Querungshilfe bei der Bushaltestelle am Bahnhof

Zu dem von Bündnis 90/ Die Grünen in der Sitzung des Ausschusses für Kommunale Dienstleister am 11. Juli 2016 gestellten Antrag, die Einrichtung einer ebenerdigen Querungshilfe im Bereich der Bushaltestellen vor dem Bahnhof prüfen zu lassen, erklärt der Sprecher der SPD-Fraktion für den Bereich Kommunale Dienstleister Hans-Joachim Seiffert:

Der Bereich der Bushaltestellen in der Königstraße vor dem Bahnhof stellt seit Jahrzehnten eine nur unzulänglich gelöste Verkehrssituation für die Fahrgäste des Stadtbusverkehrs dar, die die Bushaltestelle zwischen der irischen Kneipe und dem ehemaligen Kino nutzen und zum Bahnhof gelangen wollen oder vom Bahnhof kommen. Allerdings bleibt festzustellen, dass dieser Bereich kein besonderer Unfallschwerpunkt ist, weil alle Verkehrsteilnehmer aufgrund der Situation in besonderer Weise aufeinander Rücksicht nehmen.

Wir teilen die Bedenken des zuständigen Amtes und der Verwaltung, an einem nicht unfallträchtigen Punkt bauliche Veränderungen vorzunehmen, die die (scheinbare) Bevorzugung einer Gruppe von Verkehrsteilnehmern zur Folge haben werden. Die Befürchtung, dadurch die Ursache für zukünftig vermehrte Gefahrensituationen und letztlich auch Unfälle zu setzen, können wir gut nachvollziehen, zumal auch fraglich ist, ob man aufgrund der Kurvensituation überhaupt zu einer mit den Vorschriften für die bauliche Gestaltung von Querungen konformen Lösung kommen kann.

Der Aspekt der mangelhaften Sicherheit führte in der Diskussion zu dem Antrag von Bündnis 90/ Die Grünen übrigens auch zu einer eindeutigen Ablehnung der Einrichtung einer Querungshilfe durch den Behindertenbeauftragten der Stadt Elmshorn Klaus Fischer. Für den Behindertenbeauftragten würde durch eine Querungshilfe gerade den auf Fortbewegungshilfen angewiesenen Personenkreisen der trügerische Eindruck vermittelt werden, sie könnten an dieser Stelle gefahrlos die Straße passieren und Gehbehinderte dazu verleiten, nicht den für sie einzig sicheren Weg über die Ampeln an der Kreuzung Königstraße/ Berliner Straße zu nutzen.

Diese Aspekte haben uns zu einer Ablehnung des Antrages von Bündnis 90/Die Grünen bewogen, zumal sowieso in absehbarer Zeit eine Umgestaltung des Bahnhofes und seines Umfeldes erfolgt und dabei eine komplett neue ZOB-Anlage entsteht, die alle zeitgemäßen Anforderungen und die berechtigten Anliegen von Menschen mit Behinderungen und Senioren nach barrierefreien Zugängen berücksichtigen wird.