Datum der Fahnenwidmung am 1. Mai 1892 vermerkt ist. Dieser Ausdruck des Selbstbewusstseins der Sozialdemokratie, sich am am internationalen Tag der Arbeiterbewegung ein sichtbares Zeichen zu geben, führte zu einer Ausleiheanfrage der Historiker des Hauses der Geschichte, um mit der Parteifahne die besondere Bedeutung des 1. Mai und in der Ausstellung „Festakt oder Picknick? Deutsche Gedenktage“ zu dokumentieren.

Nachdem die Ausstellung, die 2014 im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn und 2015 im Zeitgeschichtlichen Forum in Leipzig besucht werden konnte, ausgelaufen ist, konnte der der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann die Traditionsfahne seinem Berliner Büro wieder in Empfang nehmen und übernahm als Vorsitzender der Elmshorner SPD sehr gerne die ehrenvolle Aufgabe, die Fahne seines Ortsvereins wieder in die Krückaustadt zu bringen.

Weiterführender Link

Zu unserer Geschichte des Ortsvereins haben wir eine umfangreiche Sonderseite erstellt, in der die Ausstellung zum 150-jährigen Bestehen der SPD Elmshorn, die im Jahr 2013 im Elmshorner Industriemuseum zu sehen war,  dokumentiert ist.

Grünkohl und Kabarett zum Jahresausklang

Eine weiterhin sehr beliebte und gut besuchte Veranstaltung ist das traditionelle Grünkohlessen der Elmshorner SPD im Dezember, mit der die Sozialdemokraten das politische Jahr ausklingen lassen.

„Wir blicken auf ein erfolgreiches, aber auch sehr bewegtes Jahr zurück“, begrüßt Ortsvereinsvorsitzender Dr. Ernst Dieter Rossmann in seiner 34. Ansprache zu diesem Anlass die zahlreichen Parteimitglieder, Freunde und Bekannte, die sich den Grünkohl schmecken lassen wollen.

In seiner kleinen Rückschau erinnert Rossmann für den Bereich der kommunalen Ebene insbesondere an die Vollendung des Neubaus der KGSE und die Gestaltung einer Politik mit starken sozialdemokratischen Akzenten im Kreistag, lobt die Landesregierung für das erfolgreiche Wirken bei der Unterbringung von geflüchteten Menschen und geht auf die großen Herausforderungen für alle Ebenen ein, die sich aus dem Zustrom von Menschen ergeben, die in Deutschland Schutz vor Verfolgung und Krieg suchen.

In diesem Zusammenhang lobt der Ortsvereinsvorsitzende das sehr große und selbstlose ehrenamtliche Engagement, das sich in kurzer Zeit angesichts des Flüchtlingsstroms in Deutschland entwickelt hat und begrüßt besonders Antje Thiel, die als erste Vorsitzende stellvertretend für alle im Willkommenstem für Flüchtlinge Elmshorn e.V. Engagierten als Ehrengast am Grünkohlessen teilnimmt.

„Wir setzen dort an, wo der Staat naturgemäß mit seinen Möglichkeiten an Grenzen stößt,“ beschreibt Thiel die Aufgabenstellung, die sich der Verein gegeben hat; „es reicht eben nicht, einen Scheck und die Schlüssel zu einer Unterkunft auszuhändigen; es ist genau so wichtig, die Menschen zu begleiten.“

Besonders beeindruckt zeigen sich die Zuhörer von der Schilderung Thiels, dass sich um einen Kern von 65 Mitgliedern über 350 Interessierte für die ehrenamtliche Arbeit und 85 aktive Paten gefunden haben.

Als ein Kernstück der Arbeit habe sich die Fahrrad-AG herausgestellt, so die Vorsitzende des Willkommensteams, „der Bedarf an Zweirädern, der den Geflüchteten ermöglicht, mobil zu sein, kann nicht durch das Sozialkaufhaus abgedeckt werden.“ Mit der Hilfe von Spenden und einer regelmäßig durchgeführten Reparaturwerkstatt sei es seit September gelungen, über 90 Fahrräder bereitzustellen; und jeden Samstag kommen bis zu 15 Fahrräder hinzu, berichtet Thiel. 

Doch nicht nur die Arbeit des Willkommensteams nimmt vor dem Grünkohlessen einen großen Raum ein, sondern auch die Entwicklung des Elmshorner SPD-Ortsvereins. So ist es für den Ortsvereinsvorsitzenden eine besondere Freude, mit Ute Fededersen bei der Veranstaltung ein neues Mitglied aufnehmen zu können und mit Helga Kell-Rossmann und Bernhard Hilprecht zwei sehr verdiente und aktive Sozialdemokraten für 40-jährige Mitgliedschaft zu ehren. Besonders würdigt Rossmann auch den scheidenden Vorsitzenden der SPD-Senioren Robert Sonnleitner, der nach langjährigen Wirken in der AG 60plus seine Aufgaben in die Hände von Herbert Paschen gelegt hat.

Nach dem deftigen Mahl mit Klönschnack und einem kräftigen Verteiler ist wie immer das Vorstandskabarett der kulturelle Höhepunkt der Veranstaltung. Mit der Unterstützung des Hamburger Kleinkünstlers und Kabarettisten Jens von Häfen haben Rossmann und seine Vorstandskollegen in diesem Jahr die Chancen einer Olympiabewerbung Elmshorns nach dem Ausscheiden des großen Konkurrenten Hamburg beleuchtet. Für besonderes Schmunzeln bei dem geneigten Publikum sorgte die vom Kabarettisten von Häfen verkörperte Figur des Sergej, der beredt schilderte, welche Tipps sein Freund, ein sowjetischer Sportfunktionär, der die Sommerspiele in Moskau 1980 organisierte, für eine Bewerbung Elmshorns hat.

Spielenachmittag der Elmshorner SPD

Am Nikolaustag ist nachmittags im Parteiladen eine neue Veranstaltungsreihe der Elmshorner SPD gestartet - der Spielenachmittag für jung und alt.

Mit einer bunten Auswahl an klassischen Gesellschaftsspielen und modernen Brettspielen war für jeden Geschmack etwas dabei; und die Mitspieler zeigten sich bei Kaffee und Kuchen in gemütlicher Runde begeistert, alte Spiele wieder zu entdecken und neue Spielvarianten kennenzulernen.


Das Angebot, abseits der Politik in lockerer Atmosphäre zusammen zu kommen, soll auch im kommenden Jahr fortgesetzt werden und die „Gamer“ des Ortsvereins freuen sich schon jetzt auf viele weitere Mitspieler, wenn im Frühjahr der nächste Spielenachmittag angeboten wird.

Hospiz- und Palliativversorgung weiter verbessern!

Auch wenn die Hospize in Deutschland nach wie vor auf nachhaltige und großzügige Spenden angewiesen sind, sollen sie in Zukunft doch eine sehr konkrete finanzielle Entlastung erfahren. Hierauf weist der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann vor den abschließenden Beratungen in dieser Woche zur Stärkung der Palliativversorgung und zur Sterbebegleitung hin. So soll die finanzielle Ausstattung stationärer Hospize deutlich verbessert werden. Dies soll zum einen durch eine Erhöhung des Mindestzuschusses der Krankenkassen geschehen. Zum anderen sollen die Krankenkassen künftig 95 statt wie bisher 90 Prozent der zuschussfähigen Kosten tragen. Bei den Zuschüssen für ambulante Hospizdienste werden künftig neben den Personalkosten auch die Sachkosten, wie zum Beispiel Fahrtkosten der ehrenamtlichen Mitarbeiter, berücksichtigt. Auch der Aufwand der Hospizarbeit in Pflegeheimen ist stärker zu berücksichtigen. Krankenhäuser können künftig Hospizdienste auch mit Sterbebegleitung in ihren Einrichtungen beauftragen. 

Bei einem Bürgergespräch zu dieser Thematik, zu der kürzlich im Elmshorner SPD-Parteiladen eine sehr intensive Diskussion mit dem Elmshorner Palliativmediziner Frank Ubl und interessierten Gästen unter anderem aus dem Bereich der Kirchen und der sozialen Dienste stattgefunden hat, wurde auch die Stärkung der Palliativversorgung im Pflegeheim angesprochen. Nach dem neuen Gesetz soll Sterbebegleitung ausdrücklicher Bestandteil des Versorgungsauftrages der sozialen Pflegeversicherung werden. Kooperationsverträge der Pflegeheime mit Haus- und Fachärzten zur medizinischen Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner sind nicht mehr nur freiwillig, sondern sollen immer von den Vertragspartnern abgeschlossen werden. Ärztinnen und Ärzte, die sich daran beteiligen, erhalten eine zusätzliche Vergütung.

Frank Ubl, einer der Pioniere der Palliativversorgung in Elmshorn und Schleswig-Holstein, stellte mit Blick auf das neue „Gesetz zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland“ insbesondere auch die Versorgung in ländlichen und strukturschwachen Regionen heraus, in denen die ambulante Palliativversorgung noch deutlich stärker gefördert werden muss. Frank Ubl: „Bei allen Wünschen, die man mit Recht an eine noch bessere Versorgung auch in unserer Region haben darf, schneiden Elmshorn und der Kreis Pinneberg mit Blick auf die schon vorhandenen Angebote der Palliativversorgung deutlich besser ab als andere Kreise. Hier hat sich die lange Aufbauarbeit im stationären und ambulanten Bereich wirklich positiv niedergeschlagen.“

Torsten Albig und die Hansens aus Elmshorn

Er war der Stargast der Elmshorner SPD während der Woche der Genossen, in der es in der Krückaustadt um sozialdemokratische Politik ging: Ministerpräsident Torsten Albig erklärte vor 50 Gästen, die sich in der Elmshorner Gaststätte „Im Winkel“ eingefunden hatten, unter anderem, was genau es mit der fiktiven Familie Hansen aus Elmshorn auf sich hat. Jene Hansen hatte er in einer seiner Regierungserklärungen herangezogen, um die politische Weichenstellung für Schleswig-Holsteins Zukunft zu skizzieren - auch in der Gaststätte ein Anstoß zu einer Diskussion darüber, was die Gesellschaft in Schleswig-Holstein bewegt.

„Anhand der Hansens will ich zeigen, dass die Familie stärker in den Mittelpunkt unserer politischen Planungen rücken. Wir haben uns Gedanken darüber gemacht, wie die Realität für eine normale Familie ist, die eigentlich nur von wenigen Maßnahmen profitieren“, sagte Albig. Also habe man gehandelt: „Familien wie die Elmshorner Hansens - er im Einzelhandel tätig, sie ist Teilzeitkraft bei einer Versicherung, die beiden Kinder sind zehn und drei Jahre alt - profitieren ohne Wenn und Aber von einem 100-Euro-Gutschein für Krippen. Das geht direkt aufs Bankkonto“, so der Ministerpräsident.

Dieses Beispiel zeige auch, dass sich die Koalition bei der Stoßrichtung der Politik immer wieder gefragt habe, was die Erwartungen einer Familie aus der Mitte Schleswig-Holstein seien. „Eines unserer Ziele ist es, Jahr für Jahr voranzukommen, bis der Kita-Besuch für alle Familien kostenfrei ist“, so Albig.

Weiterhin würden die Hansens ebenfalls von den 2,6 Millionen Fördergeld für die Sanierung der Elmshorner Schulen und von den mehr als 51 Millionen Euro Bundes- und Landeszuschüssen für die Kita-Betriebskosten „direkt etwas haben“, betonte Albig.

Wie Familie Hansen mit den Flüchtlingen umgehen solle, auch dafür hatte Albig ein Rezept: Er forderte dazu auf, die Flüchtlinge freundlich aufzunehmen, ihnen zu helfen und sie als Chance für eine positive Entwicklung zu begreifen. Nach dem Zweiten Weltkrieg seien eine Million deutsche Vertriebene und Flüchtlinge allein nach Schleswig-Holstein gekommen und hätten das Land vorangebracht. Die meisten Flüchtlinge kämen aus nacktem Überlebenswillen und würden nicht, wie manche meinten, durch Sozialleistungen wie Hartz IV ′gelockt′“, so Albig, der damit auf eine Äußerung aus Oppositionsreihen anspielte.

Albig verurteilte außerdem Fremdenhass und Gewalt wie im Februar in Escheburg im Kreis Herzogtum Lauenburg. „Solche Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte sind in Tat wie Form nichts anderes als bösartiger Terrorismus.“ Wenn jetzt als Kontrapunkt zur Willkommenskultur auch eine freundliche Verabschiedungskultur propagiert werde, stocke ihm der Atem angesichts solchen Zynismus, so der Ministerpräsident.

Was Elmshorner Hansens sonst noch interessiert, erfuhr Albig während der anschließenden Fragestunde. Da galt es, auch unangenehme Themen anzupacken. Wie etwa die äußerst angespannte Lage der HSH Nordbank. „Ja, da werden wir eine Last haben, aber Schleswig-Holstein wird damit umgehen“, so der Landeschef.

Seestermühes Bürgermeister Thorsten Rockel fragte nach, wie es denn mit der Breitbandversorgung im ländlichen Raum aussehe. Albig: „Sicher, da brauchen wir eine Strategie. Die Frage, wo die Lebensqualität am besten ist, hängt auch von einem guten Datennetz ab.“

Erst spät in der Nacht machte sich Torsten Albig wieder auf den Weg nach Hause. Dass nun kein Vertreter der angeschriebenen Familien Hansen gekommen war, fand keiner der Gäste wirklich schlimm. „Toll, dass sich der Ministerpräsident so viel Zeit für uns genommen hat“, so ein Besucher beeindruckt. Das hätten sicherlich auch die Hansens gesagt.

Intensivhaltung versus Tierschutz

Nicht nur die Örtlichkeit war ungewöhnlich für das Diskussionsforum zum Thema „Intensivtierhaltung versus Tierschutz – Was muss getan werden?“, zu dem die SPD-Ortsvereine Elmshorn und Kölln-Reisiek kürzlich auf den Hof Glissmann beim Grauen Esel in Kölln-Reisiek eingeladen hatten. Nach einer Führung durch Thorsten Glissmann, der die moderne Milchtierhaltung in einem offenen Kuhstall für die gehaltenen 150 Milchkühe vorstellte, fanden sich die 50 Gäste aus dem Kreis von Landwirten, Tierschützern und interessierten SPD-Mitgliedern aus Stadt und Land zu einer lebhaften Diskussionsrunde zusammen. Als Experten hatten die SPD-Ortsvereine und der Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann die Tierärztin und SPD-Bundestagsabgeordnete aus dem Fachausschuss für Ernährung und Landwirtschaft, Dr. Karin Thissen, den Geschäftsführer der Firma Fülscher-Fleisch aus Seestermühe, Jan-Peter Fülscher, Holger Sauerzweig-Strey als Vorsitzenden des Tierschutzbundes Schleswig-Holstein und Georg Kleinwort als Kreisvorsitzenden des Bauernverbandes Pinneberg für das Fachforum gewonnen.

In ihrem einleitenden Vortrag entfaltete MdB Karin Thissen den Aspekt des Tierwohls aus ethischer, wissenschaftlicher und juristischer Sicht. Für den Bund kündigte sie an, dass im Rahmen einer nationalen Tierwohl-Offensive die relevanten Rechtsbereiche vom Tiergesundheitsgesetz bis zum Tierarzneimittelrecht in einem einheitlichen Rechtsrahmen zusammengefügt werden sollten. Ein wesentliches Augenmerk sollte auf die Verminderung des Antibiotika-Einsatzes gelegt werden. Gleichzeitig soll ein bundeseinheitliches Prüf- und Zulassungsverfahren für Tierhaltungssysteme ausgearbeitet werden. Holger Sauerzweig-Strey als Vorsitzender des Tierschutzbundes Schleswig-Holstein machte die Entwicklung neuer Züchtungsmethoden und Wege der Tierhaltung am Beispiel der millionenfachen Tötung von männlichen Kälbern und Küken deutlich. Auch forderte er nachdrücklich eine Umstellung der Tierhaltung ein, wie sie in ersten Schritten auch mit neuen Regelungen für die Geflügel- und Schweinehaltung bereits eingeleitet seien.

Einen anderen Blickwinkel in die Diskussion brachte Jan-Peter Fülscher als Geschäftsführer eines relativ kleinen Schlachtbetriebes aus der Seestermüher Marsch ein. Er beleuchtete den Zusammenhang von kurzen Viehtransporten für die Schlachtung über die Monopolisierung des Schlachtgewerbes durch wenige Großkonzerne in Deutschland und das ausufernde Werkvertragswesen. Fülscher: „Wer kurze Viehtransporte im Sinne des Tierschutzes will, muss sich gleichzeitig dafür einsetzen, dass unfaire Arbeitsverträge nicht immer mehr zum Wohl der Großkonzerne beitragen.“ Das Zusammenwirken von Landwirtschaft, Fleischindustrie und Handel stand auch im Mittelpunkt des Beitrages von Georg Kleinwort, dem Kreisvorsitzenden des Bauernverbandes Pinneberg. Die an sich begrüßenswerte Tierwohlinitiative, mit der Handel- und Fleischwirtschaft freiwillig einen Beitrag für bessere Tierhaltung in Deutschland leisten wollten, sei leider deutlich unterfinanziert. Nachdem ursprünglich 200 Mio. € jährlich als Unterstützung für tierwohlfreundliche Haltung in landwirtschaftlichen Betrieben erbracht werden sollten, seien gegenwärtig nur 80 Mio. € im Jahr zusammen gekommen. Das sei aber deutlich zu wenig für die über 4700 landwirtschaftlichen Betriebe, die ihre Ställe umwelt- und tierfreundlicher ausbauen wollen als bisher gesetzlich vorgeschrieben. Die Forderung vom SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Ernst Dieter Rossmann, aus der freiwilligen Cent-Abgabe eine verpflichtende Unterstützung seitens des Handels und der Industrie zu machen, fand allerdings nicht eine ungeteilte Zustimmung.

Übereinstimmung zwischen allen Beteiligten in der Diskussion fand sich in der Feststellung, dass eine bessere Tierhaltung letztlich vor allen Dingen auch durch ein anderes Verbraucherverhalten voran gebracht werden kann. „Wer das Fleisch immer billiger und in immer größeren Mengen kaufen will, leistet damit einer Intensivtierhaltung gegen das Tierwohl massiven Vorschub“, so ein Diskussionsteilnehmer. Deshalb war für alle Beteiligten bei dieser ersten Diskussionsrunde zur Weiterentwicklung von Landwirtschaft und zur Stärkung von Tierwohl auch klar, dass alle Seiten weiterhin intensiv im Gespräch bleiben müssen. MdB Rossmann: „Wir brauchen die gemeinsamen Maßstäbe und Ziele, die dann auch schrittweise in eine deutliche Veränderung von Tierhaltung münden müssen.“

"Weg mit den Schlupflöchern bei den Werkverträgen"

SPD und Arbeitnehmervertreter für klare und faire Regeln bei Arbeitsverhältnissen

„Rechtswidrige Vertragskonstruktionen bei Werkverträgen zulasten von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern müssen verhindert werden!“ Darüber waren sich Arbeitnehmervertreter und SPD-Politiker auf dem Betriebsrätetreffen der Kreis Pinneberger Sozialdemokraten einig.

In der gut besetzten Runde mit Betriebs- und Personalräten aus dem Kreis der großen Unternehmen der Region von Autoliv und Feldmühle über die Regio-Kliniken bis hin zu Airbus, wies SPD-Arbeits- und Sozialexperte Dr. Matthias Bartke darauf hin, dass die inzwischen reglementierten und tarifvertraglich geregelten Leiharbeitsverhältnisse aktuell wieder weniger werden. „Leider versuchen viele Unternehmen, über Werkvertragsvereinbarungen einen neuen, noch zu wenig geregelten Bereich des Arbeitsmarktes zu nutzen. Häufig werden dabei schwer kontrollierbare Konstruktionen geschaffen, die Subunternehmerketten und Scheinselbständigkeit verbergen sollen“, berichtete der Bundestagsabgeordnete aus Altona.

Torsten Koch, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender bei Autoliv und IG-Metall-Bevollmächtigter Kai Trulsson sprachen sich deshalb für strenge Regeln und Begrenzungen in diesem Bereich aus. „Wir brauchen eine Beweislastumkehr“, forderte der Chef der Unterelbe-Metaller. „Wenn Unternehmen Werkvertragsvereinbarungen treffen, sollten sie nachweisen müssen, dass es sich um echte Werkverträge handelt.“ Dieses Ansinnen unterstützt auch die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen der SPD, wie Kreisvorsitzender Norbert Vahl deutlich machte. „Die Betriebsräte müssen hier ein stärkeres Mitspracherecht erhalten“, forderte der AfA-Mann. Grundlage für die gesetzlichen Regelungen müsse außerdem eine gesicherte Datenlage sein, mahnte der Vorsitzende der schleswig-holsteinischen AfA an.  Wolfgang Mädel: „Wir brauchen eine klare Statistik mit branchenbezogenen Zahlen, um dem Problem des Werkvertragsmissbrauch effizient zu begegnen.“

Der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann konnte auf die Erfolge der Sozialdemokraten bei den Koalitionsverhandlungen verweisen. „Die SPD hat durchgesetzt, dass der Missbrauch von Werkverträgen verhindert werden soll. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles bereitet deshalb Regelungen vor, um die Schlupflöcher zu stopfen.“ Das bestätigte auch Arbeitsmarktpolitiker Bartke. „Gerade für Berufsanfänger ist es wichtig, dass wir für diesen Bereich klare und faire Regeln aufstellen.“ Die im Koalitionsvertrag skizzierten Maßnahmen würden jetzt angegangen. Dazu gehörten die Konzentration einer besser ausgestatteten und effektiver organisierten Prüftätigkeit der Kontroll- und Prüfinstanzen bei der Finanzkontrolle Schwarzarbeit und die Sicherstellung der Informations- und Unterrichtungsrechte der Betriebsräte sowie die Sanktionierung verdeckter Arbeitnehmerüberlassung. Bartke:  „Außerdem muss der gesetzliche Arbeitsschutz für Werkvertragsarbeitnehmer sichergestellt werden. Und zu einer gesetzlichen Regelung wird auch gehören, dass die durch die Rechtsprechung entwickelten Abgrenzungskriterien zwischen ordnungsgemäßen und missbräuchlichen Fremdpersonaleinsatz verbindlich gemacht werden.“ Damit sei bereits einiges auf dem Weg, war sich die Runde aus Betriebsräten und SPD-Leuten einig. „Damit gehen wir jetzt wichtige Schritte, die aktuell machbar sind, um ein Mehr an geregelten Arbeitsverhältnissen zu bekommen“, fasste Gastgeber Rossmann zusammen.

Veröffentlichungspflicht für Vorstandsgehälter schafft mehr Transparenz in öffentlichen Unternehmen

Als „einen Schritt zu mehr Transparenz“ bewertet der Ortsvorstand der Elmshorner SPD das von der Kieler Koalition beschlossene Vergütungsoffenlegungsgesetz.

Mit dem Gesetz wird die Grundlage geschaffen, die Gehälter und Pensionsansprüche von Spitzenmanagern sowie der Mitglieder der Aufsichtsgremien von Unternehmen in öffentlicher Hand oder mit öffentlicher Beteiligung zu veröffentlichen.  „Wir begrüßen es ausdrücklich, dass zukünftig  alle Bürgerinnen und Bürger die Unternehmenspolitik der öffentlichen Hand nachvollziehen können“, so Hans-Joachim Seiffert, Pressesprecher der Elmshorner SPD, „denn letztendlich trägt der Bürger als Steuerzahler auch das unternehmerische Risiko der öffentlichen Unternehmungen.“

Neben den Landesunternehmungen, wie zum Beispiel die Investitionsbank und das UKSH,  unterliegen auch kommunale Unternehmungen der Veröffentlichungspflicht. „Für Elmshorn bedeutet das zum Beispiel, dass zukünftig die Vorstandsgehälter der Sparkasse Elmshorn veröffentlicht werden“, erläutert Seiffert die Auswirkungen der Gesetzgebung.

Elmshorner SPD begrüßt Beschluss der Kieler Koalition zum Krippengeld

Schon seit langem wünscht sich die schleswig-holsteinische SPD eine beitragsfreie Kinderbetreuung im nördlichsten Bundesland. „Wir freuen uns, dass wir diesem Ziel ein großes Stück näher kommen“, kommentiert Hans-Joachim Seiffert, Pressesprecher der Elmshorner SPD, für den Ortsvorstand den Beschluss der Landesregierung, ab dem Jahr 2017 die Betreuung von Kleinkindern bis drei Jahren mit monatlich 100 Euro zu fördern.
 
Nach Ansicht der Elmshorner Sozialdemokraten führt diese Förderung, die einkommensunabhängig gewährt wird, gerade in dem Bereich, wo die Gebühren für Kinderbetreuung am höchsten sind, zu einer deutlich spürbaren Entlastung der Familien.

Neben den 23 Millionen Euro, die ab dem Haushalt 2017 für das Krippengeld eingeplant sind, sollen auch die Kommunen finanziell entlastet werden, in dem die Förderung pro Krippenplatz bis 2018 von 10.000 Euro auf 13.000 Euro aufgestockt wird und zusätzlich ab 2016 die Mittel für Sprachförderung in den Kitas jährlich um 2 Millionen Euro steigen.

Das Krippengeld stellt für uns nur den ersten Schritt dar“, zeigt sich Seiffert für den Ortsvorstand mit der Landes-SPD einig; „dass große Ziel für die Zukunft ist und bleibt, die Kinderbetreuung in Schleswig-Holstein komplett beitragsfrei zu gestalten.“

Radtour der Elmshorner SPD

Sonnenschein und angenehme Temperaturen: bei bestem Radlerwetter hat die Elmshorner SPD ihre diesjährige traditionelle Radtour im Sommer am 18. Juni 2015 gestartet. Zusammen mit dem Ortsvereinsvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Dr. Ernst Dieter Rossman haben die Teilnehmer unsere Nachbarstadt Uetersen besucht. 

Nach dem Start an der Elmhorner Nikolaikirche ging durch den Vormstegen in die Nachbargemeinde Klein Nordende. Dort haben die Teilnehmer eine Halt an der Liether Kalkgrube eingelegt. Durch den mittlerweile eingestellten Tagebau kann man bei diesem Naturdenkmal anhand der unterschiedlichen Gesteins- und Ablagerungsschichten einen wundervollen Einblick in die Erdgeschichte gewinnen.

 

 

 

 

 

Um innovative Konzepte zur Aufrechterhaltung der Nachversorgung im ländlichen Raum ging es beim nächsten Stop in Heidgraben. Anhand des dortigen Marktreffs, der als Leuchturmprojekt mithilfe von EU-Geldern durch das Landgefördert worden ist, hat der Bundestagsabgeordnete erläutert, wie derartige Initiativen funktionieren und welche Bedeutung diese Einrichtungen für das Gemeindeleben haben.

 

 

 

 

 

 Am Zielpunkt der Ausfahrt angekommen, lockten die herrliche Parkanlage "Langes Tannen" rund um um das Herrschaftshaus in der Rosenstadt zum Verweilen, bevor es zurück nach Elmshorn ging.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sommerfest der Elmshorner SPD

Mit einem sehr gut besuchten Sommerfest hat die Elmshorner SPD am 10. Juli 2015 die sitzungsfreie Zeit in der Elmshorner Kommunalpolitik ein geleitet. An die 50 Sozialdemokraten, Freunde und Gäste konnte der Ortsvereinsvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann bei herrlichen Wetter zum traditionellen Grillabend begrüßen.

Erstmalig nutzten die Sozialdemokraten für das Sommerfest den Garten hinter dem Gebäude auf Klostersande, in dem seit diesem Jahr der Parteiladen untergebracht ist. Unter den geschickten Händen der beiden Organisationsleiter Jürgen Heesch und Michael Schinkel wurden vier unterschiedliche Zonen mit Sitzplätzen und Stehtischen geschaffen, zwischen denen die Teilnehmer munter hin und her wechselten. Zentrale Anlaufstelle war natürlich der Grill in der Mitte des Gartens. 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Elmshorner SPD-Politiker mit AGS-Delegation in den USA

Die deutsch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen, das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA, Fragen der digitalen Wirtschaft und der Zukunft der Arbeit sowie zu transatlantischen Startup-Unternehmungen, aber auch der Austausch über Mindestlohn und duale Ausbildung, Innovationen in der Energiepolitik und frühkindliche Bildung - mit dieser sehr bunten, breitgefächerten und vielfältigen Agenda ist Anfang Juli eine Delegation der Arbeitsgemeinschaft der Selbstständigen in der SPD (AGS) nach den Vereinigten Staaten von Amerika aufgebrochen. 

Mitorganisiert durch die Friedrich-Ebert-Stiftung nutzt die Delegation die Möglichkeit zur Information und zum Meinungsaustausch mit hochrangigen Kongressabgeordneten, Vertretern von Handelskammern und Wirtschaftsverbänden sowie Gewerkschaftsvertretern, mit Kommunalpolitikern und Bürgermeistern mittelgroßer Städte sowie Vertretern von sozialen Einrichtungen.

In der mit Bundestagsabgeordneten und Wirtschaftsvertretern besetzten Delegation ist auch die SPD  Elmshorn mit dem Stadtverordneten Kai Olaf von Wolff vertreten. Der Elmshorner SPD-Politiker leitet die Arbeitsgemeinschaft der Selbstständigen des Ortsvereins und engagiert sich als Beisitzer sowohl im Landes- als auch im Bundesvorstand der AGS für die Belange der Selbständigen.

Konstituierende Sitzung des Ortsvorstands

Zwei Wochen nach der Jahreshauptversammlung hat der neu gewählte Ortsvereinsvorstand seine Arbeit aufgenommen und sich am 20. Juni im Parteiladen zu seiner ersten Sitzung getroffen. Bei der Runde am Samstagnachmittag wurden insbesondere die Aufgabenverteilung, die Planungen für für die nächsten beiden Jahre sowie die Termine in der nächsten Zeit besprochen und festgelegt.

SPD Elmshorn bestätigt Dr. Ernst Dieter Rossmann als Ortsvereinsvorsitzenden

Alle zwei Jahre sind die Elmshorner Sozialdemokraten aufgefordert, bei der Jahreshauptversammlung einen neuen Ortsvorstand zu bestimmen. Schon traditionell nutzen die Vorstandsmitglieder diese Gelegenheit, mit einem umfangreichen Bericht nicht nur Rechenschaft über ihre Arbeit abzulegen und einen Blick auf zukünftige Aufgaben zu werfen, sondern auch eine Bilanz der vergangen zwei Jahre für den Ortsverein zu ziehen. "Eine Bilanz, die für den Zeitraum 2013 bis 2015 sehr positiv ausfällt", wie der Ortsvereinsvorsitzende Dr. Ernst Dieter Rossmann zufrieden feststellen kann. 

Gerade das erste Jahr des Berichtzeitraums war durch Wahlkämpfe geprägt. "Bei den Kommunal- und Kreistagswahlen, den Bundestagswahlen und den Wahlen zum Europäischen Parlament ist es uns gelungen, stets überdurchschnittliche Ergebnisse zu erzielen," so Rossmann: "Die Elmshorner SPD erweist sich als stärkste politische Kraft vor Ort." Sehr zufrieden sind die Sozialdemokraten weiterhin mit dem Ausgang der Bürgermeisterwahl, bei der auch der von der SPD unterstützte parteilose Kandidat Volker Hatje mit deutlicher Zustimmung gewählt wurde.

Das Ergebnis der Bundestagswahl habe auch die Elmshorner Sozialdemokraten sehr beschäftigt, führt der Bundestagsabgeordnete aus und verweist auf mehrere Veranstaltungen des Ortsvereins, bei denen die Frage des Eintritts in eine große Koalition kontrovers diskutiert wurde: "Die Umsetzung vieler Punkte aus unserem Wahlprogramm in der Großen Koalition zeigt, dass die Sozialdemokraten beim durchgeführten Mitgliederentscheid den richtigen Weg gewählt haben.“ 

Auf der Habenseite verbuchen die SPD-Mitglieder die sehr gute Präsentation ihres Ortsvereins auf allen politischen Ebenen, vom Bundestag über den Landtag und den Kreistag bis hin zur größten Fraktion im Stadtverordnetenkollegium. Auch bei den Arbeitsgemeinschaften der SPD auf Kreis- und Landesebene ist der Ortsverein mit Vorstandsmitgliedern gut vertreten.

Einen besonderen Höhepunkt neben den vielfältigen üblichen geselligen Angeboten wie dem alljährlichen Grünkohlessen, dem Graue-Erbsen-Essen und dem Sommerfest bildete das 150-jährige Bestehen des Ortsvereins im Jahr 2013, welches mit einer eigenen Ausstellung zur Geschichte der Elmshorner Sozialdemokratie im Industriemuseum und der „Roten Nacht“, einer Geburtstagsfeier im Haus 13, gewürdigt wurde. Weiterhin freuen sich die Sozialdemokraten über die Einweihung des neuen Parteiladens an traditionsreicher Stätte auf Klostersande.

Immer wieder setze die Elmshorner SPD bei ihren Diskussionsveranstaltungen, Infoständen und Stadtteilbegehungen auch politische Schwerpunkte, „so bei stadtpolitischen Fragen der Schul- und Bildungspolitik, der Verbesserung der verkehrlichen Situation für Radfahrer, der Fortentwicklung des Stadtumbaus und aktuell der Entwicklung Elmshorns als Fair-Trade-Stadt.“ „Intensiv haben wir uns auch mit der Initiative der Landtagsfraktionen auseinandergesetzt, die in einer gemeinsamen offenen Aktion für mehr Wahlbeteiligung und einer höheren Anerkennung der politischen und parteilichen Arbeit werben wollen,“ so der Ortsvereinvorsitzende. Das Ergebnis der inhaltlichen Arbeit seien auch die Anträge des Ortsvereins an Kreis- und Landesparteitage, die in die Beschlussfassungen der SPD mit einfließen, führt Rossmann aus.

„Die Fortführung dieser Vertrauensarbeit und der intensiven Mitgliederwerbung, die durch die hohe Anzahl an Neueintritten in den vergangenen zwei Jahren erfreulicherweise zu einer konstanten Mitgliederntwicklung geführt hat, sowie die Vernetzung des Ortsvereins in allen gesellschaftlichen Ebenen werden auch in den kommenden Jahren die wichtigen Aufgaben der Elmshorner SPD sein,“ richtet der Ortsvereinsvorsitzende den Blick in die Zukunft.

Bei den Wahlen zum Ortsvorstand bestätigten die SPD-Mitglieder Dr. Ernst Dieter Rossmann erneut als Ortsvereinsvorsitzenden, seine Stellvertreter werden auch weiterhin Traute Röhrs und Detlef Witthinrich sein.

Ebenfalls in ihren Funktionen bestätigt wurden Hans-Joachim Seiffert als Pressesprecher, Ragnhild Ehlers als Kassiererin und die Organisationsleiter Jürgen Heesch und Michael Schinkel. 

Neu aufgerückt in den Ortsvorstand ist das bürgerliche Mitglied der SPD-Fraktion Vanessa Mangels, die sich als neue Schriftführerin zukünftig um die Protokolle des Ortsvereins kümmern wird. Der bisherige Schriftführer Christoph Schmidt übernimmt die Aufgaben als Beauftragter für neue Medien. 

Komplettiert wird der neue Ortsvorstand durch die Beisitzer Gisela Huntenburg, Beate Raudies und Kai Olaf von Wolff.

 "Festakt oder Picknick - deutsche Gedenktage"

Ein ganz besonderes Stück der über 150-jährigen Elmshorner SPD-Geschichte hat das Interesse der Historiker im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland geweckt, nämlich die Elmshorner Parteifahne aus dem Jahr 1892. 

Die Traditionsfahne der Elmshorner Sozialdemokratie ist die zweite Fahne des Ortsvereins. Nachdem die erste Fahne im Rahmen der Sozialistenverfolgung von der preußischen Obrigkeit eingezogen und vernichtet worden war, haben die Genossen nach der Aufhebung der Sozialistengesetze 1890 mit Sammlungen für eine neue Parteifahne begonnen und 1892 mit der Parteifahne ein neues, sichtbares und selbstbewusstes Zeichen der Sozialdemokratie in Elmshorn gesetzt. Ausdruck dieses Selbstbewusstseins ist auch das Datum der Fahnenwidmung am 1. Mai, des internationalen Tages der Arbeiterbewegung, welches auch auf der Fahne selbst vermerkt ist.

Diese Symbolik der Parteifahne führte zu einer Ausleiheanfrage der Historiker des Hauses der Geschichte; und so war die Traditionsfahne der Elmshorner SPD bis in April 2015 hinein in der Ausstellung „Festakt oder Picknick? Deutsche Gedenktage“ zu sehen. Seit dem 03. Juni 2015 kann die Ausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum in Leipzig besichtigt werden - Interesse haben hierzu noch bis zum 18. Oktober 2015 die Möglichkeit.

Weiterführende Links

Über die die Ausstellung "Festakt oder Picknick? Deutsche Gedenktage" können Sie sich auf den Internetseiten des Hauses der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland informieren.

Zu unserer Geschichte des Ortsvereins haben wir eine umfangreiche Sonderseite erstellt, in der die Ausstellung zum 150-jährigen Bestehen der SPD Elmshorn, die im Jahr 2013 im Elmshorner Industriemuseum zu sehen war,  dokumentiert ist.

Kranzniederlegung am Gedenkstein

Am 05. Mai 2015 hat die Elmshorner SPD im Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und des Krieges einen Kranz am Gedenkstein des Rathauses niederlegt. Die Rede der Landtagsabgeordneten Beate Raudies zu der Kranzniederlegung veröffentlichen wir hier im Wortlaut zum Nachlesen:

Sehr geehrte Damen und Herren, 
liebe Genossinnen und Genossen,

in wenigen Tagen jährt sich zum 70. Mal einer der wichtigsten Tage der deutschen Geschichte. 

Der 8. Mai 1945 war der Tag des Kriegsendes in Europa. Und für mich gibt es keinen Zweifel: Es war ein Tag der Befreiung.

In Trauer gedenken wir daher heute aller Kriegstoten und der Opfer der Gewaltherrschaft, wir gedenken der Völker, die im Krieg gelitten haben, der vielen Menschen, die ihr Leben verloren haben. 

Wir gedenken der Sinti und Roma, die verfolgt und ermordet wurden, der getöteten Menschen mit Behinderung, der ermordeten Homosexuellen und der Männer und Frauen, die aufgrund ihrer religiösen und politischen Überzeugung verfolgt wurden.

Wir gedenken der sechs Millionen Juden, die in deutschen Konzentrationslagern getötet wurden. Darunter auch jüdische Mitbürger aus Elmshorn, die im Zuge der so genannten Reichspogromnacht am 10. November 1938 in das KZ Sachsenhausen verschleppt wurden. Und jene Elmshorner Männer, Frauen und Kinder jüdischen Glaubens, die in den folgenden Jahren nach Riga und Theresienstadt deportiert wurden.

Und wir gedenken der Männer, Frauen und Kinder, die bei Fliegerangriffen und bei der Flucht aus ihrer Heimat ums Leben kamen.

Ich möchte heute daran erinnern, dass das Ende der NS-Gewaltherrschaft bei uns in Elmshorn früher begann. Einzelne, mutige Menschen, von denen ich berichten werde, taten sich zusammen und verhinderten mit Courage und Entschlossenheit weiteres Blutvergießen in unserer Stadt. Denn Angst, Terror und Tod waren damals nicht irgendwo anders – der Schrecken war hier vor Ort allgegenwärtig.

Wer aufmerksam durch die Stadt geht, wird durch die vielen Stolpersteine auf Elmshorner Mitbürger aufmerksam gemacht, die vom faschistischem Regime verfolgt, aus ihren Wohnungen gezerrt, ins KZ gebracht und getötet wurden. Jeder konnte miterleben, was jüdische Mitbürger und andere Verfolgte erleiden mussten – von Gleichgültigkeit über Intoleranz bis zum offenen Hass.

Anne Frank, das jüdische deutsche Mädchen, das 1934 mit seinen Eltern in die Niederlande auswanderte, um der Verfolgung durch die Nationalsozialisten zu entgehen und kurz vor Kriegsende dem nationalsozialistischen Holocaust zum Opfer fiel, beschrieb die Zeit in ihrem Tagebuch am 14. Juli 1944 auf sehr eindringliche Weise: „Ich sehe, wie die Welt allmählich in eine Wildnis verwandelt wird. Ich höre den nahenden Donner, der auch uns vernichten wird, ich kann das Leiden von Millionen spüren und dennoch glaube ich, wenn ich zum Himmel blicke, dass alles in Ordnung gehen und auch diese Grausamkeit ein Ende finden wird und dass Ruhe und Frieden wieder einkehren werden.“

Ruhe und Frieden, das Ende von Verfolgung und Terror – das wünschten sich auch Elmshorns Antifaschisten, darunter viele Sozialdemokraten, Gewerkschafter und Kommunisten, die trotz politischer Verfolgung und Verhaftungen durch die Nationalsozialisten noch nicht der Mut verlassen hatte, sich für die Befreiung vom menschenverachtenden System einzusetzen.

Schon kurz nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten 1933 wurden die ersten Sozialdemokraten eingesperrt, gefoltert und ermordet – auch in Elmshorn. Und auch hier hatten viele Genossinnen und Genossen die flammende Rede des SPD-Vorsitzenden Otto Wels noch im Ohr, der am 23. März 1933 im Reichstag erklärt hatte: „Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht!“

Worte, an die sich viele SPD-Mitglieder erinnerten, als am 2. Mai 1933 SA und SS die Gewerkschaftshäuser stürmten, den zuvor gewählten SPD-Bürgermeister Fritz Petersen absetzten, Dutzende von Funktionären verhafteten, misshandelten und töteten. Das offizielle Parteiverbot der SPD kam am 22. Juni 1933. Für den Kampf gegen Hitler gab es nur noch den Weg der Illegalität oder der Emigration. Deshalb sind für mich der Widerstand und das Engagement der Genossinnen und Genossen für die Befreiung Elmshorns eine Heldengeschichte, die es wert ist, immer wieder erzählt zu werden.

Es ist eine Geschichte von Menschen, die nicht arg- und wehrlos bleiben konnten und wollten nach dem Brand der Synagoge am Flamweg, nach der Deportation der jüdischen Nachbarn, der politischen Verfolgung und dem Rechtsentzug – der unaufhörlichen Schändung der menschlichen Würde. Ihr Widerstand war gefährlich. Denn wer Verfolgten half und dabei aufflog, wurde ins Zuchthaus geworfen. Das geschah unter anderem mit Angehörigen der KPD, aber auch mit denen, die Familien von Verhafteten unterstützten. So wurden bei dem so genannten Offenborn-Prozess im Jahr 1934 261 Personen aus dem Kreis Pinneberg – darunter viele Elmshorner – verurteilt, auch alte Menschen und Mütter kleiner Kinder.  In Elmshorn gelang es den Genossinnen und Genossen, zusammenzuhalten und Kontakte zu Kommunisten und Gewerkschaftern aufzubauen – allen Repressalien der Nazis zum Trotz. 

Ende April 1945 trafen sich die Sozialdemokraten Heinrich Hauschildt, Erich Arp, Arthur Geißler, Gustav Werner und Otto Wottrich mit dem KPD-Funktionär Peter Hasenberg in der Butterschmelze am Bauerweg. Mit dabei waren auch Friedrich Weinhold von der SADP und Helmut Poessel von der KPD.

Erich Arp, der später erster SPD-Fraktionsvorsitzender im Schleswig-Holsteinischen Landtag wurde, beschrieb die Beweggründe für die Befreiungsaktion so: „Da uns hier in Elmshorn jedoch der Zusammenbruch der Nazis zu langsam ging, und da wir auch die Neubildung einer Widerstandslinie hier verhindern mussten, haben wir am 2. Mai 1945 – also acht Tage, bevor der Engländer bei uns eintraf, losgeschlagen.“

„Wir“ – das war bei weitem keine Armee, sondern ein paar Mann, eine eingeschworene Gemeinschaft, die es nicht beim Lamentieren und Reden beließ, sondern handelte und es sogar schaffte, sich Gewehre zu besorgen. Es gelang sogar, in aller Heimlichkeit Flugblätter zu drucken. 

Arp und den anderen Widerständlern muss klar gewesen sein, dass sie diese Bemühungen ihr Leben kosten konnten. Eile und höchste Vorsicht waren also geboten. Nachdem Hamburg am 2. Mai 1945 von den Alliierten besetzt worden war, rief die Wehrmacht eine neue Verteidigungslinie im Bereich Elmshorn-Barmstedt-Alveslohe aus. Schützengräben wurden ausgehoben. Das war das Signal für die Antifaschisten. Am 3. Mai wurden Flugblätter verteilt, auf denen die Bevölkerung zum Hissen weißer Fahnen aufgerufen wurde: „Elmshorner! …damit nicht noch fünf Minuten nach zwölf unsere schon schwer mitgenommene Stadt, die mit Menschen überfüllt ist, weiteren Gefahren aus der Luft oder durch Kampfhandlungen ausgesetzt sei, ist in Ruhe, Ordnung und Disziplin die Stadt zu übergeben, jeder Widerstand zu unterlassen und notfalls energisch zu verhindern. Es sind sofort aus jeder Wohnung und auf jedem Betrieb deutlich sichtbar weiße Fahnen zu zeigen, um den Friedenswillen der Stadt zu bekunden.“

Es war der erste Schritt auf dem Weg in die Freiheit.

Viele Elmshorner wollten endlich Frieden, und es schien so, als ob sie nur auf diesen Aufruf gewartet hätten.  „Die Bevölkerung war aufs äußerste gereizt, und zum Schluss machen entschlossen und viele verteidigten aktiv ihre weißen Fahnen“, erzählte Erich Arp, der am 4. Mai mit Arthur Geißler sogar auf den Elmshorner Kirchturm stieg und vier große weiße Bettlaken dort befestigte.

Dann ging es Schlag auf Schlag.

Bereits am 4. Mai wehten am Elmshorner Gewerkschaftshaus wieder die Gewerkschafts- und die SPD-Fahnen. Am 6. Mai erhielt der noch von den Nazis eingesetzte Bürgermeister Küster Stadtverbot, und der Gewerkschaftsausschuss setzte Heinrich Hauschildt als Bürgermeister und Arthur Geißler als Ersten Beigeordneten und Polizeichef ein.

Als britische Truppen am 10. Mai 1945 Elmshorn besetzten, machten sie gleich Bekanntschaft mit den mutigen und selbstbewussten Genossinnen und Genossen. 

Erich Arp und die neue Verwaltung um Hauschildt und Geißler trafen sich in den folgenden Tagen mit dem britischen Major Ryder und erläuterten ihm die besonderen Verhältnisse in Elmshorn. Ryder verlangte eine Waffenabgabe. Hierüber kam es zum Streit, zu Verhaftungen und Bestrafungen, die Arp und Geißler bis Mitte Juli eine Rückkehr nach Elmshorn verwehrten.

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass die Militärregierung am Ende doch die führenden und von ihr bestraften Funktionäre der SPD und auch der KPD in das Elmshorner Stadtparlament berufen muss, Heinrich Hauschildt erneut als Bürgermeister eingesetzt und Erich Arp schließlich zum Landesminister ernannt wird. Deren demokratische Energie, tiefe Verankerung in Elmshorn und ihr ungebrochenes Vertrauensverhältnis zur Bevölkerung haben sich am Ende erfolgreich durchgesetzt.

Als die Funktionäre von SPD und KPD in Elmshorn die weißen Fahnen hissen, ist das jüdische Mädchen Anne Frank bereits tot. Anfang März 1945 starb sie im KZ Bergen-Belsen. 

Einer der letzten Einträge in ihrem Tagebuch lautet:"Einmal wird dieser schreckliche Krieg doch aufhören, einmal werden wir auch wieder Menschen und nicht allein Juden sein."

Die Selbstbefreiung Elmshorns bleibt ein für Deutschland fast einmaliges Beispiel von Freiheitswillen, Mut, Selbstbewusstsein und Bereitschaft zur Verantwortung, an das wir, die wir heute in gefahrlosen und gefestigten Zeiten leben dürfen, immer wieder erinnern müssen.

Nie wieder Faschismus!
Nie wieder Krieg!

11 Tage im Mai 1945

Eine einmalige Geschichte über die Selbstbefreiung Elmshorns und die Revolution an der Krückau

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Elmshornerinnen und Elmshorner,

zum 70. Jahrestag der Selbstbefreiung Elmshorns wollen wir die Erinnerung wachhalten an den Freiheitswillen der Elmshorner Bevölkerung und an diejenigen, die für ihre ihre Überzeugung und ihr Engagement gegen die Nazis ermordet wurden. Wir zeigen hier die Ereignisse vom Mai 1945 auf, wie sie uns von Zeitzeugen übermittelt wurden.

Wir laden Sie herzlich dazu ein, mit uns gemeinsam bei unserer Kranzniederlegung am Gedenkstein am Rathaus und bei unserer Radtour mit der Elmshorner AG Stolpersteine zu zeigen, dass sich Elmshorn seiner Verantwortung durch das Gedenken an die Opfer des Naziregimes stellt.

Ihr 
Dr. Ernst Dieter Rossmann
Vorsitzender der SPD Elmshorn

Die Konspiration in der Butterschmelze

Trotz der massiven Repression unter den Nazis gibt es besonders in Elmshorn funktionierende Netzwerke und Gesprächskontakte zwischen Sozialdemokraten, Kommunisten, Gewerkschaftern, die sich angesichts des Kriegsendes verdichten. Die führenden Parteifunktionäre Heinrich Hauschildt (SPD) und Peter Hasenberg (KPD) , gerade aus der Haft entlassen, treffen sich schließlich Ende April1945 mit Erich Arp und Arthur Geißler, Gustav Werner und Otto Wottrich von der SPD, Friedrich Weinhold von der SADP und Helmut Poessel von der KPD und diskutieren angesichts der Auflösungserscheinungen von staatlichen und militärischen Stellen Maßnahmen zur Herstellung von Sicherheit und Ordnung. Und sie treffen bei diesen konspirativen Beratungen in der Butterschmelze von Erich Arp bereits sehr klare Festlegungen zur Übernahme der Stadtverwaltung.

Weiße Fahnen auf der Nikolai-Kirche

Noch eine Woche vor Kriegsende, am 26. April, muss Elmshorn mit 89 Toten den opferreichsten Luftangriff britischer Bomberverbände hinnehmen. Die Bevölkerung wird immer kriegsmüder. Arp und Geißlerverfassen und bringen in Elmshorn ein Flugblatt in Umlauf mit der Forderung nach einer Beendigung aller militärischen Handlungen "Jagt sie fort, diese Kriegsverlängerer." Die Ereignisse überstürzen sich. Elmshorn gerät in die Wirrnisse von neuen   Hauptkampflinien, Rückzugsmanövern von Wehrmacht und SS, vorrückenden Engländer-Truppen im Kreis Pinneberg und immer noch mehr oder minder regierenden Dönitz-Nazis in Schleswig-Holstein und auch in Elmshorn. Am 3. Mai, schon 2 Tage vor der offiziellen Kapitulation und unter den Augen der Nazis, wird für Elmshorn die "Aktion weiße Flagge" ausgerufen. Die Stadt soll -nach dem Vorbild in Harnburg- kampflos den heranrückenden britischen Truppen übergeben werden. Es wird eine große weiße Fahne auf dem Turm der Nikolai-Kirche gesetzt, während gleichzeitig noch 55-Verbände drohend und auch schießend durch die Stadt ziehen.

Die SPD-Kartei aus dem Hühnerstall

In den folgenden Tagen bereitet der "Antifaschistische Ausschuss" planmäßig die Übernahme der Stadtverantwortung vor. Bereits am 4. Mai zeigt sich das Elmshorner Gewerkschaftshaus wieder im Schmuck von einem halben Dutzend Gewerkschaftsfahnen und der SPD-Fahne. Erich Arp, der führende Kopf der Elmshorner Selbstbefreiungsbewegung erinnert sich : "Und einer hatte aus einem Hühnerstall die SPD - Kartei wieder ausgegraben und kam damit an ... Das war eine Seligkeit."

Weg mit dem Nazi-Bürgermeister

Am Sonntag, dem 6. Mai wird der noch von den Nazis eingesetzte Bürgermeister Küster der Stadt verwiesen. Der Gewerkschaftsausschuss setzt neue Exekutivorgane mit Heinrich Hauschildtals Bürgermeister und Arthur Geißler als Ersten Beigeordneten und Polizeichef ein. Als Verwaltungsbeamter steht dem Bürgermeister Stadtoberinspektor Langbehn zur Seite. Damit hat die Antifa-Bewegung die Stadtgeschäfte in die Hand genommen.

Aus der Verhaftung in die Verantwortung

Erst am 10 Mai besetzten britische Truppen die Stadt. Erich Arp und die neue Verwaltung um Hauschildt und Geißler treffen sich in den folgenden Tagen mit dem britischen Major Ryder und erläutert ihm die besonderen Verhältnisse in Elmshorn. Ryders verlangt eine Waffenabgabe. Hierüber kommt es zum Streit, zu Verhaftungen und Bestrafungen, die Arp und Geißler bis Mitte Juli eine Rückkehr nach Elmshorn verwehren. in der Zwischenzeit hat die britische Militärregierung das Heft in die Hand genommen. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass die Militärregierung am Ende doch die führenden und von ihr bestraften Funktionäre der SPD und auch der KPD in das Elmshorner Stadtparlament berufen, Heinrich Hauschild erneut als Bürgermeister einsetzt und Erich Arp schließlich zum Landesminister ernannt wird. Deren demokratische Energie, tiefe Verankerung in Elmshorn und ihr ungebrochenes Vertrauensverhältnis zur Bevölkerung haben sich am Ende erfolgreich durchgesetzt. Die Selbstbefreiung Elmshorn bleibt ein für Deutschland fast einmaliges Beispiel von Freiheitswille, Mut, Selbstbewusstsein und Bereitschaft zur Verantwortung. An das müssen wir, die wir in gefahrlosen und gefestigten Zeiten leben dürfen, immer wieder erinnern.

Weiterführender Link

Wer sich über die Arbeit der AG Stolpersteine informieren möchte, dem sei ein Besuch der Homepage der Initiative empfohlen.

Peter Gronwaldt feierte seinen 80. Geburtstag

Der ehemalige Bürgervorsteher und Stadtrat für das Schulwesen interessiert sich nach wie vor für das Bildungswesen in Elmshorn

Mit einem großen bunten Blumenstrauß haben die Elmshorner Sozialdemokraten ihrem langjährigen Kommunalpolitiker und Stadtrat Peter Gronwaldt zu seinem 80. Geburtstag gratuliert. Peter Gronwaldt, der mit seiner Frau Helga, im schmucken Heim an der Holunderstraße lebt, war in seiner kommunalpolitischen Laufbahn nicht nur Stadtrat für das Schulwesen, sondern auch als Bürgervorsteher und Vorsitzender des Elmshorner Stadtverordnetenkollegiums  der "Erste Bürger von Elmshorn“.

Mit dem SPD-Ortsvorsitzenden Ernst Dieter Rossmann und dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft 60plus in der SPD Robert Sonnleitner, die beide zusammen mit Peter Gronwaldt auch viele Jahre zusammen im Stadtverordnetenkollegium gewirkt hatten, wurden am Geburtstag des Jubilars viele Erinnerungen ausgetauscht und auch ein Blick in die Zukunft gewagt. So war der Jubilar vor vielen Jahrzehnten durch seine ehrenamtliche Arbeit im der Elternvertretung einer Schule durch den damaligen SPD-Landtagsabgeordneten und Stadtpolitiker Joachim Harms für die SPD und die Kommunalpolitik gewonnen worden und ist díesem Aufgabengebiet auch in der weiteren Tätigkeit immer treu geblieben.

So freute den Jubilar denn auch besonders, dass die SPD Elmshorn sich in ihrer Stadtpolitik nach wie vor sehr engagiert für die Schulen einsetzt und hier bei aller finanzpolitischen Enge hier auf hohem Niveau viel getan wird. Peter Gronwaldt: „Gut gepflegte Schulen sind ein Markenzeichen, dass jede Stadt schmückt und für das sich alle weiter nachdrücklich einsetzen müssen.“

Elmshorner SPD begrüßt Demokratieinitiativen der Bundesparteien

Bürgerdiskussion vor Ort beginnen

Die Generalsekretäre der drei Koalitionsparteien CDU, CSU und SPD wollen bei Vorschläge, wie die Beteiligung bei Wahlen erhöht werden können, mit ihren Kollegen von Grünen, Linkspartei und FDP kooperieren.  Für die Elmshorner SPD ist dies ein gutes Zeichen, dass die parteiübergreifende Initiative aus dem Kieler Landtag zur Erhöhung der Wahlbeteiligung jetzt auch auf der Bundesebene angekommen ist. Hans-Joachim Seiffert, Pressesprecher des SPD-Ortsverbandes: „Für die Bundestagswahlen muss hierzu schließlich das Wahlgesetz geändert werden, weshalb rechtzeitige Beratungen auf der Bundesebene nur hilfreich sein können.“ 

So wird nach den verschiedenen Vorschlägen von SPD und CDU und CSU jetzt erwogen, die Öffnungszeiten der Wahllokale zu verlängern, z.B. auf 20.00 Uhr. Auch der Vorschlag eines Wahlwochenendes ist im Gespräch. Die SPD hat auf Bundesebene „mobile Wahlurnen“ in die Diskussion gebracht. Dafür sei allerdings ein bundesweites Wahlregister erforderlich. Der bisherige besondere Wahlschein müsse abgeschafft werden. Dafür seien Personalausweis oder Reisepass dann ausreichend. Seiffert stellt hierzu für die Elmshorner SPD fest: „Wenn es mit der Verwirklichung dieser Ideen mit dazu kommen könnte, die Wahlbeteiligung wieder um ein paar Prozente nach oben zu ziehen, hätte sich die Mühe jedenfalls schon gelohnt.“ 

Positiv angekommen ist bei der Elmshorner SPD auch die Verabredung der Bundesparteien, eine Aktion unter dem Motto „Demokratie stärken“ zu starten. Auf Veranstaltungen in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen soll für eine stärkere Beteiligung an demokratischen Prozessen geworben werden. Seiffert: „Das ist auch eine gute Möglichkeit für Elmshorn.“ Die SPD will jedenfalls in Gesprächen mit der Stadtverwaltung, den anderen Parteien und auch den Elmshorner Bildungseinrichtungen weiter am Ball bleiben und sich auch nicht von „vordergründiger Kritik“ an der Kieler Landtagsinitiative von diesem Projekt abbringen lassen. Seiffert: „Wenn die Kieler Landtagsinitiative jetzt schon die Bundespolitik erreicht hat, sollte sie doch genauso gut auch die kommunale Ebene zu eigenen Ideen anregen.“ 

Die Elmshorner SPD weist in diesem Zusammenhang auch noch einmal auf die Möglichkeit hin, sich im Netz am öffentlichen Diskussionsforum des Kieler Landtages zu beteiligen. In den Foren können sich Interessierte hier über die Vorstellungen der Landtagsparteien informieren und in einem 6. Forum auch ihre eigenen Ideen zur Diskussion stellen. Die Elmshorner SPD plant hierzu auch ein Bürgergespräch vor Ort, dessen Ergebnisse dann in die Landtagsdiskussion eingebracht werden sollen.

Einwanderungsland Deutschland

Lebhafte Diskussion über neue Konzepte beim SPD-Wasserturm-Frühstück in Elmshorn

Einwanderungspolitik ist dann erfolgreich, wenn sie von einer breiten gesellschaftlichen Unterstützung getragen wird. Einwanderung lässt sich nicht gegen, sondern nur mit breiter Zustimmung der Gesellschaft gestalten. Dies war das übereinstimmende Ergebnis in der offenen Diskussionsrunde, zu der der Elmshorner SPD-Bundestagsabgeordnete und SPD-Ortsvereins-vorsitzende Ernst Dieter Rossmann kürzlich im Rahmen seines „Wasserturm-Frühstücks“ eingeladen hatte. Schon traditionell wird dort bei einem zweiten Frühstück mit belegten Brötchen und gutem Kaffee jeweils eine aktuelle Frage aus der Bundespolitik mit einer Runde aus interessierten Bürgerinnen und Bürgern und SPD-Mitgliedern erörtert. 

Mit der Frage, wie ein Einwanderungsgesetz für Deutschland aussehen könnte, wagte die Runde einen Blick in die langfristige Zukunft. Ernst-Dieter Rossmann: „Auf Grund der demographischen Entwicklung verlieren wir in den kommenden zehn Jahren bis zu 6,7 Millionen Erwerbsfähige. Das ist aktuell die größte Herausforderung für unsere Volkswirtschaft, auf die wir Antworten geben müssen.“ An erster Stelle müssen dabei sicherlich alle erforderlichen Anstrengungen stehen, um die über 1,5 Millionen jungen Menschen in Deutschland zwischen 25 bis 34 Jahren, die bisher keine Berufsausbildung haben, in eine solche Ausbildung zu bringen. Auch müsste die Langzeitarbeitslosigkeit Schritt für Schritt vermindert werden und die Erwerbstätigkeit von Frauen, die vielfach gegen ihren eigen Wunsch nur mit 450€-Jobs oder Teilzeitstellen beschäftigt sind, müsse erhöht werden. Rossmann: „Dennoch ist Deutschland zusätzlich auf die Einwanderung qualifizierter Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen.“ 

Auch wenn derzeit viele weitere zusätzliche Einwanderer nach Deutschland kämen, so sei hiervon doch die größte Zahl qualifizierte Arbeitskräfte aus der EU. Wenn sich die Beschäftigungslage im Süden Europas hoffentlich wieder verbessern wird, werde der Zuzug aus diesen Ländern schnell wieder abnehmen. Für die SPD kommt es daher darauf an, dass sich Deutschland rechtzeitig auf erfolgreiche und qualifizierte Einwanderer aus Drittstaaten bemüht und vor allem bessere Anstrengungen macht, in Deutschland lebende Menschen mit einem Aufenthaltsstatus schneller und erfolgreicher an die Berufstätigkeit heranzuführen. 

Die Kürzung der Frist für den Zugang zum Arbeitsmarkt auf drei Monate bzw. der Entfall der Vorrangprüfung nach 15 Monaten und dessen gänzliche Abschaffung für Mangelberufe und bei inländischer Ausbildung wurde allgemein begrüßt. Rossmann: „Umso wichtiger ist jetzt, dass wir auch bei den Sprachkursen für Flüchtlinge und Menschen mit einer Duldung endlich zu konkreten Verbesserungen kommen.“ 

Übereinstimmung in der Diskussion bestand auch darin, jugendlichen Geduldeten und Asylsuchenden den Aufenthalt bis zum Abschluss einer Ausbildung zu gewähren und auch eine Frist für anschließende Arbeitssuche einzubeziehen. Dies würde auch den dringenden Wunsch von Handwerkskammern und Kirchen, dem Deutschen Gewerkschaftsbund und dem Bund der Arbeitgeber mit aufnehmen. 

Rossmann: „Auf solch breite Bündnisse müssen wir aufsetzen, wenn wir die Diskussion über ein Zuwanderungsgesetz nach kanadischem Muster führen wollen.“ Ein Vorteil des Erfolgsbeispiels aus Kanada sei hier insbesondere die flexible und nachfrageorientierte Steuerung nach einem transparenten Punktesystem, auf das sich alle Beteiligten einstellen könnten. Ein Verständnis von Deutschland als Einwanderungsland nur noch für beruflich sehr gut Qualifizierte wurde in der Diskussion allerding für zu verengt angesehen. Deutschland müsse auch immer bereit sein, Flüchtlinge aufzunehmen und auch Asylsuchenden Unterstützung zu geben. Rossmann: „Dies ist eine humanitäre Aufgabe, bei der wir froh sein dürfen, wie viele Menschen sich hier freiwillig engagieren, weil sie den betroffenen Menschen unmit-telbar helfen und einen Einstieg ermöglichen wollen.“