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Gemeinsame Presseerklärung der SPD und der FDP zu der Neugestaltung der Sportförderrichtlinien

In einer Presseerklärung der Fraktionen der SPD und der FDP im Elmshorner Stadtverordnetenkollegium erläutern die Pressesprecher der beiden Fraktionen Dörte Köhne-Seiffert (SPD) und Pascal Mangels (FDP) die gemeinsamen Positionen zur Umgestaltung der Sportförderrichtlinie der Stadt:

Die Neugestaltung der Sportförderrichtlinien der Stadt Elmshorn sind seit Wochen Diskussionsthema in den Sportvereinen. Seit einem Jahr berät die Politik im Ausschuss für Kinder, Jugend, Schule und Sport über dieses Thema. Umstritten ist die Formulierung des § 2. Dieser regelt, welche Bedingungen die Vereine erfüllen müssen, um von der Sportförderung profitieren zu können. Hierzu gibt es verschiedene Anträge der Fraktionen.


Durch das Abstimmungsverhalten von CDU und Grünen in der Sitzung vom 12.10.2016 ergab sich zunächst eine Mehrheit für den Vorschlag der Grünen. Dieser sah vor, dass Vereine mindestens 15 Mitglieder unter 18 Jahren aufweisen und zusätzlich mindestens 20 Prozent der Mitglieder des Vereins dieser Altersklasse angehören müssen, um Sportfördermittel von der Stadt zu erhalten. Die Ausschussmitglieder der SPD und FDP votierten gegen diesen Vorschlag.

Nach weiterer Beratung des Tagespunktes wurde Vertretern der CDU die Auswirkung dieser Entscheidung wohl bewusst, so dass die CDU Fraktion um Rücknahme und Vertagung in die Fraktionen bat. Dieser Antrag wurde dann einstimmig beschlossen. Eine Umsetzung des Antrags der Grünen hätte fast die Hälfte der Elmshorner  Sportvereine von der Sportförderung ausgeschlossen.


Die SPD und FDP sprechen sich ausdrücklich für eine jugendorientierte Förderung aus, aber auch für eine, die nicht fast die Hälfte der ehrenamtlich geleiteten Sportvereine ausschließt. „Daher hat die SPD im Ausschuss beantragt, Jugendliche nicht nur bis zu einem Alter von 18, sondern auch junge Menschen bis 26 Jahren im Rahmen der Prüfung der Förderungsvoraussetzungen zu berücksichtigen. Dadurch erreichen mehr Vereine die Mindestanzahl an jungen Menschen als bei der Altersgrenze 18 und können so Zuschüsse erhalten.“ erläutert Pressesprecherin Dörte Köhne-Seiffert die Position der SPD.  Dies sei das Ergebnis einer monatelangen Beratung innerhalb der SPD-Fraktion. „Unser sportpolitischer Sprecher Arne Klaus hat gemeinsam mit den Mitgliedern der Fraktionsarbeitsgruppe jeden einzelnen Punkt der Richtlinie unter die Lupe genommen und viele Änderungsvorschläge in die Fraktionsdiskussion eingebracht. Dabei hat sich der Wunsch herauskristallisiert, die Förderung stärker an die geleistete Arbeit im Bereich der Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu koppeln."

Die FDP Fraktion sprach sie für einen ähnlich lautenden Vorschlag aus und wollte das Alter auf 26 Jahre heraufsetzen.  Sport leiste in vielen Lebensbereichen wertvolle Arbeit und dies solle durch die Neuordnung der Förderung zum Ausdruck kommen. „Die tägliche Leistung, die in den Sportvereinen vollbracht wird, sollte nicht durch eine zu strenge Fassung der Richtlinie zum Erliegen kommen. Wir sind dankbar, dass in Elmshorn vor Ort viele tolle Vereine aktiv sind und Wassersport genauso betrieben werden könne wie auch Tanzen, Squash, versch. Ballsportarten, Sportschießen, Schach und viele weitere tolle Sportarten,"  betonte der FDP-Politiker Pascal Mangels.

Den Vorschlag der Grünen, neben einer Mindestanzahl junger Menschen auch noch einen Mindestanteil Jugendlicher von 20 % der Vereinsmitglieder als Förderungsvoraussetzung vorzuschreiben, lehnen die Fraktionen der SPD und der FDP strikt ab.


Verwundert über das Ansinnen der Grünen zeigen sich die Liberalen und Sozialdemokraten auch deshalb, weil sich die Grünen gerade erst für eine finanzielle Unterstützung des Leibniz Sport Club aus der städtischen Sportförderung eingesetzt hatten und gleichzeitig einen Vorschlag für die Sportförderrichtlinie beschließen wollten, der dazu führen würde, dass der selbe Verein von der Förderung ausgeschlossen würde, da die Zahl Jugendlicher im Verhältnis zur Gesamtmitgliederzahl des Vereins zu gering sei.

„Die zukünftige Förderpolitik darf nicht von Ausnahmen bestimmt sein, sondern soll den Vereinen Planungssicherheit geben!“, kritisiert Mangels das aus seiner Sicht widersprüchliche Verhalten der Grünen.

Die Diskussion um die Sportförderrichtlinie wird im nächsten Jahr fortgesetzt. FDP und SPD werden dann erneut ihre eigenen Anträge zur Abstimmung stellen.